Schwups – wieder ist eine Woche rum

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Es ist im Moment wie verhext. Die Zeit rennt und rennt und rennt und ich bemühe mich, nicht hinterher zu rennen, sondern alles einfach der Reihe nach zu erledigen.

Das klappt sogar ganz gut. Bisher waren wir nachmittags zu unseren diversen Terminen an im Moment vier Tagen unter der Woche auch nicht zu spät, sondern genau richtig. Und das ganz ohne, dass ich den Kindern und mir selber künstlich Stress gemacht hätte. Der Sportjung hat aber auch einen enorm entspannenden Entwicklungsschritt gemacht und springt kaum noch ziellos durch die Gegend, wenn es ans Fertigmachen für Draußen geht, sondern zieht sich _einfach an_. Und die Looki will sowieso immer gern raus. Und sowieso immer hinter dem großen Bruder her. Nur erst unten angekommen, muss man ihr oft den Zahn ziehen, dass sie selber gehen könne. Dann kämen wir nämlich doch zu spät. Aber auf den nachmittäglichen Rückwegen ist dann endlich auch für ihre Schrittlängen genügend Zeit vorhanden.

Leider haben wir hier seit ca. 2 Wochen immer wieder doch recht spürbaren kalten Wind, der Looki vor allem auf dem Fahrrad sehr ärgert. So hatten wir heute ihr zwischen wütend und noch müde und guängelig sein pendelndes Gejammere auf dem Weg zum Klavierunterricht, auf unserem weiteren zum Schuhfachgeschäft – sie brauchte leichtere Schuhe für den am Wochenende angekündigten Temperaturanstieg – und wieder retour nach Hause zu ertragen…

Ab und an trösten wir uns alle dann nach unseren Wegen in der Kälte mit warmen Seelenpflastern wie den obigen. Und dabei hatten wir diesen Winter bisher noch nicht eine Schneeflocke hier! Irgendwie bin ich enttäuscht, dass wir Looki das erste Mal bewusst diesen in ihrem zweiten Lebensjahr nach den Massen in ihrem ersten so gar nicht haben zeigen können. Und auf der anderen Seite bin ich bei all unseren täglichen Wegen dann doch wieder ganz froh, dass diese nicht zugeschneit waren. Ansonsten müssten wir die ja wieder alle zu Fuß meistern, was mich ca. doppelt soviel Zeit kosten würde.

Wir legen auf Grund der ganzen Wege ohne Auto sehr großen Wert auf vernünftige und nicht nur einfach modische Bekleidung und ein gutes Schuhwerk. Immerhin sparen wir uns so auch ein zweites Auto ein, da kann man dann ruhigen Gewissens mehr für die Anziehsachen ausgeben. Immerhin habe ich mittlerweile drei verschieden warme Regenjacken von ganz dünn über „übergangswarm“ bis zu winterwarm. Für Looki gibt es einen Schneeanzug, den wir in diesem Winter auch ohne Schnee regelmäßig für die Fahrradfahrten in der Kälte genutzt haben und noch nutzen, einen Softshellanzug, einen Fleeceanzug und natürlich noch normale Regenhosen (Matschhosen), eine mit Fleece drin, eine ohne. Für den Sportjung gibt es immer mindestens zwei Jacken pro Saison (zum Wechsel bei Nässe und/oder Dreck) plus eine Softshell- und eine Fleecejacke. Auch er besitzt eine Regenhose und eine Schneehose. Ach ja, die besitze ich beide ebenfalls. Mode ist etwas, was ich mir für die Wege so ein klein wenig abgewöhnt habe. Wobei… Eine der Regenjacken ist von Boden. Und meine Schneehose ist in weiß eigentlich auch ganz schick… Aber natürlich eine Schneehose.

