Der kleine Mann war noch klein, aber nicht mehr so klein, dass er noch im Kinderwagen liegen musste, er saß schon und grinste fröhlich durch die Gegend.
Er zog nun immer mehr Reaktionen seiner weiteren Umwelt auf sich. Ein schneller Einkauf im Supermarkt war nicht mehr drin, denn so ungefähr jedeR 1,2. im Laden hat mich auf den kleinen Mann angesprochen und mit ihm geschäkert - oder umgekehrt.
Hier in Brasilien war er aber auch mit seinem Aussehen wahrlich ein kleiner Exot: Bis weit nach seinem ersten Geburtstag hatte er noch kaum Haare auf dem Kopf und so sah er für die Brasilianer wie eine “bonecinha”, ein Püppchen aus. Und dann noch so “brancinho!, olha que alemaozinho!”. Was so viel heißt wie: “Ein Weißerchen! Schau nur was für ein Deutscherle!”
Letzteres riefen sie aus noch bevor wir überhaupt irgendwas in Richtung Nationalität gesagt hatten und wir irritierten die Ausrufenden auch eher immer, wenn wir dann anmerkten: “Ja, stimmt, wir sind Deutsche.”
Schnell war klar, dass hier “alemao”, Deutscher, als Synonym für die Bezeichnung von sehr weißer Haut gebraucht wird.
(Muss wohl was dran sein, wenn man bei Frau Ami liest (auch die Kommentare).
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