Feliz Natal!

Ich wünsche allen eine gesegnete, fröhliche, gemütliche, gut gelaunte und glückliche Weihnacht mit viel Zeit für die Lieben!

Hier ist alles vorbereitet und wir starten morgens in die Wartezeit mit einem fast traditionellen Freunde-Brunch bei uns Daheim bevor dann alle zu Ihren Familien aufbrechen. Abends werden wir zusammen mit meiner gesamten Familie feiern, das heißt bei meiner Oma mit meiner Mutter und meinen Geschwistern, meiner Tante und meinen Cousinen samt einem kleinen Kind, meinem Onkel samt Freunden. Am ersten Feiertag geht´s dann weiter zu meinem Vater und seiner Familie und am Zweiten feiern wir dann zusammen mit der Familie vom großen Mann, seinen Eltern und seiner Schwester samt deren Familie mit ebenfalls zwei kleinen Kindern.

Und Ihr so?

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Aua!!!

Heute beim letzten Lebensmitteleinkauf vor Weihnachten (nur noch für frisches Obst, Milch und so )im sehr vollen Riesen-Supermarkt in der Schlange an der Kasse festgestellt, dass ich weder genügend Bargeld dabei habe, noch meine Bankkarte…

Also den Einkaufswagen an der Infotheke abgestellt und dem Personal dort Bescheid gegeben, dass ich in einer viertel Stunde wieder kommen würde.

Natürlich zu Fuß nach Hause gelaufen, Daheim noch allerletztes Leergut gepackt und wieder zurück zum Supermarkt gelaufen. An der von mir (und noch mehr vom kleinen Mann) an sich geliebten Baustelle an der Zufahrt über die dort liegende Eisenplatte im mittlerweile Dunklen bös gestolpert und samt gläsernem Leergut heftigst auf die Knie gestürzt. Geflucht. Atem vor Schmerz angehalten und das Loch in meiner Lieblingsjeans angstarrt und mich geärgert. Weiter zum Supermarkt gehumpelt in der Hoffnung, dass die Knie nicht so stark anschwellen, wenn ich mich sofort weiter bewege. Zähne zusammen gebissen. Leergut dann größtenteils im Mülleimer entsorgt. Einkaufswagen geschnappt, Einkauf bezahlt und ab nach Haus gehumpelt. Seitdem auf dem Sofa liegend. Mit brennenden, blauen und dicken Knien.

Schöne Vorbescherung.

Tagesstimmung: Von *wah* zu *wow*!

Der heutige Tag war ein einziges Rauf und Runter auf der Klaviatur der Gefühle…

Für nachmittags waren unsere Umzugskartons angekündigt soweit so gut. Ich hatte mir gedacht, alles ins Kinderzimmer stellen zu lassen, weil auch sehr viele Sachen genau dort hin gehören würden, und dann die Option zu haben, die Türe bis nach den Feiertagen einfach zu verschließen. Dafür musste ich allerdings erst noch ein wenig schon vorhandene Möbel zur Seite oder erst einmal aus dem Zimmer raus schieben, damit die Möbelpacker komfortabel stellen konnten. Ich hatte mir gedacht, dies in Ruhe in der Mittagspause des kleinen Mannes zu erledigen.

Und so standen der kleine Mann und ich morgens um kurz nach 11h in Hut und Mantel an der Wohnungstüre um uns nur noch draußen die Schuhe anzuziehen, als unsere Klingel läutet.

Ich nehme den Hörer ab: Ja?

„Firma xyz.“

Bitte wer?

„Firma xyz.“

Ja und was wollen Sie hier?

„Ihren Umzug abladen.“

Oh.

Erste aufkommende *wah*-Gefühle, weil doch noch kein Platz für die Sachen ist.

