Umgang mit Schimpfwörtern

Nun ist der kleine Mann ja schon ein kleines Weilchen im Kindergarten und bringt nun so langsam die ersten Schimpfwörter mit ins Haus. Bisher hat er sie uns gegenüber noch nicht direkt angebracht, er brabbelt die manchmal so vor sich hin, gestern noch hat er mit drei Freunden zusammen gesessen und sie haben sie lachend und giggelnd „Blödkopp“ gegenseitig genannt. Wir dazugehörigen Mütter haben das einfach mal überhört, weil sie es ja nicht wirklich abwertend gemeint haben, sondern sich köstlich amüsiert haben. Außerdem waren sie ein wenig von uns entfernt, so dass das Überhören auch ganz gut geklappt hat. Eine der Mütter erzählte dann aber, dass ihr Sohn auch deutlich schlimmere Wörter aus dem Kindergarten mit nach Hause brächte, z.B. das Wort mit dem A vorne und dem F in der Mitte. Ihre Strategie ist es, diese Worte zu überhören, denn die Kleenen kennen ja in dem Alter (3 Jahre und ein paar Zerquetschte) die eigentliche Bedeutung noch nicht und sie wolle nicht in Erklärungsnöte kommen.
Ehrlich gesagt, habe ich mir bis dato noch keine Gedanken zu diesem Thema gemacht, doch bei dem beschriebenen Umgang mit den bösen Wörtern bleibt bei mir ein Bauchziehen zurück.
Wie gehen denn Sie da draußen mit den Schimpfwörtern um? Was wird überhört und was wird sanktioniert und wie?

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Keine Prinzessin

Jetzt ist es also klar: Ich bin keine Prinzessin. Zumindest keine auf der Erbse.

Gestern Abend legte ich mich ziemlich sehr müde schlafen, dachte bei Berührung des Kopfes mit meinem Kopfkissen, irgendetwas stimmt hier nicht. Doch konnte ich mich schon nicht mehr dazu durchringen, es anders auszurichten, da ich ruckzuck eingeschlafen war.

Heute morgen stellte ich dann fest, dass ich die Nacht auf meinem Kopfkissen geschlafen hatte unter dem sich noch das Gute-Nacht-Buch vom kleinen Mann befand. Als Andenken daran begleitet mich schon den ganzen Tag ein verspannter Schulter-Nacken-Bereich.

Wenigstens so ein klein bißchen „Prinzessin auf der Erbse“ zu sein wäre ja nicht verkehrt. (Autsch.)

3.+4. Kindergartenwoche

Die dritte Kindergarten-Woche war geprägt von einem Wechsel aus guten und absolut schlechten Tagen. Sehr zu unserer Sorge verstand sich der kleine Mann vor allem mit den anderen Kindern nicht und haute einfach oft nur um sich. Es versetzte uns um so mehr in Sorge, weil wir dieses Verhalten vom kleinen Mann so überhaupt gar nicht kennen. Er ist auf dem Spielplatz und im Freundeskreis eigentlich immer derjenige, der einsteckt, aber nicht von sich aus austeilt, sich aber durchaus schon mal wehrte. Sonstige Aggressionen ließ er Daheim an uns aus, was aber in letzter Zeit auch gar kein Thema mehr war. Es hatte sich eine zeitlang vom Hauen auf Schreien verlagert, um in den letzten Wochen auf ein ganz und gar unauffälliges Maß zurückzugehen.

Dazu kam, dass wir uns auch als Eltern an die Erzieherinnen gewöhnen mussten. Immerhin muss auch ich zu ihnen und ihrer Einschätzung Vertrauen entwickeln können, denn zum ersten Mal im Leben des kleinen Mannes sind ich oder der große Mann nicht mehr an seiner Seite und erfahren Dinge über ihn aus zweiter Hand. Klar habe ich den Erzieherinnen schon geglaubt, was sie über das Verhalten vom kleinen Mann erzählten. Es kamen schon andere Kinder aus seiner Gruppe beim Abholen auf mich zu und erzählten mir auch vom unnetten Betragen. Es schien, als wenn sich der kleine Mann gerade in eine Aussenseiterrolle manövrierte. Das hinterlässt natürlich gerade bei uns Eltern einen Stachel im Herzen. Unsere Möglichkeiten ihm dort herauszuhelfen sind so … schwach. Auf der anderen Seite hatte ich zu den Erzieherinnen erst nicht genug Vertrauen, dass sie ihm da heraus helfen können und dazu die richtigen Maßnahmen ergreifen. Der kleine Mann musste jeden Tag zum Gang in den Kindergarten überredet werden, es mussten Tränen Daheim getrocknet werden. Vor Ort erlaubte er sich keine Tränen mehr.

