Zwei mal zwei

… Nasenstropfen und Antibiotikum gab es heute beim HNO-Arzt für mich und den kleinen Mann, der damit das erste Mal in seinem Leben mit dieser Sorte Medikament in Berührung kommt. Nebenhöhlenentzündung, Unterdruck im Ohr.

Wir haben beide kein Fieber, dafür seit Wochen fies aussehenden Schnupfen in rauen Mengen (ich letzte Woche mit den Kopfschmerzen und dem Allgemeinzustand wahrscheinlich schon eine Stirnhöhlenentzündung), bißchen Husten. Ich höre wattig seit bestimmt drei Wochen, bin furchtbar schläfrig und habe einen miesen Kreislauf (was aber auch von der frühen Schwangerschaft kommen kann), während der kleine Mann quasi auf Normallevel läuft. Nachdem es bei mir heute wieder schlimmer wurde und sich auch wieder Kopfschmerzen ankündigten, habe ich uns kurzerhand nach Rücksprache mit dem Hausarzt beim HNO-Arzt angemeldet. Blöd nur, dass ich gegen Penicilline allergisch bin. So hat der Arzt ein wenig gebraucht bis er ein anderes Antibiotikum gefunden hatte, was auch in der Schwangerschaft unbedenklich ist. Hoffentlich vertrage ich dieses. Bisher ist mir nämlich noch keines besonders gut in Erinnerung geblieben… Und deswegen hatte ich mich so lange mit Hausmittelchen durch geschlagen. *seufz*

Unser HNO-Arzt war übrigens mal eine zeitlang in Belo Horizonte, Brasilien. Irgendwie erkennt man sich dann doch als „Ehemalige“. *schmunzel* Schön.

 

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Foto-Sortierung bei WP

Bei einigen meiner Einträge sind mittlerweile die Fotos „verzogen“, sprich es finden sich Fotos in den Einträgen, die so gar nicht zu dem Geschriebenen passen. (Wenigstens sind es meine!) 😉 Da ich einige private Fotos damals (zu Brasilien-Zeiten) unter Passwort veröffentlicht hatte, mache ich mir natürlich Gedanken, ob die so auch mal zum Vorschein kommen könnten. Der Support von WP konnte mir anscheinend leider nicht weiterhelfen, hat das Problem nicht verstanden, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall bekam ich irgendwann keine Antwort mehr.

Hat vielleicht jemand von Euch da draußen einen Tipp wie ich das wieder gradeziehen kann? Alles händisch? (Furchtbar!) Oder gibt es da vielleicht einen Trick?

Ein Beispiel.

Vormittags ein Engelchen…

… nachmittags ein Bengelchen. Könnte heute vielleicht das Tagesmotto werden.

Der kleine Mann ist heute den zweiten Tag Daheim. Er klagt zwar nicht über Kopfweh, hat auch kein Fieber, aber diesen grün-gelben Schnodder aus der Nase mittlerweile gepaart mit Husten konnte ich dann mit besserer eigener Verfassung nicht mehr übersehen. Ich bin auch noch nicht ganz wieder auf dem Dampfer, aber gut, was anderes kann man wohl nicht erwarten, wenn man schwangerschaftsbedingt nichts einnehmen kann oder sollte.

Der gestrige Tag ging verdammt schnell und unkompliziert rum. Er darf zwar deutlich mehr fernsehen als sonst – schließlich möchte ich ja, dass er vernünftig inhaliert – , aber auch ansonsten hat er phasenweise allein im Zimmer mit Lego gespielt, Bücher angesehen oder CD gehört und ausgeruht. Zusammen haben wir Fußball gespielt, jede Menge Gesellschaftsspiele gespielt, Bücher gelesen, ein bißchen geputzt, ein bißchen draußen gewesen (sonst fällt einem dann ja doch die Decke auf den Kopf), aber vor allem Schoko-Cookies von der Frau Barcomi gebacken, die backt er am Liebsten.

Stichwort Plätzchen: Was für grob gehackte Schokolade kann man eigentlich kaufen? Beim letzten Mal Plätzchen backen habe ich aus sehr guter Blockschokolade mühsam selber kleine Stücke mit dem Messer gehackt (und mir dabei eine kleine Blase geholt…). Dieses Mal hatte ich dann kleine Schokoladen-Tröpfchen gekauft. Doch das Ergebnis überzeugt mich nicht, denn diese sind nicht verflossen. Das Tolle an den vorigen Plätzchen waren denn auch die größeren Schokolade-Inseln, besonders noch ganz frisch nach dem Backen, so ein wenig flüssig. *hmmmm*

Beim Plätzchen-Essen ist der kleine Mann dann so eingeschlafen:

CIMG0924.JPGMittendrin. Zuerst hat er noch ein paar Bissen mit geschlossenen Augen verzehrt und ich bin los geflitzt den Fotoapparat holen, davon wollte ich gern ein kleines Filmchen drehen. Dafür war ich dann leider ein wenig zu spät. Zwischen 12.30h und 13.30h konnte er nicht einschlafen, als wir es zusammen versucht haben (normaler Weise macht er gar keinen Mittagsschlaf mehr). Auf dem Bild war es dann schon 15.30h und ich habe ihn dann nur 15 Minuten so schlafen lassen (damit er abends auch noch einschlafen kann) und drüber gewacht, dass er nicht abstürzte.