Erst einmal kamen vier Möbelpacker hinauf, denen ich meine Verwunderung über die frühe Ankunft schilderte und drauf hinwies, dass jetzt noch nicht genügend Platz in dem vorgesehenen Zimmer sei. Sie machten also erst einmal eine halbe Stunde Pause und ich machte mit dem kleinen Mann in der Zeit Platz. Nicht ganz so entspannt wie von mir vorgesehen, aber ok. In null komma nix hatten die Möbelpacker dann 30 Kartons (die meisten in der Größe von PC-Tower-Umverpackungen, was sie in einer früheren Wirklichkeit auch einmal gewesen waren) hier oben in dem Zimmer und wollten mit dem Auspacken loslegen, was mich in erneute *wah*-Zustände versetzte, weil mir nicht klar gewesen war, dass das in dem Umzugsumfang mit drin enthalten sein sollte. In den Mails war immer nur von einer Anlieferung die Rede gewesen und ich hatte das neue Bücherregal noch nicht aufgebaut und ein weiteres CD-Regal war noch nicht angebracht – wenn wir das vorher besser gewusst hätten. So lehnte ich erst einmal ab. Enttäuscht.

Es sollte dann nur noch der Papierkram erledigt werden und zwei Packer verschwanden schon einmal nach unten. Während der kurzen Wartezeit ratterte es in meinem Hirn und ich beschloss, doch zumindest das Kinderbett, den Tripptrapp, das Bobbycar und das Laufrad zusammen setzen zu lassen. Also kamen die Packer wieder hinauf und legten los. Sehr zur Freude des kleinen Mannes erst mit Bobbycar und Laufrad.

Problematisch war dann lediglich der Aufbau des Hochstuhls, denn niemand der anwesenden Männer hatte jemals so einen aufgebaut. Zwischenzeitlich saßen sie zu Dritt drumrum. *g*

Meine Gefühlslage stabilisierte auf „erleichtert“, weil nun schon das Gröbste aufgebaut war, der Rest der Verpackungen in sehr gutem Zustand war und dies auf wenig Kaputtgegangens innen drin schließen lies. Nach nur einer Stunde waren sie schon wieder weg und nun wirklich nichts mehr von unseren perönlichen Gegenständen irgendwo in der Weltgeschichte. Alle unsere Sachen befinden sich jetzt wieder mit uns an _einem_ Ort. Irgendwie fühlt sich das sehr angekommen an. Der Abschnitt geht jetzt wirklich unwiederbringlich zuende.

Den kleinen Mann fand ich dann hungrig in seinem Hochstuhl sitzend in der Küche vor, nachdem ich eine zeitlang träumend vor den Kisten gestanden hatte. Also gab´s schnell Resteessen und dann für uns beide eine Mittagsschlafstunde.

Danach musste unbedingt sein Bällebad, das der kleine Mann anhand der Originalverpackung identifiziert hatte, aufgebaut werden. Die Bälle wurden jeweils zu fünft in einem kleinen Eimerchen abtransportiert und währenddessen fing ich dann doch einfach schon an, auszupacken. Bettwäsche, Handtücher, Sommerkleidung obendrauf und Bücher, Spielsachen und Unterlagen drunter.

Dann warf der kleine Mann alle Bälle wieder aus dem Bällebad hinaus und als ich das nächste Mal ins Wohnzimmer kam, das eigentlich ein recht großer Raum ist (andere haben dadrin eine Essecke plus Wohnzimmer untergebracht), dies aber von den zwei Bällebadzelten plus Tunnel dazwischen und den ganzen Bällen ausgefüllt war, bekam ich sowas wie Beklemmungen und verspürte das dringende Bedürfnis raus einen Spaziergang machen zu müssen. Der kleine Mann musste ein wenig gewzungen werden, weil er logischer Weise eher noch weiter mit seinen „neuen-alten“ Spielsachen gespielt hätte, aber mir tat die Stunde in der Sonne an der frischen Luft sehr gut.

