Ein hallo aus unserem Brasilien-Urlaub sende ich Euch!

Wir fühlen uns pudelwohl, genießen das Land und die Leute, aber vor allem Freunde und das Essen und die Früchte und erst die Säfte daraus. Mittlerweile befinden wir uns auf unserer zweiten und letzten Station am Strand. Von dem kann ich noch mit keinem Foto aufwarten, aber dafür mit einem vom 09.01. als wir in einem der Sportclubs (in dem wir noch bis Oktober 2008 selber Mitglied waren, über die Sportclubs muss ich noch einmal detaillierter schreiben) von Sao Paulo gewesen sind.

Edit: Wow, hier hüpft grad gemächlich ein braun-grauer Frosch, handgroß, durch den Raum, in dem wir morgen auch frühstücken werden… Und die Kamera ist natürlich weit weg im Zimmer. *jammer*

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Von Freunden

Glücklich und dankbar bin ich über die Freunde, die ich hier in der Nachbarschaft gefunden habe.

Als wir damals, 2005, nach Brasilien gingen, da gehörten wir hier mitten in der Stadt zu den Erstbewohnern eines gerade erschlossenen alten Brachgeländes. Die Mietwohnung, in der wir wohnen, war die dritte Bebauungseinheit. Es gab schon zwei Gebäude mit Eigentumswohnungen, es kamen noch zwei große Komplexe mit weiteren Eigentumswohnungen, dann einige wenige Doppelhaushälften und jede Menge Reihenhäuser, ein Kinderspielplatz und das alles nur ca. zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Besser geht´s nicht für eine wie mich:

via Frau Ährenwort

Bis auf das mit der WG sehr stimmig. 😉 Ich sehe uns aber mal im Alter mit Freunden eine kleine feine Alters-WG aufmachen. Das ist meine Zukunftsvision. In meiner Studiumszeit kam für mich das Wohnen in einer WG nie in Frage, aber im Alter wäre das was anderes.

Nun gut, ich schweife mal wieder ab. In unserer direkten Nachbarschaft gibt es viele viele kleine Kinder, viele ungefähr im Alter des kleinen Mannes. Unter den Eltern dieser Kinder habe ich mittlerweile doch ein paar wirklich gute Freunde gefunden. So hat mir eine davon, die Engste, den kleinen Mann am Montag ganze sechs Stunden abgenommen und hätte dies auch länger gemacht, wenn´s mir nicht besser gegangen wäre. Der kleine Mann hat sich dort pudelwohl gefühlt. Und ich war so froh und dankbar. Außerdem hat sie mir die Tage noch einen Einkauf rum gebracht. Und gestern nachmittag auf dem Heimweg vom Kindergarten haben wir andere Freunde getroffen, die uns spontan zu sich mit genommen haben, weil sie merkten, dass es mir mit den Nebenwirkungen des Antibiotikums nicht so gut ging. Und so hatten der kleine Mann und ich einen wunderbar entspannten Nachmittag und wurden obendrein noch sehr verwöhnt. Ich bin wirklich glücklich und dankbar.

Was ich aber auch lernen muss, ist mich besser gegenüber Leuten abzugrenzen. Donnerstag vor drei Wochen, da hatte ich eine andere Nachbarin, ich nenne sie mal K. aus diesem Umfeld zum Frühstück eingeladen. Den Mittwoch davor gab es zum ersten Mal ein gemeinsames Frühstück in einem Café mit allen Nachbarinnen. K. kommt mit ihrem Sohn, der in die gleiche Kindergarten-Gruppe wie der kleine Mann geht, kaum auf den Spielplatz und hat daher auch keine Kontakte zu den anderen Nachbarinnen, sie wohnen noch nicht lange hier. Daher habe ich sie auf das gemeinsame Frühstück hingewiesen und mitgenommen. An diesem Tag nun sagt sie unser zweisames ab. Verständnis hatte ich. Wir verblieben zwischen Tür und Angel dabei, es evtl. um eine Woche zu verschieben, wollten aber noch einmal telefonieren. Wir telefonierten nicht, weil es mir die Tage immer schlechter ging und ich zu sehr mit mir beschäftigt war. Auch im Kindergarten sahen wir uns nicht. Am Donnerstag sitze ich nichtsahnend über meiner Schüssel mit Meersalz und inhaliere meine Kopfschmerzen weg, als es an der Tür klingelt. K. war da zum gemeinsamen Frühstück. Ich stand da, gerötet Gesicht, Handtuch um die Schultern, Kopfschmerzen im Blick und sie stellt auf dem Treppenabsatz fest, dass ich sie nicht erwartet habe. Ich weiß nicht, ich hatte das Gefühl ärgerliche Enttäuschung stand in ihrem Blick. Ich erklärte ihr meinen Zustand und wies auf das Missverständnis hin, wir hätten doch nicht mehr telefoniert. Ohne Verabschiedungsworte oder vielleicht sogar gute Besserungswünsche rauschte sie ab. Auch jetzt nach der Krankheitswoche des kleinen Mannes kommt von ihrer Seite rein gar nichts, wenn wir uns mal zufällig im Kindergarten treffen. Und ich, ich muss mich zusammenreißen, um nicht hinter ihr herzutelefonieren und das „Missverständnis“ aus der Welt zu schaffen. Es fällt mir schwer, ich finde so Situationen einfach unschön. Aber mal ehrlich: Freunde habe ich genug. Richtige Freunde und darüber bin ich glücklich und vor allem auch sehr dankbar. Und für diese würde es sich lohnen auch mal über den eigenen Schatten zu springen.

