Ein bißchen viel .

Bezeichnend ist vielleicht für diese Woche folgende Situation:

Abends im Dunkeln beim Hineingehen mit der EG-Nachbarin und ihren Mädchen frage ich panisch als einige Kinder sich plötzlich schnell entfernen unter ihnen der Sportjung, der aber auch noch allein draußen bleiben darf: „Du, EG-Nachbarin, wo ist denn Looki?“

Deren lila Schneeanzug sah ich nämlich nicht wegflitzen oder war sie schon um die Ecke hinter dem Bruder her? Und außerdem näherte sich auch ein Auto.

EG-Nachbarin guckt mich groß an.

Die große Tochter der EG-Nachbarin sagt aber netterweise recht nüchtern: „Die hast Du doch auf dem Arm!“

Das bleibt jetzt wahrscheinlich bis zu meinem Lebensende der persönliche familieninterne/nachbarschaftsinterne running gag… Gnarf.

So, und jetzt befinden wir uns aktuell pünktlich zum Wochenende im 4. Infekt seit Weihnachten.

Ich versuche hartnäckig nicht mürbe zu werden und den Haushalt am kompletten Untergang bzw. der vollständigen Verwahrlosung zu bewahren. Und selber sollte ich wohl auch mal wieder mehr schlafen. Am besten bestimmt am Stück. Ich geh es jetzt mal versuchen.

Gute Nacht!

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Haushalts-Prokrastination

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Soweit ja nichts ungewöhnliches in einem Haushalt mit Kindern, kleinen Kindern. Aber:Bild

Nun ja, das war irgendwie netter die Seite nachzukolorieren als mit einem quengeligen, weil super krankem Bronchitis-Mädchen „mal eben“ die Waschmaschine zu befüllen, „mal schnell“ die Spülmaschine auszuräumen oder gar „mal gerade eben“ unsere 5-Zimmer-Wohnung durchzusaugen.

Immerhin haben wir mittlerweile dann doch ein wenig die Kurve gekriegt und zumindest schon mal Wäsche vom Ständer abgenommen und gefaltet sowie die Spülmaschine ausgeräumt und einen Snackversuch gemacht. Aber selbst zum Essen ist Looki nicht zu gewinnen. Sonst schafft man es nicht, sich irgendwas in den Mund zu stecken ohne das sie zumindest probieren möchte. Heute ist alles für „Mamma“. Um 11h war sie dann schon so durch, dass ich sie kurzerhand ins Bett gelegt habe und mich direkt daneben, da heute morgen schon um 5.45h eine Stunde eher als gewöhnlich alle Kinder (und damit auch ich) wach waren. Das bringt unseren ganzen Morgenablauf vor der Schule durcheinander. Nach einer Nacht mit mehren Malen Wasser reichen für die noch leicht fiebernde Looki. Nachdem um 6.45h Langeweile und Generve ausbrach, wurde der Sportjung kurzerhand unter die Dusche gesteckt. Etwas was wir sonst immer Abends zusammen erledigen.

So, jetzt ist es eine Stunde weiter und das Mittagessen ist dran. Um 12.25h muss ich Looki dann wecken, damit wir den Sportjung rechtzeitig nach der 5.Stunde abholen können. Heute dankenswerter Weise mal mit dem Auto.

Der Sportjung

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Während wir anderen drei Familienmitglieder gerade mit den Krankheiten abwechseln (Magen erst ich, dann der große Mann/Nebenhöhlen Looki und ich/Bronchitis Looki) geht es dem Sportjung blendend. Zum Glück!

In der bloglosen Zwischenzeit brach er sich genau zwei Monate vor der Einschulung einen Arm. Der Bruch war aber gerade rechtzeitig wieder verheilt. Gebrochen hat er sich diesen beim Halten eines Balles als Torwart beim nachmittäglichen Fußballspielen auf der Straße.