Zurück machte der kleine Mann sich daran die Bälle wieder zurück ins Bällebad zu befördern und ich mich daher wieder ans weitere Auspacken, so mit dem Gedanken, dass es mit der Geduld des kleinen Mannes eh bald ein Ende haben würde. Aber die hatte ich in dieser Hinsicht total falsch eingeschätzt. Zwischendurch kam der kleine Mann immer mal gucken und verfiel in Verzückungsausrufe beim Anblick seiner „neuen-alten“ Spielsachen. „Mama, guck mal!“ „Und hier auch noch was!“ „Gute Laune!“ Irgendwann beschloss ich dann noch das neue Bücherregal aufzubauen, als der kleine Mann das Bällebad erneut leerte, diesmal in der Küche. Dafür stellte ich noch ein altes, halbhohes Regal um (nachdem es leergeräumt war), verschob ein halbleer geräumtes hohes Regal und baute das neue auf. Beim Befüllen half der kleine Mann zu meinem Erstaunen fleißig und ausgiebig mit: Er reichte mir die Bücher an und ich sortierte ein, oder er stellte unten ein.

Na jedenfalls stehen von den dreißig Kartons jetzt nur noch viere unausgepackt da. Und bislang habe ich nichts kaputtes geborgen. Selbst die Caipi-Gläser, die brasilianischen Kunsthandwerk-Gegenstände, alles ist bisher heil geblieben. Meine Laune stieg und stieg und sackte ins Traurige beim Betrachten der lieben Erinnerungsstücke um wieder zu steigen, weil alles so gut geklappt hatte und noch lief um jetzt bei einem Hoch zu verbleiben. Bald ist Weihnachten.

Unsere Sachen sind alle wieder beisammen.

Ich muss nicht mehr irgendwo auf irgendwas verzichten.

My home is my castle.

Irgendwie.

Neuerdings.

Weihnachtliche Schnipsel

  • Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr ich die diesjährige Weihnachtszeit genieße und in vollen Zügen auskoste! Es ist die erste nach unserer Auslandszeit, also die erste kalte wieder, und noch obendrauf die erste voll bewusste für den kleinen Mann. Eine zauberhafte Zeit!
  • Der kleine Mann wächst zum fast ebenbürtigen Plätzchenback-Liebhaber neben mir heran und unterstützt mich nach Tat und Kraft und mit Ausdauer. Besonders gut gelungen bisher: die Vanillekipferl-Dukaten – die hat er mit einer Inbrunst im Vanillezucker gewendet. Vielen Dank an Kari für den Tip! 🙂 Heute saß er im Sandkasten und erzählte den anderen Kindern, dass er Plätzchen backe und zwar mit Zucker und Milch und Mehl.
  • Sonntagabends im Auto (nachdem er schon dem Nikolaus gegenüber gestanden war und ein kleines Geschenk überreicht bekommen hatte, was ihn sehr beeindruckt hatte): Ich erzähle ihm die Weihnachtsgeschichte (unsere Bilderbücher dazu sind noch unterwegs) woraufhin der kleine Mann fragt, ob er nicht das Christkind sein könne. *g*
  • Im Moment ganz doll angesagt, weil wir das nicht weihnachtliche Buch aus der Stadtbibliothek ausgeliehen haben, in dem sich eine DVD versteckte, auf der die Buchgeschichten von einem Puppenspieler sehr schön und nett gemacht nachgespielt werden:
  • Dann noch eine Leseempfehlung für die Weihnachtsstimmung ohnegleichen beschrieben von Frau Antonmann.
  • Hach, ich weiß noch gar nicht, wie es sich wohl anfühlen mag, wenn die Weihnachtszeit plötzlich vorüber sein wird und das Plätzchen backen und basteln wieder weniger wird…
  • Morgen nachmittag kommen übrigens endlich unsere Umzugskartons aus Brasilien hier bei uns an. Ich weiß noch nicht genau, ob ich mich darüber so kurz vor Weihnachten nun doppelt freuen soll oder ich sie in eines unserer drei Zimmer stellen lasse und dann den Schlüssel bis zum Neuen Jahr einfach von außen rumdrehe… Hängt wahrscheinlich auch von dem Zustand der Kartons ab… Ich bin schon gespannt. Und damit wären wir dann wohl ganz hier. *seufz*

