„So ist Sao Paulo“

Ich habe schon lange überlegt, wie ich einmal über die dunklen Seiten der Stadt Sao Paulo und des Landes schreiben könnte.

Ich habe mir über die Art und Weise Gedanken gemacht, wie ich darüber schreiben könnte, was man darüber hört wenn man hier lebt. Was über wieviel Ecken welchen Bekannten „passiert“ ist und wie es sich für einen selber anfühlt über so etwas zu hören.

Ich wollte darüber schreiben, wie es war, als meine Schwiegermutter im Urlaub mit uns in Rio war, einen Tag alleine unterwegs, weil ich etwas schlechtes gegessen hatte und k***zend im Hotelzimmer lag, der große Mann mir zwischendurch den kleinen Mann noch zum Stillen reichte, und dann weinend und mit blauen Flecken übersät ins Hotel zurück kam: Man hatte sie in Rio am hellichten Tag überfallen, mit einem Messer bedroht und die wenigen Habseligkeiten (bißchen Geld, Handy) abgenommen und sie dabei nicht gerade sanft angepackt.

Nun, gestern „überrollte“ mich die Wirklichkeit dieser Stadt, weshalb ich lediglich dieses Wellenbild postete.

Im Polizeibericht steht folgendes darüber was geschah:

Bewaffneter Raubüberfall

Angezeigte:

Drei unbekannte Männer ungefähr im Alter von 17/18 Jahren, einer dunkler Hautfarbe und kräftiger Körperbau, einer hellerer Hautfarbe und dünn sowie einer weißer Hautfarbe und ebenfalls dünn.

Opfer:

Chrizzo Chrizzonik, vorstellig bei der Polizei, Ausländerin, brasilianische Registrierungsnr. des Visums, Vater Chrizzo, Mutter Chrizzo, Deutsche, weiblich, Geburtsdatum und Alter, verheiratet, Beruf und Ausbildungsstand, weißer Hautfarbe, wohnhaft in … Sao Paulo, Telefon …

Fahrzeuge:

Beschreibung unseres Wagens, u.a. nach Eingabe des Kennzeichens mit Info zum zu verwendenden Benzin

Fahrzeugtyp: Auto

Ort des Geschehens: Öffentliche Straße

Gegenstand:

1) Typ: Geld Untertyp: Real Wert: XXX

Bemerkung: Durch die Angezeigten geraubtes Geld mit der Kreditkarte des Opfers

2) Typ: Geld Untertyp: Real Wert: XXX²

Bemerkung: Geraubtes Geld aus einer kleinen Tasche des Opfers, die die Täter mitnahmen

Bericht:

Gestern, am 30.04.2008, trug sich in diesem Polizeidistrikt zu, was das Opfer im Folgenden berichtet. Vor einem Kinderheim stieg sie um 15h aus ihrem Wagen und wurde von drei Männern angesprochen, von denen einer eine Waffe trug. Sie wurde mit dieser bedroht, mitgeteilt, dass es sich um einen bewaffneten Raubüberfall handele und die Täter stiegen mit ihr in ihr Auto. Mit dem Wagen fuhren sie eine zeitlang mit ihr bis zum Stadtteil XY, in die Straße abc zu einem Geschäft namens pq wo sie diverse Bekleidungsstücke im Wert von XXX mitnahmen, die das Opfer mit ihrer Kreditkarte zahlte. Erneut bestiegen die Täter mit dem Opfer den Wagen und fuhren sie in die Nähe der Straße kl wo sie das Opfer frei ließen. Mitnahmen die Täter die Bekleidungsstücke im Wert von XXX und die kleine Tasche mit dem Bargeld in Höhe von XXX².

Das Opfer wurde über die Möglichkeit einer fotografischen Wiedererkennung der Täter im Saal des Projekts „abakadabra“ [neue Bezeichnung frei erfunden] in diesem Polizeidistrikt informiert.

Lösung:

Die Polizei wird zum Bekleidungsgeschäft fahren.

Unterschriften:

eine kleine von Chrizzo Chrizzonik und zwei große schwungvolle von Polizisten

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Nicht in dem Polizeibericht steht so einiges anderes.