Seine Hobbys sind: Hockey spielen, Modern Dance tanzen, Klavier spielen, auf der Straße Fußball spielen oder driftender Weise mit dem Fahrrad unterwegs sein. In der letzten längeren Abwesenheit des großen Mannes in Guatemala hat er sich bei letzterem von mir unbemerkt den Hinterreifen inklusive Schlauch komplett durch gefetzt. Beim sponsored walk open end seiner Grundschule hat er uns alle arm gelaufen: Bei bestem Laufwetter (18Grad und bewölkt) lief er Runde um Runde unabkürzbar um einen See. Schlussendlich waren das ganze 41 Runden, das bedeuteten umgerechnet 14km und 350m. Uns Sponsoren hatte er angekündet, er würde so maximal 7-10 Runden laufen. Weil 12 Runden mussten sie kurz zuvor beim Hockey mal strafweise laufen und das wäre ziemlich sehr anstrengend gewesen. Ich hätte zu Bedenken sollen, dass die Wetterbedingungen damals sonnig waren und es zusätzlich zum eigentlichen Training stattgefunden hat. An dieser Stelle möchte ich Ihnen dringend davon abraten, Ihre Kinder Sponsoren in der Nachbarschaft suchen zu lassen. Das kann nach solch einer gerade beschriebenen Aktion … ein wenig unangenehm sein. Wenn natürlich auch händelbar. Ich gehe auch fest davon aus, dass die Schule das nächste Mal eine zeitliche Begrenzung in das Event aufnehmen wird. 😉 Es waren doch einige Eltern… sehr sehr stolz auf ihre Kinder.

Der Name des Sportjung ist also wirklich nicht weit hergeholt. Zeitlich fehlt mir jetzt allerdings die Überleitung zu seiner Obsession: den Autos. Das also bei nächster Gelegenheit. 

Unser Wochenende so: Party und krank

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Also ich muss ja ehrlich sagen, dass freitags Abends Partys schon ein wenig anstrengend sind. So nach der ganzen Woche, die diese Woche zumindest für mich ja nur eine dreitägige gewesen ist (Schule fing erst Mittwoch wieder an), und dem ganzen Kinder hin und her. Looki war zum wirklich allerersten Mal in ihrer Maxigruppen-Zeit alle drei möglichen Tage (Mi-Fr) ganz allein dort. Weder sie war krank, noch hatte ich dort Dienst als Zweiterzieherin und Köchin, noch war ich selber krank (wie in der letzten Woche vor den Weihnachtsferien). Wie meine Vormittage dann aussehen, wenn ich erst den Sportjung und dann Looki wegbringe und dann den Sportjung wieder abhole und direkt danach Looki, das beschreibe ich die Tage mal. Kommenden Donnerstag habe ich dann auch direkt wieder einen Dienst.

Na ja, wie auch immer, auf jeden Fall bedeutete es sowohl für mich als auch für den großen Mann einen kleineren Kraftakt uns freitags noch zu einer Party zu bewegen. Looki ins Bett, Kinderfrau empfangen, derweil Rosmarin-Polentaküchlein als gewünschtes Mitbringsel zaubern und schick machen und los. Wir waren nur anderthalb Stunden zu spät und kamen quasi als Letzte an. Aber immerhin: Wir waren mal wieder auf so einer richtigen Party. Alle beide zusammen. Ohne Kinder im Schlepptau. Ohne schwanger zu sein oder noch zu stillen. Zum ersten Mal so richtig auf einer fetten Tanz-Party. Wooohooo!

Das war grooooßaaartig! Also ich für meinen Teil habe tatsächlich getanzt als gäb´s kein Morgen mehr. Wer weiß, wann die nächste Party kommt zu der wir beide gehen können, kein Kind krank ist oder einer von uns.

(Aber es gibt wieder Hoffnung. Viele werden so langsam 40… Und die Kinder sind aus dem Gröbsten raus.)