Vor einem Jahr, als Looki noch nicht in ihrer Maxigruppe war und außerdem auch noch zu klein, um im Fahrradsitz zu sitzen, da haben wir die Wege ja tatsächlich alle zu Fuß hinter uns gebracht. Das bedeutete für mich morgens einen ersten 3,8km langen Spaziergang bis ca. 8.25h schon immer hinter mir zu haben. Los mussten wir da immer schon um 7.35h. Heute mit dem Rad sind wir erst um 8h los gekommen, aber der Sportjung war trotzdem pünktlich um 8.10h an der Schule. (Die Schule hat hier übrigens eine „flexible“ Anfangszeit zwischen 8-8.15h.) Und gleiches galt es dann mittags erneut zu laufen. An Mittwochen, also Klavierunterrichtstagen, kam ich dann auf ca. 13 gelaufene Kilometer in 160 Minuten. Da wusste ich abends auch immer, was ich den Tag über so gemacht hatte. Jetzt, wo ich Looki auch an drei Tagen die Woche zu ihrer Gruppe bringe, sind es de facto noch mehr Kilometer, aber ich schaffe die mit dem Fahrrad natürlich in einer deutlich kürzeren Zeit.

Manchmal bleibe ich dann einfach das ganze Wochenende in der Wohnung und gehe bei schlechtem Wetter nicht mehr auch nur einen Schritt raus. So wie am letzten Wochenende z.B. Und das genieße ich dann einfach auch und ganz ohne schlechtes Gewissen.

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WMDEDGT? 2/14

Die Kurzzusammenfassung des Tages.

Heute dann einmal Alltag mit kaum Regen dafür aber eisigem Wind (ich weiß nicht, was mir lieber gewesen wäre…) und abends einem ersten Treffen in diesem Jahr mit der allerlängsten und besten Hier-Freundin.
Alles in allem war es ein guter und schöner Tag. Ein Tag ohne Streitereien und Hektik, ohne Stress.

Nun die Langfassung:

Aufgestanden bin ich mit den Kindern um ca. 6.40h. Sobald Looki erwacht und meint, es wäre Morgen möchte sie sofort aus dem Bett springen und in die Küche zum „Njamnjam“. Immer. Sie ist kaum zum Kuscheln zu überzeugen. Zumal der große Mann allermeistens auch schon aufgestanden ist und sie dies natürlich sofort merkt und schon längstens verstanden hat, dass es dann schon in der Küche zur Sache gehen kann. Der Sportjung und ich kommen dagegen eher langsamer aus dem Bett.

Die Kinder gehen also auch heute als erstes in die Küche und werden vom Papa versorgt, ich dagegen gehe immer zuerst ins Bad. Dann ein Zimmertausch zwischen dem Mann und mir und erst dann ziehen die Kinder sich an. Wobei Looki natürlich noch hauptsächlich von uns umgezogen wird. Ausziehen tut sie sich allerdings morgens seit zwei/drei Wochen mit Stolz ganz alleine. So auch heute. Und wie sonst unter der Woche auch mit einem Anziehwettlauf zwischen dem Sportjung und Looki, der in der Regel immer vom Sportjung gewonnen wird. So sind die Kinder in der Regel innerhalb von 3-5 Minuten umgezogen. Zähne müssen morgens natürlich auch noch Daheim geputzt werden und dann müssen wir uns in der Regel ein wenig sputen um uns wind & wetterfest anzuziehen – so auch heute – und endlich los zur Schule zu kommen. Mittwochs geht es immer auf das Fahrrad. Innerhalb von 10 Minuten sind wir heute mit dem Rad an der Schule. Der Sportjung hat es sich zum Ziel gesetzt, genauso schnell wie die Nachbarn im Auto zu sein, mit denen wir quasi zeitgleich starteten. Schlussendlich kommen wir sogar etwas schneller als diese an.  Es geht hauptsächlich durch eine lange 30er Zone, die durch einige Ampeln unterbrochen ist. Der Sportjung fuhr heute deutlich schneller als sonst mit dem Rad, da er unbedingt an dem Wagen der Nachbarn dran bleiben wollte. Er fährt auf dem Bürgersteig, ich fahre mit Looki hinten auf dem Kindersitz auf der Straße. Auf der Kreuzung lasse ich das Auto immer absichtlich vorbei, da die Straße sehr eng ist, aber an der nächsten Ampel holen wir immer wieder auf wegen der Rotphasen. Der Sportjung freut sich natürlich ungemein, dass wir zum Schluss sogar eher an der Schule sind, da die Nachbars-Mädchen vorbildlicherweise unten an der Schul-Straße aus dem Wagen gelassen werden und den Rest des Weges zu Fuß zurück legen müssen.

