Verfasst von: chrizzo | Dienstag, Juni 17, 2008

Sch***Glück

Heute vormittag im Park ist der kleine Mann das zweite Mal in seinem Leben in Schei*e getreten. Zwei Mal in zwei Jahren - ist das ein guter Schnitt?

Jedenfalls musste ich mich sofort wieder an unser erstes Erlebnis in Spanien mit Schei*e erinnern - nur ein kurzer Hinweis, damit Ihr den Link auch anklickt: Nachher hatte ich die Schei*e an der Kleidung ohne es sofort zu bemerken…

Während ich heute die Schei*e mit einem Stöckchen aus den verdammt tiefen Rillen des Gummistiefels puhlte, schüttete der kleine Mann vergnügt im Autositz sitzend seine Siggflasche mit Wasser über sich und den Sitz. Klasse Idee bei ca. 15 Grad und wenn ich eigentlich noch schnell vor dem Mittagessen einkaufen möchte mit ihm zusammen…

Noch ein bißchen vom Wetter:

Die Nacht muss es hier etwas unter 10Grad gehabt haben. Als ich ins Bett ging, konnte ich erst einmal eine Weile nicht einschlafen, weil ich so eiskalte Füße hatte, die sich auch vehement den Aufwärmungsversuchen widersetzten. Nach 20 unerfolgreichen Minuten so ungefähr habe ich uns noch die zweite dicke Decke ins Bett geholt.

Laut den mir gängigen Wetterberichten ist das Wetter hier ein wenig wie in Deutschland und wenn wir also am kommenden Donnerstag losfliegen, werden wir uns wohl wettertechnisch gar nicht umstellen müssen. Und die sonst üblichen Fragen warum wir denn gar keine Brasilienbräune hätten, werden wahrscheinlich ein wenig seltener fallen. Ansonsten habe ich mich gedanklich auch schon mal von meinen netten Röcken als Dress zur 10jährigen Abifeier (mit Start nachmittags) verabschiedet - wird es halt wie hier auch täglich eine Jeans, ein Shirt und mein geliebter Cordblazer… Na ja, wenigstens ist kein Regen angekündigt und damit können der große und der kleine Mann wenigstens während eines Teiles meiner Feier einen netten Strandspaziergang machen.

Verfasst von: chrizzo | Montag, Juni 16, 2008

Krakeleien

In Sao Paulo sieht man gar nicht sooo viele Graffitis, die als Schmierereien gedacht sind, sondern mehr welche, die an Autowerkstätten oder anderen Ladengeschäften angebracht wurden, um für dieses eben auch als eyecatcher zu fungieren. Jetzt muss ich gestehen, dass ich davon noch nie ein Bild geschossen habe, was ich aber unbedingt mal nachholen muss, denn meist sehen die wirklich recht nett aus.

Worüber ich schreiben möchte sind diese Krakeleien.

Man sieht sie in ganz Sao Paulo an den verschiedensten Hochhäusern und den unmöglichst zu erreichenden Stellen, aber auch an Brücken auf der Marginal oder an kleineren Häusern. Deutlich mehr davon bekommt in der Nähe von nicht so guten Ecken in Sao Paulo oder eben direkt in nicht so guten Vierteln zu sehen.

Es gibt Gruppen in der Stadt, die liefern sich ein “Wettrennen” mit diesen Schmierereien. Wer hat die meisten und die an den höchsten und am unmöglichsten erscheinenden Stellen.

Schönheit steht dabei leider im Hintergrund…

Verfasst von: chrizzo | Sonntag, Juni 15, 2008

Und jetzt auf portugiesisch

Seit heute Morgen, ganz unverhofft direkt nach dem Wachwerden und noch im Bett beim Kuscheln, ruft der kleine Mann uns “mãe” und “pai”.

Das heißt Mama und Papa Mutter und Vater auf portugiesisch. Er freut sich dabei sichtlich, ist stolz und scheint ganz genau zu wissen, dass das in der anderen Sprache ist.

Es sind die ersten Worte, die er auf portugiesisch ganz zielgerichtet und vor allem auch oft benutzt - “agua” kann er zwar auch sagen (und Wasser noch nicht), er benutzt es aber nicht.