Vier kleine Jungen

Heute war ein halber super schöner Tag mit vier kleinen Jungen und drei Müttern, einer Oma und einem Opa dazu. Warum ich darüber schreibe? Weil sich diese vier kleinen Jungen noch in Brasilien als Babys kennen gelernt haben. Zwei von drei Familien wohnen (uns eingeschlossen) mittlerweile wieder in Deutschland und das sogar recht nah beieinander (worüber ich mich sehr freue!), eine Familie ist weiter nach Südkorea gezogen und nur gerade auf Besuch in Deutschland und das ebenfalls nicht allzu weit weg von uns.

Also wurden der kleine Mann und ich heute abgeholt von denen, die ebenfalls wieder zurück in Deutschland sind, und so fuhren wir zusammen zur Familie auf Besuch. (Vielen lieben Dank noch einmal an dieser Stelle! Sowohl für das Abholen als auch für die Einladung! 🙂 )

Vier kleine Jungen zwischen 3 und 2,5 (unser hier als Jüngster) Jahren konnten sehr schön mit- und nebeneinander spielen. Es dauerte zwar erst eine Weile bis sie warm waren, aber zum Schluss wurden eifrig Abschiedsküsschen verteilt – ganz brasilianisch. 🙂 Ehrlich gesagt, ich hätte nicht gedacht, dass es so harmonisch sein würde. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass hier heute vormittag weiter Zoff zwischen dem kleinen Mann und mir herrschte… Schreit geradezu nach Grenzen der kleine Mann. Nun ja, es soll ja bekanntlich nur eine Phase sein und dann ist dieses Alter ja auch geichzeitig ein ganz süßes – was er manchmal für drollige, liebe und schlaue Gedankengänge hat und dann auch formuliert! – wahrscheinlich zum Ausgleich… 😉

Ich bin sehr froh, dass dieses Treffen zustande gekommen ist, es so schön war und wir so schön tratschen konnten über Altes, Jetziges, Neues und Zukünftiges und noch jede Menge Infos über Südkorea bekommen haben. Ich hoffe, wir schaffen das im nächsten Jahr wieder!!!

*Schnurr*

Hier schnurrt nach dem Wiederankommen und dem heute dann doch eingetrudelten Handy mein schon vor Brasilien bestandenes soziales Netz wieder zusammen. Das ist ein schönes Gefühl. 🙂

Zu vielen, aber nicht allen, hatte ich ja auch von Brasilien aus versucht, Kontakt zu halten. Zugegeben aber mit im letzten Jahr abnehmender Tendenz. Schön ist es jetzt zu merken, dass das aber auch nicht bedeutet, dass man jetzt nicht wieder da anknüpfen könnte, wo man vor dem Weggang stand.

Bei denen, zu denen der Kontakt während der Zeit über geblieben ist, ist er auch noch intensiver geworden. Zumindest für mich. Außerdem waren ein paar Überraschungen dabei, von Leuten, die von sich aus Kontakt hielten, von denen ich das erst gar nicht so vermutet hätte. Wie auch immer, ich kann mich glücklich schätzen, so gute Freunde zu haben.

Sollte man mich hier zwischenzeitlich vermissen: Sorry, ich bin im real life und genieße es nach langer Zeit im virtuel life sehr.

Dass ich darüber hinaus ein wenig rudere, um alles im Haushalt samt Kinderbespaßung nebenher geregelt zu bekommen, dass können Sie sich ja denken. Zwei Jahre mit Haushälterin versauen einen da. Glauben Sie mir. 😉

Noch 11 Tage

… dann sitzen wir im Flieger auf dem Weg nach Deutschland zu unserem diesjährigen Familien- und Freundeurlaub.

Ich freue mich sehr, bin schon ein wenig aufgeregt, denn direkt zu Beginn steht mein 10jähriges Abi-Treffen an.

Neben viel Zeit mit der Familie hoffe ich auch auf zahlreiche mögliche Freundestreffen! Aber mit zunehmenden Alter wird das nicht gerade einfacher: Alle arbeiten mittlerweile, was Treffen in der Woche tagsüber ziemlich strikt ausschließt, oder/und sind sogar in zahlreiche andere Winde verweht und nicht mal eben erreichbar.