Es fehlt, dass ich gestern mit dem kleinen Mann wie jeden Mittwochnachmittag zum Kinderheim fuhr um die Kinder zu einem Ausflug in einen Park abzuholen. Es steht nicht drin, dass ich ausstieg nachdem ich wie immer automatisch meine nächste Umgebung nach anwesenden „Individuen“ scannte und dieser Scann nichts unberuhigendes anzeigte.

Ich klingelte am Kinderheim und musste wie immer etwas warten, den kleinen Mann hatte ich im Wagen sitzen gelassen, es nieselte, die Wagentür war zugesperrt.

Ich machte wieder zwei Schritte auf den Wagen zu, damit der kleine Mann mich besser sehen konnte, als drei Jugendliche um die nächste Straßenecke bogen, drei männliche Jugendliche. Ich fixierte diese und wartete ab, sie gingen vorüber und ich machte wieder einen Schritt auf das Kinderheim zu, weil ich meinte, aus der Sprechanlange etwas zu vernehmen. In dem Moment kamen die Jugendlichen auf mich zugestürzt. Ich drehte mich zu ihnen, nahm sofort meine kleine Tasche ab und reichte sie einem der Jungen. Sie zerrten mich zum Wagen, verlangten, dass ich diesen öffnete, was ich versuchte, aber ich bekam die Tür des kleinen Mannes nicht auf, an die ich mich sofort drängte. Es wurde panischer bis einer auf die Idee kam, die vorderen Türen zu versuchen, zwei setzten sich vorne, ich bekam die Tür des kleinen Mannes immer noch nicht auf und wurde nun panisch, einer der Jungen war noch an meiner Seite, ein anderer machte von innen die Tür des kleinen Mannes auf und ich zerrte sofort an seinen Gurten, wollte ihn auf meinen Arm nehmen, aus dem Auto und – ja was eigentlich? Dachte ich, dass sie nur den Wagen haben wollten? Vielleicht hoffte ich das.

Jedenfalls verstand ich, dass sie nicht wollten, dass ich den kleinen Mann aus dem Sitz nahm, aber ich verstand nicht, was ich machen sollte und wurde noch panischer, weil ich dachte, denen geht das nicht schnell genug und sie nehmen den kleinen Mann einfach mit.

Plötzlich spürte ich die Waffe an meinem Kopf und meine Panik entlud sich in kleinen, klitzekleinen Tröpfchen. Ich stieg ein, kletterte über den Sitz des kleinen Mannes und der dritte kletterte ebenfalls über mich und den kleinen Mann.

Da der Wagen ein Automatik-Getriebe hat und der junge Mann vorne am Steuer anscheinends noch nie ein solches gefahren war, musste ich als erstes die Funktionsweise erklären.

Dann ging es los.

Die drei redeten auf mich ein, der neben mir zerrte die Wickeltasche und die Fressalientasche für den Ausflug unter meinen Füßen hervor, durchwühlte beides und gab sie mir mit dem Hinweis an die anderen, dass es nur Gegenstände für das Baby seien, wieder zurück. Er zerrte an meinem Ehering, fragte dann aber, oder jemand von vorne fragte, ob es ein Ehering sei, was ich bejahte und auf die innenliegende Gravur hinwies. Daraufhin durfte ich auch diesen behalten. [Interessant, was ich jetzt mit diesem Ring schon für Geschichten erlebt habe…]

Sie redeten wieder auf mich ein, alle gleichzeitig und ich verstand nur einzelne Wörter wie „Geld“, immer wieder „Geld“ und „Dokumente“, sie wollten aus diesem furchtbaren Land. Ich ging erst einmal auf „Dokumente“ ein, indem ich lautstark zwischen die drei anbrüllte und erklärte, dass ich keines dabei habe, nur das brasilianische und dass sie jetzt bitte langsam und deutlich und am Besten nacheinander mit mir sprechen sollten, weil ich keine Brasilianerin sei und die Sprache nicht so gut spräche. Auf die Frage nach meiner Staatsangehörigkeit antwortete ich entsprechend und dass ich gerne in dieses Land wieder zurück wolle und ich auf jeden Fall alles machen würde, was sie wollen würden, nur sie deutlich zu sprechen hätten und Rücksicht nehmen sollten, wenn ich etwas nicht sofort verstände. Sie fühlten sich beflissen, mir zu erklären, dass „Sao Paulo so sei“, wie ich es gerade erlebe und ich doch besser wieder zurück gehen solle, weil die Stadt nun einmal so sei. *jadankewillichauch-ambestensofort?!*

