Der Frühling!

Hier auch! Frau Mutti bat um Fotos von Frühlingsboten, ich fotografierte schon am Mittwoch, aber kam noch nicht dazu, sie hoch zu laden. In Ermangelung eines eigenen Gartens habe ich die ersten Blümchen auf den Wiesen an unserem (fast) täglichen Weg ausgewählt und es mir erspart, die Knospen der Magnolie auf zu nehmen. 😉

CIMG9717.JPGCIMG9719.JPGCIMG9721.JPG

Advertisements

Demotivierend

… sind manche Rezepte bei der Angabe der Zubereitungszeit – oder ich einfach immer viel zu langsam. *seufz*

Oder die Zubereitungszeit schließt die zwischendurch erfolgende direkte Müll- und Aufräum- sowie Putzzeit nicht mit ein und man müsste wie ein „Mann“ 😉 kochen, damit man es innerhalb der Zeitangabe schafft?

Hilfreich wäre auch eine genauere Angabe als nur „große Pfanne“ zu schreiben – ich habe dann mal den Wok hervorgeholt, grundgereinigt (seit wir zurück sind, noch nicht wieder benutzt und mal ehrlich unser italienischer Untermieter hat zumindest in der Küche alles, wirklich alles mal benutzt (Saftpresse, Küchenmaschine, Toaster, Wok, vom Backofen ganz zu schweigen), aber irgendwie hat das mit dem Reinigen nicht sooo geklappt.

Es gab Wirsing-Quarkspätzle von dort. Lecker.

Handfeger versus Tischfeger

Jeden Morgen wenn ich den Handfeger benutze um die Katzenstreu-Krümel zusammen zu kehren, zaubert sich ein Lächeln auf mein Gesicht. Ich denke dann an Brasilien und unsere F. und den Gärtner an einem schönen sonnigen und warmen Morgen in Brasilien. Der Gärtner war zum ersten Mal bei uns und ich hatte ihm den Handfeger raus gelegt, den er erst gar nicht benutzen wollte. Als er vorne mit dem Zusammenfegen fertig war, gab er F. den Handfeger wieder mit hinein und sagte ihr ganz behutsam, dass er diesen auch quasi gar nicht, nur ein bißchen, benutzt habe und sie ihn drinnen jetzt wieder haben könne. F.s Gesicht dazu war göttlich erstaunt und angeekelt zugleich; denn in Brasilien gibt es in dem Sinne gar keine Handfeger, sondern nur _Tisch_feger. Die Dinger sehen genauso aus wie unsere Handfeger, heißen aber Tischfeger und werden nur dazu benutzt, die Speisekrümel vom Tisch zu fegen. Ergo fegt man mit den Tischfegern nicht über den Boden und schon gleich gar nicht draußen. Außer eben in unserem deutschen Haushalt, aber das konnte der Gärtner natürlich nicht wissen und ich hatte bis zu dem Moment auch schon wieder vergessen, dass Tischfeger auf dem Boden Tabu waren und verstand so erst im Nachhinein, warum der Gärtner den Handfeger erst nicht annehmen wollte.

Und jetzt könnt Ihr und Sie Euch bestimmt die Geschichte quasi andersrum vorstellen: An einem der ersten Tage F.s bei uns, als ich sie sah, wie sie mit dem Handfeger die Frühstücks-Krümel vom Tisch fegte… Nachdem ich zuvor schon ca. 7 Monate lang die Katzenstreu-Krümel vom Boden zusammen gefegt hatte. Nach einer Erklärung hat sie das natürlich nie wieder gemacht.

E k e l h a f t

Kommen gerade von einem Spielplatz in einem nicht sooo tollen Stadtviertel dieser Stadt.

Jetzt dreht sich eine Waschmaschine mit Hose, Strumpfhose, Body, Pulli und Jacke des kleinen Mannes. Oben auf der tollen Tunnelrutsche hatte nämlich jemand Pi.pi gemacht. Habe ich leider zu spät bemerkt, da saß der kleine Mann schon drinnen. Obwohl ich noch einen Großteil mit Taschentüchern beseitigt habe. Er ist dann auch noch einige Male gerutscht, es hat einfach zu viel Spaß gemacht und den ihm zu verderben…

Der Gestank haftet an uns so intensiv, dass ich gar nicht mehr weiß, wie los werden. Der kleine Mann steckt übrigens grad in der Badewanne.

Gestern im Schuhladen oder so auch nicht

Auch gestern noch im Schuhladen erlebt und mich zwar nicht wie Ami gefragt, was das Geheimnis liebevoller Beziehungen ist, sondern was bei dem mir „belauschten“ Pärchen wohl in all den Jahren dazu geführt haben mag.

Sie stritten sich allerdings nicht, er war ruhig, freundlich, ein wenig albern vielleicht, sie nörgelnd, drängelnd und ungeduldig genervt. Beide über 60 Jahre. Er sollte neue Schuhe bekommen und probierte nicht „richtig“ an. Sie: „Hooohoooorst, jetzt steh doch mal auf.“ Außer als in genervtem Tonfall konnte sie leider nicht mit ihm reden, was nicht schön anzuhören war, aber er blieb dabei erstaunlich ruhig.