Heute habe ich wenigstens schon mal den größten Teil des Mitbringsel-Berges (auf Bestellung) besorgen können. 🙂

Ich bin zuversichtlich, dass meine Erkältung sowie die des kleinen Mannes sich bis dahin ganz verdünnisiert hat. Ob der große Mann aber nun auch noch was ausbrütet? Immerhin kam er heute mal so ganz unüblich früh und mit starken Kopfschmerzen zurück, die ihn freiwillig noch im Hellen ins Bett getrieben haben. Irgendwie so fing das bei mir auch an…

Nach der Feier – Schnipsel

  • 3000 Bälle im Bällebad sowie eine Rutsche da hinein gegen 16 Kinder und zwei Babys bei 20 Erwachsenen und 3 Kindermädchen
  • Toberei auf den Blocos mágicos
  • Krabbelei durch Tunnel in eine Höhle
  • Burgen- und Häuserbau mit Softklötzen
  • Zaubertafelmalereien
  • Kleinere Schlichtungseingriffe durch die Erwachsenen so nach dem Motto, wer wo ansteht und wann rutschen kann, weil unten wieder Platz ist, ansonsten ist der Plan aufgegangen, dass die Kinder bei den Spielsachen schon alleine genug Beschäftigung finden und haben.
  • Viel zu viel Essen, wirklich! Es ist zu viel übrig geblieben, als dass wir Drei es alleine aufessen könnten. Ach könnte ich doch nur eine Menge Mousse de Maracujá und brasilianische Torte nach Deutschland beamen! *seufz*
  • Brasilianische Torte beim deutschen Bäcker bestellt, der dann aber seine brasilianische Frau den Backlöffel hat schwingen lassen – super lecker, ein Gedicht, ein Traum aus supersoftem, lockeren, hellen Boden, mit leckerster, heller Cocos- und dunkler Schokoladencreme gefüllt und für den deutschen Gaumen extra nicht so süß gemacht! *hmmmschlecksabber* Allerdings mit Garantie auf direkt anwachsendes Hüftgold! 😉
  • Spiegeleierkuchen in leicht abgewandelt von Tanja ist ebenfalls extremst lecker und leicht und schnell zuzubereiten.
  • Der kleine Mann hat es so genossen, im Mittelpunkt zu stehen, und besonders schön war es für ihn wohl auch, als alle für ihn gesungen haben – erst auf portugiesisch „Parabéns“, dann auf deutsch „Heut ist Dein Geburtstag“.
  • Jetzt ist er „geschenkesatt“. Dreie Zweie sind immer noch nicht ausgepackt, weil er sich sooo schön erst immer in Ruhe mit jedem einzelnen beschäftigt, wenn er sie entwickelt hat.
  • Unsere Möbel stehen immer noch nicht wieder an Ort und Stelle, weil wir heute einfach nur ko und faul gewesen sind, viel geschlafen haben und ansonsten mit dem kleinen Mann die Geschenke bestaunt und ausprobiert haben. (Also ich, ich bin noch ganz und gar nicht „geschenkesatt“, ich würde auch die anderen Dreie Zweie am Liebsten noch sofort auspacken, um endlich zu wissen, was da nun noch Schönes zum Vorschein kommt! 😉 )
  • Es war ein wenig schwierig mit Deutschen und Brasilianern zu feiern, weil sich zwischen den „Gruppen“ kaum Vermischung ergeben hat. Deutsche sind da aber auch immer schwierig! Muss ich an dieser Stelle einfach mal schreiben. Selbst wenn sie im Ausland leben und alle mehr oder weniger gut die Landessprache beherrschen. Bei einer Überzahl Deutscher wäre es ja mal vielleicht nett gewesen, die Brasilianer einzubeziehen… Also, als ich als einzige Deutsche letztens auf dem brasilianischen Buffet-Geburtstag gewesen bin, da haben sich die nächst Stehenden Brasilianer immer sofort auch mit mir unterhalten und mich eingebunden.
  • Außerdem war es schwierig, weil die Brasilianer trotz nettem Hinweis, dass sie uns nicht „erschrecken“ würden, wenn sie schon pünktlich kämen, trotzdem ungefähr anderthalb bis zwei Stunden verspätet kamen. Mit dem Singen und dem Anschneiden der brasilianischen Torte haben wir dann nämlich doch bis dahin gewartet. Fehler: Weil dann von dem deftigen Essen zu viel übrig geblieben ist, was es nur eine Stunde später gab. Sollte es ein nächstes Mal geben, werde ich sowas wie einen Ablaufsplan mitsenden und drauf hinweisen, dass es Deutsche als „nicht nett“ empfinden, wenn jemand zu spät kommt. Oder den Brasilianern mindestens eine Stunde früher als den eigentlichen Beginn auf die Einladungskarte schreiben… 😉
  • Alles in Allem war es also wunderschön und hat uns eine Menge Spaß gemacht!!!