Unglaubliches geschah am letzten Freitag

Eine sehr liebe Freundin noch aus der Zeit in Brasilien (sie war mit ihrer Familie auch als Expats in Sao Paulo) war mit ihrem kleinen Sohn bei uns zu Besuch. Das letzte Mal haben wir uns im Dezember gesehen. Sie wohnen ja glücklicher Weise wieder nicht allzu weit entfernt. 🙂

Der kleine Mann kennt sie und ihren Sohn seit seinem 4. Lebensmonat ungefähr und ich mag sie so sehr, dass ich den kleinen Mann auch schon einmal ohne zu zögern zu ihr in Obhut gegeben habe.

Am Freitag nun saßen wir Frauen sage und schreibe etwas mehr als 4 Stunden in der Küche zusammen und haben uns über Gott und die Welt und unsere Familien im Besonderen unterhalten und quatschten und quatschten und konnten Satz um Satz ohne Unterbrechung austauschen. Und das lag nun nicht etwa daran, dass der große Mann noch da gewesen wäre und die beiden Jungens bespaßt hätte, sondern einfach daran, dass diese Zwei sich ganz wunderbarst verstanden haben! Wir haben die Zwei nicht einmal streiten gehört, es wurde nicht einmal handgreiflich zwischen den Beiden und wir mussten genau einmal moderieren, wer wann wie auf das Bo.bbycar könne. Ansonsten wurde gespielt und zwar *kurzeunterbrechungfürtrommelwirbelundtuschimhintergrundalsankündigung-kanndasjetztnocheinerlesen?!* 😉 z u s a m m e n.

Die Zwei sind beide noch keine 3 Jahre alt!!!

Für uns beide als Mütter mit diesen Jungen war das die Premiere und Attraktion schlechthin! Gegenseitig klopften wir uns auf die erzieherischen Schultern und saßen ganz entspannt und vollkommen seelig lächelnd auf den Küchenstühlen und sahen und hörten unseren Kindern aus der Ferne zu, bzw. schauten total verzückt, wenn sie mit Spielzeug zur Demonstration auch einmal in der Küche vorbei kamen. Zwischendurch diskutierten wir über brasilianische und deutsche Erziehungsstile und klopften uns wiederholt Sie wissen schon wohin. 😉

Am Wunderbarsten war es zum Ende hin, als die Zwei zum wiederholten Mal an diesem Nachmittag sich eine Eisenbahn-Schlängelstrecke gelegt hatten – dies Mal für uns gut einsehbar im Flur vor der Küche – und nun eine Lok mit jeder Menge Männchen drauf zwischen sich hin und her fahren ließen. Also der Eine saß am einen Ende der Strecke, der Andere am anderen, sie setzten die Lok immer wieder um nachdem sie die Männchen neu drapiert hatten. Der kleine Mann brauchte einmal wegen einiger „Unfälle“ ein wenig länger und vom anderen Ende tönte es wiederholt total nett „wo bleibt denn nur der Zug?“ oder noch netter „wann kommt denn eeeeeendlich der Zug?“, aber der kleine Mann ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen, versuchte weiter mit einer erstaunlichen Ruhe die Figürchen so zu drapieren, wie er sich das vorgestellt hatte, und vollendete dann irgendwann sogar den Satz von drüben. 🙂

Meine Güte, das war ein entspannter Nachmittag und spontan auch noch früher Abend zusammen! Wir mochten die Kinder gar nicht aus ihrem Spiel trennen, so schön war das anzusehen. Ein wenig davon hat dann sogar noch der große Mann mitbekommen, der jetzt wahrscheinlich wieder der Ansicht ist, dass es sich Hausfrauen doch ganz schön gut gehen lassen. Bin mal gespannt, wie lang ich da jetzt gegen reden muss, bis das Bild wieder korrigiert ist. *g* 😉

Ich hoffe, Sie nehmen das Letztgeschriebene jetzt nicht ernst. Ich versuche nur mal ein wenig witzig zu sein, was ich aber eigentlich gar nicht bin. Ich kann mir zum Beispiel nicht mal einen Witz merken, noch nicht einmal in meinem Leben ist mir das gelungen. Und da bin ich das Witzigsein auch einfach nicht gewöhnt. Eher das Albernsein.

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Ein Gedanke zu „Unglaubliches geschah am letzten Freitag

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