In dieser dritten Woche hatten wir als Eltern sehr sorgenvolle Gedanken und stellten das pädagogische Konzept (Reggio), was von den Kindern direkt sehr viel Verantwortung verlangt und jede Menge neue Regeln mit sich bringt, die Erzieherinnen und damit diesen Kindergarten an sich in Frage und machten uns erste Gedanken über andere Möglichkeiten. Doch zum Ende der dritten Woche konnte ich ein gutes und herzliches Gespräch mit der Leiterin der Gruppe führen und fasste wieder neues Vertrauen.

Alles in Allem war die vierte Woche für uns als Eltern ein Meilenstein hin zum Positiven: Der kleine Mann hat wieder zurück zu einem normalen, netten und sehr fürsorglichen und helfenden Umgang mit den anderen Kindern gefunden. So wie wir es von ihm kennen. Das erleichtert uns sehr. Außer dem letzten Freitag gab es keinen Tag, an dem er gerne in den Kindergarten gegangen wäre, aber gut, das wäre wohl noch zu viel verlangt.

Die Erzieherinnen haben es nach wie vor noch nicht leicht mit ihm. Sie sind noch nicht zu ihm durch gedrungen. Ich sehe nicht, dass er dort in einer der Erzieherinnen eine Bezugsperson gefunden hat. In der ersten Woche war ich mir sicher, dass er sich die Berufspraktikantin ausgesucht hatte, verließ er mich am dritten Tag im Morgenkreis doch, um sich lieber neben sie zu stellen. Allerdings kann sie anscheinend auf Grund ihrer Stellung und vielleicht auch wegen noch fehlender Erfahrung diese Rolle nicht für ihn ausfüllen. Ich sehe da nicht viel zurück kommen. Und das tut mir natürlich sehr für den kleinen Mann leid. Ich denke, es ist mit ein Hauptproblem. Er hat es schwer, sich dort anzupassen. Sucht er doch eine besondere Stellung, besondere Aufmerksamkeit in der Gruppe der Kinder. Die Erzieherinnen müssen immer ganz nah an ihm dran sein, sonst sucht er sich „Scheißelkram“ aus. Draußen allerdings fällt er gar nicht auf, sucht sich selbständig seine Sachen zum Spielen, spielt mit den anderen Kindern und ist einfach nur glücklich. Drinnen sprengt er viele gemeinsame Aktivitäten und meistens das Mittagessen. Er kippt dann zum Schluss sein Wasser erst in seinen Teller und bei Verwarnung noch eben das der Nachbarn in deren Essen, ob nun fertig oder nicht. Dieses Verhalten veranlasste die Leiterin der Gruppe schon letzten Dienstag dazu, mit mir für diese Woche ein Erziehungs-Gespräch zu vereinbaren. Ich bin schon gespannt.

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… zerbeulte cm gilt es auszumisten und im besten Falle irgendwie aufzulösen.  (Und sei es dies nur vor den Augen des großen Mannes. 😉 )

Von mir liebevoll meine „Oma-Kiste“ genannt. (Klar weiß ich nicht, ob ich jemals Oma werde, aber „alte Frauen Kiste“ hört sich irgendwie nicht so sympathisch an.)

Dadrin verbergen sich Kladden voller Notizen, Gedanken, Kalender, Schulhefte. Alles Kram, der sich vor der Online-Zeit angehäuft hat. Keine Briefe, die haben ihren unverrückbaren Platz in hübschen weißen Kistchen.

Wie viel solchen Krames beherbergen Sie da draußen? Oder entsorgen Sie rigoros?

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Fertig! 🙂

Mindestens um die Hälfte reduziert. Eher etwas mehr.