Auf weitere Forderungen wieder von allen gleichzeitig nach „Geld“ fiel meine Antwort erstaunlich nüchtern aus, denn ich sagte, dass ich keines mehr habe. Damit verwirrte ich die jungen Männer und es dauerte eine Weile, bis ich wiederum kapierte, dass sie vergessen zu haben schienen, dass ich ihnen die Tasche längst ausgehändigt hatte. Ich rief diesen Umstand in Erinnerung und der neben mir holte sie unter seinem Pullover hervor. Sie freuten sich über die Summe XXX² und fragten nach meinem Handy. Ich hatte mein Handy mal wieder vergessen, dementsprechend meine Antwort, dass ich keines hätte, was sie mir wohl nicht abnahmen, sie dachten ernsthaft ich wollte mein Handy vor ihnen verbergen! Also saugte ich mir die Geschichte aus den Fingern, dass ich erst seit zwei Monaten im Land sei und niemanden kennen würde, der mich auf einem Handy anrufen würde und dementsprechend auch keines hätte. Muss einleuchtend gewesen sein. Jedenfalls wühlte der vorne auf dem Beifahrersitz weiter in meiner Tasche und förderte meine Bankkarten sowie den brasilianischen offiziellen Registrierungsschnipsel zu Tage. Letzterer wurde mir sofort ausgehändigt, weil der neben mir was faselte, dass ich ansonsten ins Gefängnis müsse, wenn die Polizei mich aufgreifen würde. *ahähja*

Meine Debitkarte brachte sie auf die grandiose Forderung, dass sie mit mir zur Bank fahren könnten und ich Geld abheben solle. Wieder musste ich die drei aus ihrem Konzept bringen und sehr zu meinem Unwohlsein erklären, dass das nicht ginge, weil ich vormittags schon Geld abgehoben hätte. Dazu muss man wissen, dass man in Brasilien mit seiner Geldkarte nur einmal am Tage maximal 600 R.S abheben kann. Das wurde eingeführt, um eben solche Raubüberfälle zu vermeiden bzw. weniger „attraktiv“ zu machen. Letztlich hat es aber dazu geführt, dass man im schlimmsten Fall sogar für mehrere Tage entführt werden kann und dann jeden Tag einmal mit den Entführern zu einer Bank fahren kann. Darauf waren meine drei allerdings nicht aus, denn der vorne auf dem Beifahrersitz erkannte in der nächsten Karte eine Kreditkarte und so kamen sie auf die Idee mit mir einkaufen zu fahren.

Vorher fuhren sie allerdings noch mit mir zu ihrer Favela und dort musste ich mit dem kleinen Mann auf dem Arm aussteigen, durfte nur auf den Boden sehen, musste eine Gasse entlang und mich dann auf eine Treppe setzen, einer der Jungs war samt Waffe mit mir, die anderen beiden fuhren mit dem Wagen davon. Warum, wieso weshalb ich weiß es nicht. Es nieselte und der Junge mit der Waffe zog seinen Pulli aus und gab mir diesen, damit ich den kleinen Mann vor dem Niesel schützen sollte. Der kleine Mann hatte bis jetzt keinen Piep gesagt, zum Glück hatte er seinen Schnulli im Mund gehabt, weil er weniger Mittagsschlaf als normal üblich gemacht hatte und müde war, als wir zum Kinderheim fuhren. Er sollte auch bis zum Ende keinen Piep von sich geben.

Ein Bekannter von dem Jungen mit der Waffe kam, dem dieser die Waffe aushändigte und anwies auf mich zu achten. Dann rannte er zum Ausgang der Favela und ich wusste überhaupt nicht mehr, was Sache war. Im Nachhinein denke ich, ob es zur Einschüchterung gewesen sein könnte, ob sie irgendwen gefragt haben, in welches Geschäft sie am Besten fahren könnten?

Schließlich kam einer zurück gerannt und ich musste samt kleinem Mann mit laufen, zurück zum Wagen, schnell, aber nur auf den Boden schauen.