Auf dem Rückweg unterhalte ich mich die Hälfte des Heimweges mit einer Mutter eines Klassenkameraden des Sportjungs. Daher sind wir Looki und ich erst wieder um 8.25h Daheim. Schnell bekomme ich Looki motiviert, die Treppe in den 2.Stock zu uns hochzugehen – das ist nicht unbedingt jeden Tag so schnell erledigt. Wir pellen uns zügigl aus der warmen Kleidung: Schneeanzug für Looki, Helm und drunter eine dünne Mütze, Handschuhe und dicke Stiefel. Dann räumen wir den Küchentisch ab und lüften unsere Wohnung durch, packen Hausschuhe für Lookis Maxigruppe ein und sammeln dreckige Wäsche ein. Looki bekommt die weiterhin etwas sehr störrischen Kleinkind-Locken vorsichtig entwirrt sprich gebürstet und wir ziehen uns erneut für Draußen angemessen warm wieder an. Das nimmt ja immer so seine Zeit ein im Winter und dann geht es wieder zwei Stockwerke hinab. Das dauert mit einem bald zweijährigen Kleinkind auch so seine Zeit.

Um 9.05h sitzen wir dann endlich wieder auf dem Rad.

Um 9.10h sind wir in ihrer Maxigruppe angekommen und pellen uns erneut aus den warmen Schichten. Ich begleite Looki in ihre Gruppe und helfe dort ein wenig der diensthabenden Mama des Tages beim Richten des Frühstücks und spiele kurz ein wenig mit den Kindern mit. Das ist für Lookis Ankommen in der Gruppe wichtig, aber dann kann ich mich gut und ohne Probleme von ihr verabschieden. Sie geht sehr gerne dorthin.

Da es heute für Looki und die anderen Kinder Nudeln gibt, schmeiße ich meine Kochpläne für meinen morgigen Dienst kurzerhand über den Haufen und kaufe im nächsten Supermarkt Kartoffeln und Porreestangen sowie Tofu-Brat“würstchen“. Den Einkauf bringe ich direkt schnell noch einmal in die Maxigruppe hoch, denn dann muss ich das morgen nicht alles inklusive Frühstück in den Fahrradkorb quetschen.

Ungefähr um 10.05h bin ich wieder zu Hause. Und durchgefroren. Ich mache mir einen Tee und ein zweites kleines Frühstück und wärme mich erst einmal Zeitung lesend auf. Es heißt aber mein kinderfreies Zeitfenster doch möglichst gut auszunutzen und so räume ich weiter Lookis Zimmer um. Wäsche machen, Staubsaugen, wischen, Bäder putzen etc. alles geht besser mit Kindern, als deren Zimmer mit denen umzuräumen, weil sie dann ja umgehend mit allem was man in die Hand nimmt spielen möchten. Looki bekommt jetzt ein größeres Bett (1,40×70). In diesem Zuge muss ein Regal abgebaut werden und der Inhalt musste aufgelöst bzw. zu den Dingen in einem anderen Regal hinzugefügt werden. Außerdem hatte der Sportjung noch Dinge aussortiert, die auch zur kleinen Schwester hinüber sollten. Ich hätte nicht gedacht, in welch zahlreichen Situationen so eine kleine Schwester doch den Sportjung positiv beeinflusst (und hoffe darauf, dass sich Looki später einmal problemloser von im Prinzip zu kleinem/einfachen/nicht mehr altersentsprechendem Spielzeug wird trennen können… ach lassen Sie mir doch meine Hoffnungen, bitte).

Glücklicherweise gibt es noch vom gestrigen Mittagessen Reste bzw. eine Packung Pasta Nobile, so dass ich nicht Zeit zum Kochen opfern muss. Um 11.50h steige ich schon wieder auf´s Rad. Natürlich nicht, ohne mich wieder in diverse Schichten gehüllt zu haben. Immerhin regnet es nicht, obwohl dies für den heutigen Tag angekündigt war. Ich fahre zur Schule und hole dort den Sportjung ab. Der möchte gerne mal wieder mit mir zusammen Looki abholen fahren, also fahren wir dort direkt hin. Es ist jetzt 12.20h. (Ansonsten geht es normalerweise nach Hause und ich springe schnell noch einmal mit ihm hoch und wärme sein Mittagessen bevor ich dann umgehend weiter muss, damit ich Looki ebenfalls rechtzeitig holen kann.)