Wir finden das sehr schön und ich finde, es hört sich nach einer sehr netten Koseform an. :-)

Verfasst von: chrizzo | Samstag, Juni 14, 2008

Vom Tage

Damit ich nicht den heutigen Blogtod sterben muss;-)

Gleich geht ein wundervoller Tag zuende, der zwar noch nicht einmal in allem bis ins Detail perfekt gewesen ist, an dem wir nichts außergewöhnliches unternommen oder gegessen haben, der aber einfach trotzdem in sich stimmig und schön gewesen ist.

Verfasst von: chrizzo | Freitag, Juni 13, 2008

Erinnert

Vor zehn Jahren immer und immer wieder.

Jedes Wochenende, oft sowohl freitags als auch samstags.

(Ich habe hauptsächlich um Tankfüllungen bezahlen zu können in einer Disco gearbeitet - Entfernung zum Gymnasium betrug mehr als 30km.)

Brandy and Monica - the boy is mine

Schöne Erinnerungen. Trotz des Lieds. ;-)

Verfasst von: chrizzo | Freitag, Juni 13, 2008

Pitaya - Drachenfrucht

Das ist eine Frucht, die mehr zum Ansehen und Dekorieren geeignet ist, denn sie schmeckt quasi nach nichts. Am Ehesten wie eine Kiwi (von der Konsistenz her und wegen der ganzen Samen), aber ohne Geschmack, sehr mild.

So weit ich gehört habe, gibt es da ein In-Getränk in Europa, in dem Drachenfrucht sein soll - ist aber nun  eigentlich gar nichts so dolles, hört sich nur so an.

(Klasse fand ich beim letzten Aufenthalt in Deutschland auch, dass eine der Kaffeeketten (die mit dem W) wie doll ein tropisches Fruchtgetränk aus “Abacaxi” anpries, für teuer Geld auch noch - das ist einfach nur Ananas. Nein wie exotisch…)

Verfasst von: chrizzo | Donnerstag, Juni 12, 2008

Noch ein Fragezeichen

Kann mir mal jemand erklären, wieso ich gestern elf Besucher über den Suchbegriff “brasilischer Kindergeburtstag” (sic!) hatte, die sich scheinbar alle für den Eintrag interessiert haben?

Außerdem gab´s zwei Besucher von dort und ich frage ich mich schon, ob das was miteinander zu tun hat.

Ich bin wahrscheinlich zu neugierig und habe einen “verstehenwollen”-Zwang, oder so…

Verfasst von: chrizzo | Donnerstag, Juni 12, 2008

Fragezeichen über Fragezeichen

Warum nur sträubt sich der kleine Mann so sehr gegen das Windelwechseln?

Es ist jetzt weder sonderlich kalt noch warm. Er hat definitiv A.a in der Windel. Er darf was zum Gucken, Befummeln oder sonstwas haben wenn gewindelt wird. Ich denke schon, dass ich zügig windeln kann. Spaß kann ich währenddessen auch veranstalten. Er weiß, dass er jetzt nicht aufstehen kann ohne dass die Windel gewechselt wird. Und uns geht durch das Theater jetzt gerade ein schöner Nachmittag auf dem Spielplatz durch die Lappen, was ich auch kommuniziert habe. Nun, aber zwingen mag ich ihn jetzt auch nicht, das artet nämlich wahrscheinlich nur in Strampel- und Tretattacken aus und wie sollte ich mich also da durchsetzen?!

Ideen jemand?

Ich habe jetzt sogar schon verlautbart, dass ich unten Kekse esse…

Kind bleibt stur und sitzt im Schlafsack im Bett und erzählt sich was.