Zurück im Wagen wurde ich eingewiesen, dass sie mit mir jetzt zu einem Kleidungsgeschäft führen und ich dort mit meiner Kreditkarte für sie einkaufen sollte. Wie hoch denn das Limit sei? *????????*

Wieder mal musste ich uns aus der Affäre geredet haben, irgendwie, denn Sie diskutierten im Folgenden ob sie mich im Geschäft mit „Mama“ oder „Tante“ ansprechen sollten und ich insistierte auf Grund der Glaubwürdigkeit auf „Tante“, wegen der Hautfarbe und meinem Akzent. Ach, ich solle übrigens möglichst nicht sprechen, nur wenn ich was gefragt würde.

Mir kam in den Sinn drauf hinzuweisen, dass ich dann den kleinen Mann wieder mitnehmen würde und die Situation wurde wieder brenzliger, weil sie mir das verwehren wollten. Mitarbeit oder… ?- waren ihre Worte. Sie wurden hitziger, ich aber ebenfalls und erklärte, dass ich keinen Grund mehr hätte, mitzuarbeiten, wenn sie mich von meinem Sohn trennten, dann sei mir eh alles wurscht. Wir einigten uns, dass er mit dürfe und so stiegen wir alle an dem Geschäft aus, ich hatte den kleinen Mann auf dem Arm. Die Jungens wuselten durch das Geschäft, griffen sich Kleidung, nicht wahllos, sondern nach Geschmack und Größe, aber recht schnell. Die Verkäuferinnen wollten mir für mich und den kleinen Mann auch Kleidung aufschwatzen als die drei ruhiger wurden und fingen überhaupt an, Fragen zu stellen. Unabgesprochen erklärte ich von mir aus, dass die drei mir so viel im Haus geholfen hätten und ich heute nur ihnen ein Geschenk und eine Freude machen wolle *innerlichzähnefletschend*.

Es wanderten drei säuberlich getrennte Haufen auf den Kassentisch und die Verkäuferinnen begannen zusammen zu rechnen – mit einem Taschenrechner. Wenn die drei Jungens nicht als erstes nach Betreten des Geschäftes nach der Zahlungsmöglichkeit gefragt hätten, hätte ich mich an dieser Stelle noch mehr davor gefürchtet, dass man evtl. doch nicht hätte mit Kreditkarte zahlen können. Aber es sollte möglich sein, ich wurde nach meiner Registrierungsnummer gefragt und musste erklären, dass ich nur eine für Ausländer habe, kurze Konfusion bei den Damen, aber es war ok und mir wurde tatsächlich ein wenig weich in den Beinen als sie auch noch die typische Frage stellten, ob ich parzellieren wolle, sechs mal ohne Zinsen. Ich glaube, ich habe dies bejaht, ich weiß es aber nicht mehr. Ich wusste auch nicht mehr, wie hoch die Summe gewesen war, die sie genannt hatte. Mir war das alles sch***egal, ich merkte, wie ich auf Grund der Anspannung die gesamte Zeit über müde wurde und musste auch tatsächlich mehrmals gähnen, mein Mund war wüstentrocken, ich bröckelte innerlich und machte mir Sorgen, dass die Drei jetzt nach der Leichtigkeit dieses Einkaufs auf den Geschmack gekommen sein könnten und weiter machen würden, so um mal zu testen, wie hoch denn das Limit der Karte sei.

Aber es dauerte noch, denn die Jungens wollten auch eine Rechnung, für eventuelle Rückgaben und in dem einfachen Geschäft musste dafür alles mit der Hand aufgenommen werden. Wohl weil das Geschäft mit mir seinen wenn nicht Jahres- so doch vielleicht Halbjahres- oder Quartalsumsatz gemacht hatte, kamen die Mädels jetzt auf die grandiose Idee mir ein T-Shirt samt Hose für den kleinen Mann zu schenken. *!!!!*

Was soll ich sagen, dass durfte ich schlussendlich auch behalten und beides liegt jetzt auf dem Berg der zu waschenden Wäsche.

Wir verließen das Geschäft, die Drei mit mindestens zehn Tüten bepackt, ich mit einer kleinen. Ich war so verwegen und steckte meine Karten und den Bon des Geschäfts in meine hintere Hosentasche und sollte es unbemerkt oder ohne Interesse der Jungens behalten dürfen.