Tatsächlich blieb ich sogar bis zum Schluss. Der große Mann strich anderthalb Stunden vor mir die Segel. Über den Samstag schweige ich dann lieber. Bin ich halt nicht mehr gewöhnt. Weder ganze 3 Hopfengetränke aus der nächsten Domstadt um die Ecke, noch die Bettgehzeit… Ganz übel war´s natürlich nicht bei der Menge, aber immerhin…

Heute dann zeichnete sich ab, dass Looki schon wieder den nächsten Infekt aus der Maxigruppe mit Heim gebracht hat: Dieses Mal fiebrige Bronchitis. Das erste Kind ihrer Gruppe fiel direkt am 2. Tag mit dieser Erkrankung aus und blieb Daheim, das zweite Kind dann am 3. Tag. Bin mal gespannt, wie lang es sich hält und wie viele Familienmitglieder noch folgen werden…

Rechnen Sie mal nicht die nächsten Tage mit vielen weiteren Beiträgen von hier. Heute ging kaum etwas anderes als Bücher vorlesen, Fingermalen, eine Playlist für eine etwaige eigene Geburtstagsfeier dieses Jahr anlegen (ich bin auf den Geschmack gekommen) und wieder Bücher vorlesen. Da Looki schon längst wieder gerufen hat, sollte ich auch so langsam ins Bett. Liebenswerter Weise hat das aber der große Mann übernommen, ich habe nämlich vorhin den heutigen Polizeiruf gesehen und den muss ich jetzt erst noch durch eine Runde Familienblogs neutralisieren fürchte ich.

Ach, was ich unbedingt noch mitteilen muss: Die Weihnachtsbäume liegen immer noch unabgeholt in unserem Viertel rum. Also ich hätte unseren wirklich gerne noch länger in der Wohnung gehabt!

Und schauen Sie doch ruhig mal wieder auf der „über“-Seite nach, was mich zum Bloggen bewog/wegt und in der Zwischenzeit so geschehen ist als ich nicht bloggte. Ich habe die Seite aktualisiert.

Bleiben Sie gesund!

Adé Weihnachtsbaum!

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Jedes Jahr bin ich wehmütig, wenn ich ihn wieder abschmücke! Außerdem finde ich schade, dass wir ziemlich im Zentrum wohnend, zu den ersten Vierteln gehören, bei denen die Bäume abgeholt werden. Einige Nachbarn stellen ihren Baum deswegen mittlerweile 1-2Wochen vor dem Heiligen Abend auf. Das kommt für mich aber nun auch wieder nicht in Frage. Frühestens am 23.12. darf er in die Wohnung und wird dann des Abends geschmückt. Übrigens zusammen mit den Kindern, denen dies ziemlich viel Spaß macht. Die diesjährige Tanne hatte sehr feine und daher leicht biegsame Äste, so dass das Aufhängen nicht ganz einfach war, weil die Anhänger ganz leicht direkt wieder abrutschten.

Dieses Jahr hat uns der große Mann aus Gründen den Baum erst am 24. vormittags holen können. Zu dem Zeitpunkt litt er allerdings schon unter dem Magen-Virus und hatte auch schon etwas Fieber. Heldenhaft hat er uns den Baum nach Haus geschleppt, noch in den Ständer gesetzt, und ist dann für den Rest des Heiligen Abends-Tages ins Bett gegangen. Das war echt heldenhaft von ihm und ich bin ihm sehr dankbar dafür.

Adieu, feiner Weihnachtsbaum! Du hast uns sehr gefallen und erfreut. Und gern hätten wir dich noch eine weitere Woche behalten.

Nun wird aus ihm Dünger werden.

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Oder auch „was machst Du denn eigentlich den ganzen Tag“ aka Tagebuchbloggen von Frau Bruellen initiiert.

Also, das war heute alles einmal anders als sonst. Streng genommen bin ich erst „heute“, ins Bett gegangen und zwar so gegen 1:30h. Denn da ich mich mit einer Nebenhöhlenentzündung abplage, fand ich nicht in den Schlaf, räumte stattdessen lieber meine Blogroll auf (ich musste ganz schön viele rausschmeißen, weil es sie entweder gar nicht mehr gab oder nur noch hinter Passwörtern… wer erinnert sich noch an Schlapunzel, an Frau Ami und Frau Antonmann, Frau Wortteufel oder auch die Nachtschwester um nur einige von ihnen zu nennen? Und btw: Frau DüneSieben, MoritzPapa, ruhen Sie in Frieden.)  und „verlas“ mich dann ein wenig auf der Suche nach neuen interessanten Blogs ein wenig im Blogiversum. Dabei stolperte ich auch bei Frau Brüllen (herzlichen Dank!) über den Hinweis, dass die Sendung mit der Maus schon morgens um 8:15h käme, wohl ahnend, dass der Hinweis bei der späten Zubettgehzeit noch hilfreich sein könnte.

