Kind spielt!

Ich räume im Schlafzimmer vor mich hin (9 Kartons haben wir noch und Platz höchstens für 0…), der große Mann frisch geduscht noch tropfend und mit Handtuch um telefoniert mit den Eltern und der kleine Mann prüttelt was in der Küche woraufhin ich alarmiert den großen Mann in seinem Telefonat unterbreche und frage, was das Kind mache, denn er müsste es von seinem Standpunkt einsehen können. Kopfnicken. Kurze Zeit drauf präsentiert mir der kleine Mann seine weihnachtlich neue Dup.lo-Bahn, die durch Katzenstreu-Steinchen blockiert ist.

Ah ja, Kind spielte. Fein.

(Wenn hier dieser chaotische Zustand noch länger andauert, explodiere ich wahrscheinlich. Oder sowas in der Art.)

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5 Gedanken zu „Kind spielt!

  1. Immer ruhig Blut!

    Der mangelnde Platz ist doch eine gute Motivation, lange nicht gebrauchtes auszurangieren und einen kostenlosen Basar vor der Haustür zu veranstalten. (Haben meine Nachbarn vor ein paar Wochen gemacht. War nett zu beobachten, wie schnell alles verschwunden war.)
    Ich hab aber gut reden als halbe Messie die auch alles aufhebt, weil man es noch gebrauchen könnte, sollte mich eigentlich schämen solchen einen Vorschlag zu machen. Ändert aber nix dran, ich find den Vorschlag trotzdem gut. 🙂

    Meine Ma wurde erst aufmerksam, wenn ihre jüngsten Kinder sehr leise wurden, dann vermutete sie, dass ihre Sprösslinge gerade etwas ausbrüteten, was ihr nicht genehm war.

    Wenn es ganz schlimm kommt, dann denk dran wie Du die schlimme Entführung in Rio mit unbeschreiblicher Ruhe gemeistert hast. Jedenfalls habe ich Deinen Bericht so verstanden. Diese Kraft und Ruhe, die da zur Verfügung stand ist Dir auch auch in dem normalen Alltag gegeben.
    Ein- zehnmal tief durchatmen und dann geht es schon etwas besser.

  2. Mutter schließt sich den Ausführungen der rotegraefin an und meint auch: Immer ruhig Blut!!!
    Ich erinnere bei deiner Geschichte gerne eine, die meine Mutter, deine Großmutter immer erzählte:
    Sie war beschäftigt, – dein, damals kleiner, Onkel kam Weintrauben verspeisend an, wies auf die Toilette und meinte: Hab ich schon abbewascht!
    Ich hoffe, das Katzenstreu ist nur mit der Bahn befördert worden?!
    Liebe Grüße
    Mutter

  3. Ihr habt ja recht, nur im Prinzip ging es mir gar nicht um den Einfall des kleinen Mannes, sondern mehr um die Nichtwahrnehmung des Vaters, die mich in dem Moment auf die Palme gebracht hat.

  4. Das kann ich wiederum nur zu gut verstehen.
    Ich habe auch noch kein Patentrezept dafür, wie diese Herzchen, die man einmal so geliebt hat, dass man ihnen bis an das Ende der Welt gefolgt wäre und wie in Deinem Falle auch ist, aus ihrer Elefantenhaut dicken emotionalen Verschalung lösen kann.
    Ich bin auch für die Emanzipation des Mannes. Da kann Frau ihm bei helfen.
    Es hat mir mal sehr geholfen, ein Bild zu entdecken bei Watzlawick, dass die Frau wie ein Kreis mit nur einem Mittelpunkt strukturiert sei und der Mann wie eine Elypse, die zwei Zentren hat. Ein Mann muss also erst von einem Zentrum auf das andere umschalten um entsprechend reagieren zu können. Eine Frau braucht nur eine Drehung zu machen und bleibt immer im Mittelpunkt.
    Also der große Mann konzentrierte sich das Gespräch mit seinen Eltern, daneben Kind spielt und Frau räumt auf.
    Frau und Mutter mit feinen Sensoren ausgestattet fühlt sich durch Geräusche aus der Küche alarmiert, vermutlich aber auch allein gelassen mit der Überlegung wohin mit dem ganzen Kram?
    Kann man zu der Situation auch sagen kleiner Mann und großer Mann genussvoll beschäftigt und Frau frustriert, keiner nimmt sie wahr in ihrem aussichtslosen Bemühen Ordnung zu schaffen?

  5. Och nö, nicht so richtig allein gelassen, denn vorher hatte der große Mann noch neue Regale angebohrt (was ich nur sehr sehr ungern übernehmen würde) und ebenfalls eine „seiner“ Kisten ausgeräumt. Allerdings bin ich schon für die „große“ Weltordnung zuständig, weil der große Mann nun in der Woche arbeitet und sich dann am Wochenende schon auch sehr auf einen ausgiebigen Spaziergang mit dem kleinen Mann freut, was dann nach dem Telefonat anstand. Kommt ja in der Woche deutlich weniger raus an die frische Luft als ich – passt also grad schon, finde ich.
    Nur trotzdem bleibt es mir ein riesiges Fragezeichen, wie man schon hinsehen kann und doch nicht wahrnimmt, was man da sieht…

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