Ich schimpfte irgendwann mit dem kleinen Mann, weil er begann, Gumm.istiefel aus dem Regal zu pfeffern und war dabei tatsächlich direkt ein wenig „fest“, weil ich merkte, dass er grad kippte und drohte übermütig zu werden. Darauf Kommentar vom „Hooohooorst“: „Ach, wenn´s schlimmeres nicht ist.“ – Womit er ja auch eigentlich recht hatte, sie dann sofort: „Hoohooorst“, misch Dich nicht ein, wenn die Mutter was zu ihrem Kind sagt.“ Und schenkte dem kleinen Mann eine kleine Tüte Gummibärchen.

Ich weiß selber, dass ich ebenfalls dazu neige, nörgelig zu werden. Über den Tag stauen sich manchmal viele kleine Dinge auf, die sich dann irgendwann nicht anders zu entladen wissen, denn jede Situation für sich ist es eigentlich gar nicht wert. Das hat meist mit von mir angenommenen Verhaltens-Erwartungen zu tun. Nur wenn ich meine Erwartungen nicht formuliere, dann muss ich mich nicht wundern, wenn sie enttäuscht werden. Und dann sollte man wohl mit Veränderungen immer zuerst bei sich selber ansetzen, als zu versuchen, andere zu verändern. Alles andere ist zu mühselig und aufreibend. Dazu gehört wohl auch, den anderen so anzunehmen, wie er ist.

Übrigens: Anführungszeichen gab´s heute gratis. 😉

Kinderturnen die Zweite

Heute habe ich die anwesenden Mütter zur Abwechslung mal amüsiert.

Der kleine Mann bestand darauf, dass ich auch eine „Schlängelstraße“ entlang balancierte. Das waren aneinander gelegte Softbausteine, drei Stück, jeweils in Form eines Halbkreises. Beim ersten Mal noch zierte ich mich ziemlich, besteht doch die Aufgabe der Mütter und wenigen Väter (heute gar keiner) in dem Kreis darin, ein wachsames Auge auf den Nachwuchs zu halten, sich zu unterhalten, einzuschreiten, wenn es notwendig ist und ansonsten mehr oder weniger dekorativ im Raum rumzustehen.

Ehrlich gesagt, das Balancieren war jetzt nicht sooo einfach wie gedacht, weil ich mit meinem Erwachsenen-Gewicht natürlich viel mehr als die Kinder in den Softteilen einsackte. Ich schwankte erheblich, aber kam am Ende ohne Unfall an. War für den kleinen Mann belustigend.

Als mich der kleine Mann einige Zeit später erneut noch einmal aufforderte, nahm ich direkt an, wusste ich doch jetzt, was mich erwarten würde. Und lief dementsprechend wohl zu lockerlässig, so dass ich nach drei Schritten wild mit den Armen rudernd und einem Teilstück umkippend dem Boden küsste nahe kam. Aber ich glaube, der kleine Mann wird mich in Zukunft nicht mehr animieren. Hat auch was Positives.

Vom Bloggertreffen in Düsseldorf

So, nun also noch einmal die „Langversion“ des freitäglichen Abends mit den Bloggerinnen Tanja, Frau…äh…Mutti, Tante Liesbet mit Mann, Eva und Claudia mit Mann und Kind sowie einer Blogleserin, Barbara.  Überraschungsgäste tauchten nicht mehr auf.

Der Star des Abends war ganz eindeutig die Lütte von Claudia und ihrem Mann. 🙂 Ich glaube niemand sonst ist länger und mit strahlenderen Augen angesehen worden, sie ist wirklich enorm süß!

Auf dem Hinweg zu dem Treffen dachte ich noch, dass wenn der kleine Mann in 12 + x Jahren in ähnlich miserabler und angeschlagener Erkältungsverfassung wie ich an diesem Abend war, sagen würde, dass er jetzt _unbedingt_ noch auf ein Stündchen in die Stadt müsse, um sich mit lauter „Fremden“, die er im Internet kennen gelernt hat, in einer Cocktail-Bar zu treffen, ich mich bitte an genau diesen Freitag Abend wieder zurück erinnern muss. Ich glaube, meine Mutter hätte mir das verboten. 😉

Nun, aus dem einen Stündchen sind ja dann fast viere geworden und die fühlten sich irgendwie gar nicht so lang an.

Thematisch drehten wir uns ums Bloggen und dessen Funktionalitäten im teschnischen wie im sozialen Bereich und den schier unbegrenzten Möglichkeiten im kreativen Bereich. Von da aus kamen wir dann auf die technische Industrialisierung und die Spuren der Weber in NRW, um dann bei Generationen-Unterschieden, Dönekens aus dem eigenen Leben und zu allerletzt auch bei wichtigen Frauenthemen zu landen. 😉 By the way: Ich vermisse zurück in Deutschland ja sehr sehr die praktischen Handduschen an den Toiletten aus Brasilien…

Erkenntnisse des Abends:

  • Es ist furchtbar spannend, die Stimmen hinter lieb gewonnenen Blogs kennen zu lernen.
  • Tut gut, sich mit anderen „Infizierten“ über das Bloggen und darüber hinaus auszutauschen.
  • Man kann Frau Mutti ihre sich angeschriebene Schüchternheit tatsächlich abnehmen.
  • Man findet immer noch mehr mögliche Themen, über die man sich mit eigentlich völlig Fremden austauschen kann.
  • Und man hat dabei sogar noch ziemlich viel Spaß.
  • Ich kann mein Verlangen nach exotischen Früchten mit Cocktails ziemlich gut vorläufig zufriedenstellen.