Und so war es denn auch. Der große Mann zog auf Grund meiner Erkältung des Nachts vor, doch lieber woanders zu nächtigen, der Sportjung musste zur Toilette und weckte uns auch versehentlich dabei, und Lookie war schon um ca. 7.15h ausgeschlafen. Gegen 7.40h bin ich dann freiwillig mit ihr auf. Der große Mann war ja leider nicht mehr da, also im selben Raum. Wir machten es uns in der Küche mit Marmeladenbrot und Müsli und vor allem einen ersten Kaffee für mich gemütlich und bekamen dann um kurz nach 8h Zuwachs in Person des Sportjungs. Die Sendung mit der Maus nahm ich derzeit auf. Um 8.45h guckten die Kinder diese dann und der große Mann gesellte sich auch zu mir in die Küche. Lookie guckte das erste Mal die ganze Sendung mit dem Sportjung zusammen. Von Anfang bis Ende. Sehr zu unserer Verwunderung. Zu Beginn der Sendung wurde aus dem Fernseher heraus gefragt „seid ihr auch so große Fans der Maus?“, und Lookie rief noch herbeieilend im Schlafsack „ichs!“. Sehr zu unserer Erheiterung. Heute ist sie auf den Tag genau 22 Monate alt. Während die Kinder nun also fernsahen, hatten der große Mann und ich Muße, die Samstags-FAZ und diverse Kataloge zu lesen bzw. zu durchstöbern. Da war der Tag noch ganz entspannt.

Um 10.45h fuhren der große Mann und der Sportjung, die beide absolut fit sind (im Gegensatz zu mir und Lookie) mit dem Rad und zwei befreundeten Familien aus der Nachbarschaft bei schönstem Sonnenschein zum Eislaufen auf die Bahn, die zum Weihnachtsmarkt mitten in der Stadt aufgebaut wurde und heute Abend abgebaut werden wird. Lookie und ich snackten ein wenig und telefonierten mit der Oma, meiner Mutter. Dann räumte ich ein wenig auf, stellte eine Waschmaschine an, brachte an diversen Stühlen wieder einmal neue Filzgleiter an und gegen 11.45h gingen die Tochter und ich gemeinsam einen Mittagsschlaf machen. Mit verstopften Nasen ist man schon vor dem Mittagessen müde. Leider schlief Lookie nur sehr unruhig und definitiv viel zu kurz. Nämlich nur eine knappe dreiviertel Stunde. Ich hätte dagegen liebend gern noch länger schlafen können. Normalerweise schläft sie auch eher 2 Stunden und länger mittags. Aber heute nicht. „Bapa? Bapa?“ Und stellen Sie sich dabei eine wirklich schön intonierte Frage vor. Was wohl soviel heißen sollte wie „ist der Papa schon wieder da? Wo ist der Papa?“. Leider waren ein gemurmeltes „ist noch unterwegs mit Deinem Bruder, kommt später, wir schlafen derweil lieber weiter“ nicht dazu angetan, dass sie sich wieder rumdrehte und weiterschlief. Also wieder aufgestanden und versucht, das Mittagessen, einen Rote-Beete-Kartoffel-Auflauf, zu kochen. Ohne Erfolg. Lookie wollte unbedingt auf den Arm. Sonst Theater und Gebrüll. Also habe ich das Kind kurzerhand wieder gepackt und bin wieder mit ihr ins Bett zurück. Ich war ja auch noch müde! Und krank. Ca. eine dreiviertel Stunde hielt sie aus zu kuscheln, schlief aber nicht ein. Mittlerweile knurrte mir der Magen, es war ca. 13.30h.