Sie steuerten ihre Favela an, erklärten mir noch einmal, dass „Sao Paulo so sei“ und zu meiner fast bodenlosen Erleichterung stiegen zwei der drei aus, der Dritte fuhr mich netter Weise noch ein Stück weiter von wo aus ich den Weg nach einer einfachen Erklärung seinerseits gut allein wieder in mir bekannte Gegenden finden sollte. Er entschuldigte sich und wies zum hundertsten gefühlten Male daraufhin, dass „Sao Paulo nun mal so sei“ und man aufpassen müsse, vor allem als Ausländer, und ich besser zurück gehen solle.

Ob ich gläubig sei. Ich erzählte wieder eine meiner Geschichten, wohlwissend, dass hier die meisten katholischen Glaubens sind (ich bin zumindest so getauft worden, aber später konvertiert und eine theologische Fragestellung wollte ich in dieser Situation nicht aufwerfen). Daraufhin entschuldigte er sich noch hundert Mal mehr, erklärte, was das für sie für ein toller Tag sei, sie hätten jetzt so viel neue Kleidung und für mich sei es doch nur Geld und zum Schluss bekam ich von ihm noch Gottes Segen und ein Winken.

Ich übernahm das Steuer und hielt meine Fassung noch so ziemlich aufrecht, registrierte, dass wir ungefähr eine Stunden mit den Drei unterwegs gewesen waren. Als ich wirklich endlich wieder in bekannten Gefilden war, traute ich mich, nach der Wasserflasche zu greifen. Ich fuhr uns zu einer Freundin, von der ich mit Sicherheit wusste, dass sie zu Hause war. Dort war es dann erst einmal aus mit meiner Fassung und ich konnte auch endlich meine Kleidung wechseln.

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Warum schreibe ich dies auf?

Weil die Jungs recht haben: „So ist Sao Paulo!“

Und ich will es nicht unter den Teppich kehren und nicht mehr dran denken. – Denn ich will nicht so werden wie Sao Paulo ist. Ich schreibe zum nicht unwesentlichen Teil deshalb, weil ich es verarbeiten möchte, diese Angst, diese Anspannung und diese „Verwegenheit“, das „Taktieren“, das „Spiel“, das „Pokern“, dass ich immer wieder auch mit den Jungs gemacht habe, um uns da raus zu bekommen, mich und den kleinen Mann.

Ich hoffe, ich habe das gestrige, oh, mittlerweile schon das vorgestrige Geschehen nicht zu „reißerisch“ formuliert, denn das wollte ich gerade eben vermeiden.

Die Kommentarfunktion werde ich sperren, denn ich habe nicht vor, mich hier weiter darüber auszutauschen und bitte alle Lesenden darum, das bitte zu respektieren. Was sollten Sie schon schreiben, was ich mir bei einem eher „bekannten“ Kreis von ihnen nicht auch denken kann? Und wenn jemand schriebe, was ich mir denn wohl vorgestellt haben mag, als wir hier hin gingen und wie doch die Jungs so leben und ach die Armen, ich glaube, dann würde mich das wieder aus der Fassung werfen.

Falls sich jetzt noch jemand fragt, warum ich diesen Eintrag unter anderem in der Kategorie „vom (fast) täglichen Glück“ veröffentliche, dem sei noch folgendes schnell gesagt:

  1. Wir sind wohlbehalten beide wieder Daheim
  2. Wir wurden nicht gewalttätig behandelt
  3. Die Jungens waren wohl keine Ersttäter und hatten sich selbst unter Kontrolle und hielten die Grenze zwischen Einschüchterung und Beruhigung
  4. Sie standen nicht unter Alkoholeinfluss oder Drogen, was die Verständigung, Geduld und Frustrationstoleranz (ich hatte kein Handy, keinen Pass, konnten nicht zur Bank) hätte beeinträchtigen können
  5. Der kleine Mann ist noch so klein, dass er mit einem Schnuller im Mund keinen Mucks von sich gibt
  6. Ich selber kann mittlerweile doch recht sicher auf Portugiesisch kommunizieren
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2 Gedanken zu „„So ist Sao Paulo“

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