Marathon

Einkaufsmarathon: Freitag Ikea mit Freundin und kleinem Mann, ca. 3 Stunden. Heute Riesen-Supermarkt und Riesen-Tierfutterhandeleinkauf allein, 2 einhalb Stunden und so viel Geld los wie bisher noch nie in meinem Leben für reine Lebensmittel. Wird aber nicht an gestiegenen Preisen gelegen haben, sondern an gnadenlos ausgenutztem Platz im Mietwagen – Großeinkauf deluxe.
Ikeaaufbau und großmütterliche Geburtstagsfeier am anderen Ende von NRW noch irgendwann heute dazwischen.
Und bei Euch dieses Wochenende so?

Vom Vermissen

Hallo Sonne?!

Es ist gleich zwanzig vor neun und wir müssen in einer dritten Etage wohnend immer noch die Lichter an lassen. Ich finde das abendliche frühe Dunkelwerden gar nicht so schlimm, immerhin wurde es in Brasilien, Sao Paulo, die Winterhälfte über auch immer schon um 18h duster, konstanter zwar wegen dem Breitengrad auf dem es liegt (und im Sommer übrigens immer schon um spätestens 20h…), aber irgendwie immer noch früh. Aber morgens war es dann doch auch im Winter immer um 7h hell. Und klar, es gab auch einmal dustere und graue Phasen im Winter, und den letzten September haben wir verzweifelt und umsonst auf ein schönes sonniges Wochenende vor unserer Rückwanderung gewartet, damit wir noch einmal an den Strand fahren konnten, aber zwischendurch in der Woche gab es durchaus sonnige Tage. Nun gut, der letzte sonnige Tag liegt jetzt hier wo wir aktuell wohnen noch nicht sooo lange zurück. Es war Sonntag. Aber dieses schmuddelige Einheitsgrau ohne jegliche Abstufungen und Konturen in der Wolkendecke, das ist jetzt auf die Dauer doch ein wenig nervend. Jawoll! Ich liebe auch einmal graue Tage dazwischen und im November vor allem die stürmischen, wenn der Himmel alle möglichen Grauschattierungen zeigt (in Sao Paulo war es kaum mal windig), als wenn man das umgekippte Meer der Nordsee am Himmel sähe, also Wellen von unten. Aber dieser einheitliche Grauton des Dezembers, den mag ich nicht. Der ist nur zu ertragen, wenn es auch mal schneit…

Was ich in geraumer Zukunft mal sehr vermissen werde, wird die Baustelle sein. *seufz* Das Gebäude ist mittlerweile ganz abgerissen bis auf Reste an einem anderen Gebäude, die jetzt quasi von Hand abgetragen werden müssen. Außerdem wird das Geröll nun abtzransportiert und auf Container gebaggert und bestimmt wird noch irgendwas Neues auf dem dann freien Gelände erbaut werden. Also noch ist nicht recht abzusehen, wann es hier nichts mehr zu sehen geben wird, aber der Tag wird für den kleinen Mann traurig werden, ganz bestimmt. Für mich dann auch. So kann ich nämlich noch einmal mit dem Laptop auf dem Bauch zurück ins Bett. Der kleine Mann sitzt auf einem kleinen Kindersessel in der Küche am Baustellen-Panorama-Fenster und verfolgt jede Veränderung. Das macht er mehrmals täglich, ganz ruhig dort sitzen und nur zuguckend. Pause machend. Auch wenn wir Zwei uns mal gestritten haben nach einem Trotzanfall oder so, verzieht er sich dorthin und macht einen Moment Pause. Diese Ruhe zwischendurch wird mir fehlen, irgendwann. Da nehme ich die dezente Lärmbelästigung der Baustelle doch gern in Kauf. *g*