Wir standen wieder auf und als erstes wollte ich heraus finden, ob wohl der große Mann und der Sportjung schon genug vom Schlittschuhfahren hatten und wohl auf dem Heimweg wären, aber leider nahm niemand ab. Also begann ich mit Lookie das Mittagessen zu kochen. Mit einer entsprechenden Erklärung, dass ich dabei _nicht_ ein über 12kg schweres Kleinkind auf dem Arm haben könnte, schob sie sich resolut ihren Hochstuhl an unsere Kochinsel und begann sich eine Mandarine zu schälen. Leider hielt das nur für ca. 10 Minuten. Dann wollte sie doch wieder auf den Arm. Stellen Sie sich im Folgenden eine eilends schnibbelnde Chrizzo vor, die immer wieder besänftigend mit der kleinen, quengelnden und manchmal auch weinenden Tochter spricht, versucht, das Rezept einigermaßen im Auge zu behalten (ich koche das so erst zum zweiten Mal) und an die tatsächlich vorhandenen Zutaten ein wenig anzupassen. Irgendwann kam ich auf die Idee, Lookies alten MaxiCosi zu aktivieren und sie da hinein zu setzen. Das half wieder über ca. 10 Minuten hinweg. Daraufhin half nur noch das Singen von Kinderliedern. Sonst quengeln oder weinen. Lookie ha krank und elend aus. Aber ich wusste, wir beide haben auch Hunger. Also Augen bzw. Ohren zu und durch bis der Auflauf endlich im Ofen verschwinden konnte. Das war dann zu dem Zeitpunkt als der große Mann und der Sportjung wieder Daheim eintrudelten. Sehr passend. Zwischenzeitlich hatten die beiden angerufen und verkündet, nach einer Bratwurst zögen sie dem Heimkommen ein weiteres Fahrradfahren bei dem Sonnenschein vorbei an den Highlights der Stadt vor. Mit Lookies Gebrüll im Hintergrund und meiner Bitte, doch erst einmal Heim zu kommen und das kleine Kind zu kuscheln, damit ich endlich auch in absehbarer Zeit Mittagessen haben könnte, gaben sie aber sofort nach. Na ja, der Weg nach Hause stand dem halt noch bevor… Der große Mann nahm das kleine Töchterchen erneut mit ins Bett und ruhte sich fein aus. All die Weil kam ich auf die grandiose Idee noch schnell einen Rührkuchen zu backen. Ruhte mich aber auch erst einmal 10 Minuten aus,, weil ich zum Schluss hin doch die ein oder andere Minute Lookie auf dem Arm hielt und kochte. Ich hatte schwache Knie, ich krankes Huhn. Trotzdem backte ich schnell den Pound Cake von Frau Barcomi, aber von mir angepasst als grandiosen Schokokuchen.

Um 15:30h war dann endlich auch der Auflauf im Ofen soweit und konnte durch den Kuchen abgelöst werden und ich hatte _endlich_ Mittagessen. Pünktlich dafür kam der große Mann aus dem Schlafzimmer wieder rüber. Der Sportjung allerdings zog es vor draußen mit den Nachbarskindern Fußball zu spielen. Lookie schien das fertige Mittagessen auch gerochen zu haben, oder aber den Papa zu vermissen und meldete sich ebenfalls als wir gerade die ersten Gabeln gegessen hatten. Sie sah wieder besser aus und aß auch gern und gut mit.

In der Zwischenzeit brachte eine Schulfreund-Mutter des Sportjung noch ihren Sohn vorbei, der ebenfalls erst draußen mit dem Sportjung und den Nachbarskindern Fußball spielte. Pünktlich zu unseren Gabeln Schokokuchen direkt nach dem verspäteten Mittagessen klingelten sie und kamen hoch. Zufälle gibt´s. Danach wurde drinnen in der Diele weiter Fußball gespielt. Der große Mann gegen die zwei Jungs. Lookie und ich verzogen uns lieber in ihr Zimmer und räumten eins der dortigen Regale, das für ein größeres Bett weichen soll aus bzw. spielten. Immerhin haben wir es geschafft, die Hälfte auszuräumen.