Um 13.15h sind wir alle Daheim. Looki wird von mir schnell ins Bett zum Schlafen gelegt, dann wärme ich schnell dem Sportjung und mir etwas zum Essen.

Der Sportjung setzt sich danach direkt an seine Hausaufgaben, ich lege mich ebenfalls ein wenig hin. Um 14.50h werde ich wach und bitte den Sportjung seine Klaviersachen zusammenzupacken. Looki muss ich leider wecken und wir ziehen uns erneut etwas Warmes an. Da es nun aber doch regnet, entscheiden wir uns gegen das Fahrrad, sondern nehmen den Kinderwagen und gehen zur Straßenbahn. An der Haltestelle machen der Sportjung und ich nach langer Zeit wieder einmal unser „Automarkenzählspiel“. Er hat sich VWs ausgesucht und ich zähle Audis. Natürlich gewinnt der Sportjung. (Über dieses Spiel werde ich irgendwann sicherlich einmal ausführlicher schreiben, denn es begründete den Autohype des Sportjungs.)

Pünktlich um 15.30h sind wir an der Musikschule.

Looki und ich haben nun eine halbe Stunde Zeit, um schnell beim Lieblingsdrogeristen unseren dortigen Wocheneinkauf zu tätigen und bei diesem Kaffeeröster mit den ständigen Aktionen einen Milchkaffee und zwei Cookies für die Kinder zu kaufen.

um 16h holen wir den Sportjung wieder ab und gehen nun nach Hause. Der Regen hat nämlich schon wieder aufgehört. Zuhause fragt der Sportjung das Nachbarsmädchen aus dem EG, ob sie Zeit und Lust zum Spielen mit ihm hat. Und es folgen anderthalb Stündchen mit wechselnden Kinderkombinationen und Wohnungshoch und -Runters zwischen unseren vier Kindern. Total schön. Zum Schluss bin ich mit Looki und dem kleineren Nachbarsmädchen (4Jahre) unten im EG und unterhalte mich mit der Nachbarin während Looki wunderbar zusammen mit M mit diesen kleineren „Mosaic“-Stöpseln spielt. Der Sportjung und S (8Jahre) sind oben in unserer Wohnung, der große Mann ist mittlerweile auch Zuhause angekommen.

Gegen 18.30h sind alle Kinder wieder auf ihren Etagen und beim Abendessen.

Looki geht gegen 19.15h ins Bett. Ich kuschel noch eine Weile mit ihr und werfe dann noch einmal einen Blick in den Spiegel bevor ich los gehe, um mich mit der besten Freundin, die uns auch damals in Brasilien besucht hat, zu treffen. Ich beschließe mir doch noch ein anderes Oberteil anzuziehen und ziehe mir an diesem Tag um 20h zum mittlerweile 7. Male wieder warme Schichten an.

Die beste Freundin und ich treffen uns in diesem Jahr erst zum ersten Mal. Sie war nämlich mit ihrem Mann mehrere Wochen in Vietnam, Kambodia und Thailand unterwegs. Dementsprechend hatte sie viele interessante Dinge zu erzählen und ich kämpfe in mir das aufkommende Fernweh nieder. Gegen 22.30h bin ich erneut durchgefroren wieder Zuhause und dank der Kälte erst einmal wieder blitzwach. Ich ziehe noch eine kleine Runde durch Kleinbloggersdorf und beginne dann mit dem eigenen Tagebuchbloggen, was ich ungefähr bis zur Tageshälfte schaffe. Dann werde ich durch Lookis Weinen unterbrochen. Nach einer Runde was auch immer wegtrösten gehe ich ebenfalls ins Bett und der Tag ist endlich im Warmen zuende.

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Da ich vor der Vollendung gestern unterbrochen wurde, geht der WMDEDGT? ausnahsmweise erst einen Tag später online. Bitte nicht wundern.

Wer noch tagebuchgebloggt hat, findet man dort bei Frau Bruellen.