Heute morgen dann begrüßte er mich mit den Worten „Mama, ich kann jetzt nicht schlafen, ich habe dafür keine Zeit“, als ich ihn noch zu 5 Minuten kuscheln überreden wollte.

Als er vormittags allein in seinem Zimmer spielte, rief er irgendwann rüber, dass sein Zimmer gesaugt werden müsse, es sei dreckig. Er hatte beim Angeln nach einem Spielzeug unter seinem Bett eine Flusenmaus mitgefischt. *lach* Daraufhin hat er alles in seinem Zimmer aufgeräumt (!), ich ihm dann den Staubsauger geholt, er wollte alleine (!) saugen und ich habe ihm dann noch das Bett weggezogen, alle drunter gestrandeten Spielzeuge gerettet und er hat seelig Flusenmäuse weg gesaugt. Morgen dann unter unserem Bett. Oder hinter dem Sofa! 😉

Zum Mittagessen gab es dann Spinat, Kartoffeln, Ei _und_ Fischstäbchen. Richtiger Luxus hier. 😉 Danach hat er festgestellt oder besser abgezählt, dass wir hier Daheim die „lieben Zwei“ seien. (An wen er dabei dachte.)

Nach unserer Mittagspause, in der wieder nur ich einschlief, zeigt der kleine Mann ein ausgeprägtes Bewegungsdefizit des Vormittags, weigert sich aber noch nach draußen zu gehen. Dafür fliegt hier einiges durch die Gegend, in seinem Zimmer sind die Lego-Kisten ausgekippt und im gesamten Zimmer verteilt, grob unachtsam ist hier ein Milchbecher, seiner, durch die Küche gesegelt und dabei nur knapp am Laptop vorbei, unser Tisch weist ein paar Kritzel Gemaltes auf. Gleich wird er nach Draußen geschleift, ob er nun will oder nicht. 😉

Alles in Allem werde ich ihn arg vermissen, wenn er wieder in den Kindergarten gehen kann. Zum Glück ist das noch nicht morgen. 🙂

3x Kindermund

  • Der kleine Mann weiß um das Baby in meinem Bauch schon Bescheid. Schließlich soll er doch wissen warum ich „plötzlich“ seine 17 Kilo nicht mehr einfach so hochnehme um sie z.B.  in den Fahrradsitz zu hieven. Als letztens Besuch kam dann folgendes: „Mama, nimm bitte mal kurz das Baby aus dem Bauch. Zeig es mal!“ Ein guter Geheimniswahrer ist er noch nicht. ;-)(Natürlich hatte ich ihm das auch nicht auferlegt. Ich war davon ausgegangen, dass er es kaum beachtet.)
  • Die Oma kommt zu Besuch und hat für den kleinen Mann eine Kleinigkeit aus dem Garten mitgebracht, Physalis-Lampions zum Basteln. Für mich hatte sie auch ein kleines Geschenk mitgebracht, sogar eingepackt. Ich legte es erstmal beiseite. Der kleine Mann kam um die Ecke, sah das schön verpackte Geschenk, nahm es und sagte zur Oma: „Ach Oma, schau mal, ich habe hier auch noch was Schönes für Dich!“
  • Wir sitzen im Auto der Oma. Aus dem Radio dudelt ein Special Robby Williams (1Live) nach dem Anderen. Der kleine Mann: „Oma, in Deinem Auto hast Du aber coole Musik.“

Auflösung der Wartezeit

Beschweren Sie sich bei meiner gestern nachmittag angeflogenen Stirnhöhlen-Entzündung, dass Sie auf die Auflösung warten mussten.

Einige haben in den Kommentaren schon ganz richtig getippt: Ich bin schwanger!

6.Woche, also noch ganz früh, für viele zu früh um schon drüber zu schreiben.

Ehrlich gesagt, habe ich Sie auch noch länger warten lassen, als ich dann schlussendlich selber musste. Ich habe die 10 Tage Wartezeit selber nicht geschafft, denn letzte Woche Mittwoch und Donnerstag, da hatte ich Kontraktionen, die ich erst noch für Kindsbewegungen hielt (und ganz schön entsetzt war, wie ich sooo lange nichts hätte von einer Schwangerschaft mitbekommen können) bis diese so stark waren, dass ich das Gefühl hatte, ich hätte einen Stein verschluckt. Da sich nun aber seit gestern die Übelkeit eingestellt hat, die Kontraktionen verschwunden sind, traue ich mich nun doch schon drüber zu schreiben.