Die Jungs baten um eine halbe Stunde Spielverlängerung, die wir und die Schulfreund-Mutter gern gewährten (die kurz via Handy dazu befragt wurde). Der große Mann verabschiedete sich zum Sporteln im Fitnesstempel und irgendwie hatte ich im Ohr von nachmittags, er wolle um 19.30h wieder Daheim sein, damit ich noch diesen Artikel schreiben und dann _pünktlich_ um 20:15h Tatort schauen könne, auf den er gern verzichten kann. Die Jungs wurden sich dann ganz typisch erst nicht einig, was sie nun machen wollten. CD hören (Sportjung, müde und verschwitzt) versus Carrerabahn fahren (Schulfreund nur verschwitzt nicht müde, da nicht schon mittags sportliches unternommen). Nach einigem hin und her einigten sie sich darauf, Carrerabahn zu fahren und dabei im Wohnzimmer CD (Starwars Folge 2) gleichzeitig zu hören. Lookie und ich kümmerten uns ums Abendessen.

Um 18:30h wurde der Schulfreund abgeholt und um 18:45h aßen wir Abendbrot, was nach dem späten Mittagessen spärlich mit einer Wiener Wurst, Oliven und Gewürzgurken völlig ausreichend war. Der Sportjung durfte nun die von mir aufgenommene heutige Folge von GRIP schauen. Seine Autoverrücktheit ist in naher Zukunft eigentlich ganz dringend mal einen eigenen Artikel wert.

Lookie wurde von mit bettfertig gemacht, Zähne geputzt, Milch gewärmt und um 19:30h ins Bett gebracht. Kein großer Mann war da. Und Lookie äußerst unglücklich mit ihrer Erkältung. Also wurde es nichts mit meiner schönen Vorstellung von einem gemütlichen Abend ab 19:30h auf dem Sofa. Immer wieder musste ich zurück zu Lookie. Als die GRIP-Folge Ende war, animierte ich umgehend den Sportjung dazu, sich ebenfalls bettfertig zu machen und ging einfach mal einen Moment lang nicht zur rufenden Lookie. Allerdings rief ich ihr zu, was ich machte, nämlich dem Sportjung ein wenig helfen, (bzw. mehr auf seine Zahnputzzeit zu achten) seine Wäsche zu sortieren. Lookie schrie sich derweil in Rage. Es war ca. 20h und ich entschied, der Sportjung könne sich neben sie legen. Vom großen Mann noch immer nichts in Sicht. Das half dann wie erwartet. Meine Laune allerdings war ein wenig wie meine Kraft im Keller angelangt. Ich hatte doch noch mehr Hunger bekommen und außerdem nun auch noch Husten. Tee kochend und grummelnd Brote scchmierend traf mich dann der große Mann um 20:15h noch in der Küche an. „Guckst Du noch gar nicht Tatort?“ Fasst hätte es in unserer Küche einen Tatort gegeben. Fast. Fehlte nicht viel. „Aber wieso? Ich war jetzt genau 2 Stunden und eine viertel nicht da. Du weißt doch, dass ich _immer_ 2 Stunden Sport mache.“ Tja, also selber Schuld. Ich hatte nicht auf die Uhr gesehen, als er los gegangen ist, sondern einfach diese nachmittäglichen schönen Worte im Kopf gehabt. Die klangen schon so ein wenig nach Ausgleich für die nervige Kochzeit und als Entlastung wegen meiner Nebenhöhlenentzündung.

Tja, und für diesen Artikel habe ich nun auch länger als gedacht benötigt. Pausen gab´s noch einmal, weil der Sportjung irgendwann stolz noch einmal zu uns rüber kam. Er hatte es geschafft, dass Lookie fest in den Schlaf gefunden hat. Das verdient denn auch tatsächlich noch ein viertel Stündchen extra kuscheln.