Verfasst von: chrizzo | Donnerstag, Juni 12, 2008

Woran ich mich unbedingt wieder gewöhnen sollte

in Deutschland:

  • Nicht so viel Toilettenpapier zusammenzuknüllen, es wird sich wieder lohnen zu falten
  • Nicht so viele Taschentücher auf einmal zu benutzen, eines wird dick genug sein, damit man nicht durch”pustet” - aber ich gehe mal davon aus, dass in Deutschland bestes Wetter sein wird!
  • Eine rote Ampel ist eine rote Ampel, auch nachts.
  • Auch Fußgänger beachten rote Ampeln.
  • Fußgänger muss man als Autofahrer an Kreuzungen vorlassen. (Machte man das hier, würde man einen Auffahrunfall provozieren…)
  • Oh und noch wichtiger: An Zebrastreifen muss man Fußgänger erst recht vorlassen.
  • Ergo: Ich muss niemanden - wie schon geschehen - theatralisch vom Zebrastreifen zurückziehen nur weil sich ein Auto ebenfalls nähert.
  • Ich kann nicht drauf bauen, dass andere Autofahrer damit rechnen geschnitten zu werden und dann auch noch netter Weise bremsen. Sie würden wohl nur wütend werden…
  • Dass ich im Supermarkt, Apotheke u.ä. mit Bargeld zahle und nicht die Kreditkarte zücke.
  • Ich sollte dann auch den Einkauf selber in Tüten packen und diese ebenfalls am Besten schon mitgenommen haben.
  • Mich damit abfinden, dass es keine Präferenz-Schlangen in Supermärkten, auf der Post, in der Bank oder sonst wo für mich mit dem kleinen Mann gibt. - Am Besten gehe ich gleich alleine einkaufen, dann spare ich mir auch die dummen Blicke bei etwaigen Trotzanfällen und das diese alleine durchstehen. Wahrscheinlich wird niemand versuchen, den kleinen Mann durch blöde Grimassen oder sonstwas aufzuheitern.
  • Wasser aus dem Hahn kann man durchaus trinken, es wird keinen komischen, alten, abgestandenen Geschmack haben. (Wasser kann man hier in Sao Paulo nämlich auch durchaus trinken, also wenn man den Geschmack ignorieren kann…)
  • Kellner haben nicht gelernt, kleine Kinder neben dem Bekellnern zu bespaßen. Am Besten kochen wir immer irgendwie selber oder lassen uns bekochen und gehen ansonsten zu McD oder so… ;-)

Hat wahrscheinlich noch Erweiterungspotential, aber jetzt ist der kleine Mann aus dem Mittagsschlaf erwacht.

Verfasst von: chrizzo | Mittwoch, Juni 11, 2008

Persönliches Raum-Zeit-Kontinuum

Gestern mit vollster innerer Überzeugung den kleinen Mann extra aus dem Mittagsschlaf geweckt und ins Auto gesetzt um zur Musikstunde zu fahren.

Ich hatte mich erst ebenfalls zum Schlafen gelegt, noch wegen der Erkältung, war nach ungefähr einer Stunde aufgewacht, blickte auf die Uhr und sah (das weiß ich noch genau!), dass es 14Uhr war und beeilte mich, um noch schnell eine Tasse Kaffee zu trinken. Die wahre Bedeutung der Uhrzeit scheint sich mir da nicht im Geringsten erschlossen zu haben. Dann schnell das Kind aus dem Bett geholt und noch ohne Hose ins Auto gesetzt. Dabei sogar die Sandalen vergessen.

Vor Ort dann noch die “manobristas” (die Parkstrategen ;-) ) gebeten, das Auto bitte auch direkt nach der Stunde wieder bereit zu haben, weil ich den Tag rodizio habe. Im Auto habe ich selber natürlich auch eine Uhr im Radio, die ich ebenfalls vollkommen ignoriert zu haben scheine, denn ich war der festen Überzeugung, dass es schon kurz vor 16Uhr sei, der rodizio beginnt um 17Uhr.

Irgendwann hatte dann wohl eine der Mädels ein Erbarmen mit mir und wies mich daraufhin, dass ich ja heute erstaunlich früh gekommen sei, so eine Stunde zu früh…

Kann mir jemand diesen Aussetzer bitte einmal erklären?!

Na, ich habe dann den kleinen Mann wieder gepackt und bin mit ihm ein paar Straßen weiter in dem Viertel gefahren, wo es einen Laden nur mit diesen Zehensandalen gibt und habe nicht nur ihm schnell schon einmal das nächste Paar in der nächsten Größe besorgt, sondern auch weitere Mitbringsel für Deutschland eingekauft. :-)

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