Wir sind sehr glücklich, haben wir doch nun über 12 Monate darauf gewartet!

(Nachdem es beim kleinen Mann sofort geklappt hatte, können Sie sich vielleicht unsere Unruhe und meine vielen Enttäuschungenz wischendurch vorstellen. Auch hatte ich jetzt soeben wieder angefangen mich zu bewerben.)

Bitte halten Sie mir die Daumen, dass die Übelkeit in der zweiten Schwangerschaft nicht so schlimm wird wie in der ersten! Das war nämlich … eine Tortur nur mit kurzen Pausen bis zum Ende.

Blödtag

  • Ich bin hundemüde, den ganzen Tag, trotz Sonnenscheins hier. Außerdem ist mir eisekalt und es kratzt im Hals. Mal sehen, was ich mir da eingefangen habe…
  • Das Kind hat evtl. Blasenentzündung. Seit heute nachmittag ca. 14h zwei mal nass gemacht. Plus drei Mal zur Toilette.
  • Ein Mal nass machen war mitten auf dem Friedhof. Ca. 5km von Daheim entfernt. Nachdem wir die eine Wechselwäsche schon aufgebracht hatten natürlich. Bei um die 12 Grad und ohne Auto (haben wir ja gar nicht), ohne Fahrrad, sondern mit den Öffentlichen.
  • Trödelitis und Ablenkitis des kleinen Mannes haben uns heute bestimmt eine Stunde gekostet. Und das bei meinem angeschlagenen Körper, der zu akuter Reizbarkeit neigte und  heute ein ausgeprägtes Defizit an Geduld und Nerven aufwies, wuchs sich zu einer explosiven Mischung aus. Man kann sich dann ja umgehend selber nicht leiden, was die Sache aber nicht automatisch besser oder einfacher macht.
  • Wenigstens haben wir zu Hause die Kurve wieder gekriegt, eine gemütliche Badewannen-Runde eingeschoben und die gute Stimmung auch über das Abendbrot mit anschließendem Zähneputzen nicht verloren, da Harmonie pur angesagt war. Ich glaube, der kleine Mann wird immer besser im Rücksichtnehmen und Verständnis, wenn es jemand anderem nicht besonders gut geht. Jetzt muss nur noch ich lernen, mein Unwohlsein eher zu kommunizieren und ihn aktiv um Mithilfe zu bitten.
  • Ich werde den heutigen Tag denn gleich auch mal im Bette beenden und versuchen auszuschlafen, was da angeflogen kommt.
  • Ach ja, im Kindergarten hängt neben dem Schild mit dem Hinweis auf „Magen-Darm-Grippe“ auch eines auf dem „Läuse“ steht. Ich hoffe, beides macht einen Bogen um uns.

In memoriam

Heute vor sechs Jahren da wussten wir – Deine Freunde und ich – noch nicht, dass Du beschlossen hattest, uns zu verlassen. Für uns war die Welt noch in Ordnung, während sie für Dich schon in weite Ferne gerückt sein musste. Wir auf der einen Seite, gut gelaunt, befeiert, beschwipst. Du auf der anderen, eigentlich ganz normal, doch je später die Stunde, desto düsterer wurden Deine Themen, desto tiefgründiger die Themen und desto betrunkener Du.

Weisst Du, ich habe gebraucht, bis ich mir vergeben habe, dass ich Dich diesen Abend, diese Nacht, nicht nach Hause begleitet habe. Für uns beide war die Ära zu Ende gegangen und ich war einfach nur müde und mochte nicht warten bis auch Du endlich die Zeit zum Nachhausegehen gekommen sahst. So bist Du irgendwann allein gegangen, als Letzter.

Und wir haben Dich nie wieder gesehen.

Schlimm waren – auch – die zwölf Tage Ungewissheit.

Ich weine noch. Hörst Du das?!

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Vom Schatten Deiner selbst

In tiefer Seele zerrissen,

Aus tiefstem Leib herausgerissen.

Nicht mehr wissend,

Wo der Anfang

Am Ende

Sein soll.

Das Leben geht weiter;

Nur Meins hält an,

Hält inne, horcht:

Wo ist der Laut, der mich weckt,

Aus nie geträumtem Alptraum.

Nach sieben mal sieben

Tagen

Die Gewissheit;

Es ist das, was Wachheit heißt.

Der Schrei ist verhallt,

Das Weinen verstummt.

Leise hat

Der Schmerz

Am Schluss alles verbrannt.

Bis auch Er taub wird.

© A.G.  2003