Der große Mann sieht nun schon seit geraumer Zeit gemütlich im Wohnzimmer eine Folge von irgendwas. Er hat irgendeine neue amerikanische Serie begonnen zu gucken. Ich glaube Weeds oder so ähnlich. Ich sitze im von uns zärtlich spöttelnd genannten „Medienraum“ aka Arbeitszimmer mit Fernseher und Couch drin, da wir keinen Fernseher im Wohnzimmer haben wollten und schreibe noch die letzten Sätze. Der Receiver brummt und summt und somit habe ich die Gewissheit, dass er den heutigen ersten Tatort brav aufnimmt, der gleich auch schon zu Ende sein wird. In 7 Minuten. Aber tapfer werde ich den jetzt noch gucken. Jawoll. Und dann schnell ab ins Bett. Und hoffen, dass die Kinder auf Grund der späten und etwas anstrengenden Bettgehzeit morgen mal wieder bis 8h schlafen werden.

Zusammenfassung des Jahres 2013

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

Im Durchschnitt knapp noch eine 7.

2. Zugenommen oder abgenommen?

Wie immer schwankend um 2-3 Kilo im gleichen Bereich.

3. Haare länger oder kürzer?

Erst kürzer, jetzt wieder länger.

4. Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?

Ich denke, gleichbleibend kurzsichtig.

5.  Mehr Kohle oder weniger?

Weniger.

6. Besseren Job oder schlechteren?

Vielleicht einen in Aussicht.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

Viel mehr gespart, aber trotzdem deutlich mehr ausgegeben…

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Ja, den Gutschein von der Aktion „Lichtblicke“ der Shootingqueens.

9. Mehr bewegt oder weniger?

Noch einmal deutlich mehr. Immerhin müssen jetzt zwei Kinder zu ihren Gruppen (Schule und Maxigruppe) gebracht werden.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Ätzend viele, vor allem seit September quasi im zwei wöchigen Rhythmus… Magenvirus>Erkältung>Grippe>Magenvirus. Außerdem mal wieder eine OP für mich: Bauchdeckenbruch musste geschlossen werden.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?

OP des Bauchdeckenbruchs und die 2 Monate danach, die ich im wärmsten Sommerabschnitt den Bauchgurt tragen musste.

12. Der hirnrissigste Plan?

Hängt mit einer Insel zusammen… No more comments here.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Da fällt mir gar nichts zu ein. Vermutlich die ein oder andere Auto- bzw. Fahrradfahrt…

14. Die teuerste Anschaffung?

Hat was mit einer Erbschaft zu tun.

15. Das leckerste Essen?

Etwas Gegrilltes im Spätsommer im Liebevoll in der Auermühle.

16. Das beeindruckendste Buch?

Leider keines; ich habe zu wenig Bücher gelesen. Definitiv.

17. Der ergreifendste Film?

Lunchbox.

18. Die beste CD?

Na ja, CDs laufen hier mittlerweile auch nur noch wenige. Die schönste Musik habe ich letztes Jahr gehört von Sophie Hunger.

19. Das schönste Konzert?

Auch nur eines, aber das war echt schön! Von Richard Galliano.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?

Lookie als Person und ansonsten sisyphosmäßig mit der Endmistung unseres Haushaltes.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

In den Sommerferien an der Nordsee mit meiner Familie, dem großen Mann, dem Sportjung, Lookie und meinen Geschwistern.

22. Zum ersten Mal getan?

Heilig Abend ohne den großen Mann verbracht – der hatte da nämlich den Magenvirus.

23. Nach langer Zeit wieder getan?

In den Bäumen geklettert und ein ganzes Wochenende allein Zuhause gewesen.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Die 7. OP in 7 Jahren. Allerdings zum Glück immer nur wegen Peanuts.  Und auf einiges das Thema Schule betreffend…

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Positivverstärkung. Und nicht Machtkämpfe. S.o.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Das waren dieses Jahr wohl gleich mehrere: Für den großen Mann einen Klavierlehrer gesucht und gefunden. Meinen Bruder zu seinem Geburtstag mit meiner Mutter, meiner Schwester und den Kindern besuchen zu fahren.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Das hängt mit dem hirnrissigsten Plan zusammen…

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Ok, wir machen das.

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Vermutlich „ich mach das schon“.

30. Dein Wort des Jahres?

Maxigruppe.

31. Dein Unwort des Jahres?

Sch x le.