Geburtstagsfeier-Schnipsel

Aus Zeitgründen mal wieder einen kleinen Schnipsel über unser Erlebtes schon von vorgestern.

  • Gefeiert wurde ein dritter Geburtstag.
  • Es gab drei verkleidete Kinderanimateure.
  • Ein kleines Bällebad plus zwei Zelte verbunden mit einem Tunnel.
  • Hinten links in der Ecke einen Whirlpool, wo man zwischendurch Kinder von einsammelte. Erstaunlicher Weise ist niemand wirklich nass geworden. 😉
  • Gefeiert wurde im Übrigen in einer großen Halle im Erholungsbereich eines großen und sehr guten Hochhaus-Condomíniums. (Darunter kann man sich einen hoch umzäunten/ummauerten Block mit mindestens einem Hochhaus drauf, je nach Lage und „Güte“ mit kleinem Garten und Pool sowie Kinderspielplatz drinnen vorstellen.)
  • Es wurde ein Puppentheater (Die drei kleinen Schweine und der Wolf) aufgeführt.
  • Der kleine Mann versteht ja nicht alles auf portugiesisch, so hat er immer profilaktisch jedes Wort, das er kennt, nachgerufen, was sehr amüsant war.
  • Überhaupt war für uns Eltern (der große Mann konnte auch mit) noch viel spannender als das Stück, die Reaktionen und Interaktionen des kleinen Mannes zu beobachten. Wirkt er sonst bei Begrüßungen immer sehr schüchtern, so hat er dort vorgestern wirklich sehr aufgedreht und sich mit den anderen Kindern pudelwohl gefühlt. Außerdem weiß er schon ganz genau, dass die Animateure zur Animation der Kinder da sind und wendete sich ohne Berührungsängste bei allem möglichen (zum Beispiel Schuhe zubinden, auf dem Schoß das Stück zu verfolgen usw.) direkt an diese.
  • Ernährt hat er sich nur von Brigadeiros. (Und dann auch das Abendbrot verschmäht.)
  • Gefeiert wurde von 16-19 Uhr.
  • Nach dem Puppentheater gab es eine Kleinkinderdisko mit Lichtanlage und _Schaum_. (Aus einer Sprühdose in die Hände der Kinder und zu bestimmten Sequenzen wurde in die Hände geklatscht, dass der Schaum nur so stob.)
  • Eine Mordsgaudi das.
  • Nach der Feier war nicht nur das Kind dieser Familie, sondern auch wir erst einmal platt.
  • Da die Feier in der Woche und tagsüber stattfand, waren nicht unerheblich viele Kindermädchen mit Kindern zur Feier erschienen an Stelle der Eltern. Die Kindermädchen waren natürlich in weiß gekleidet. Irgendwie sah das für deutsche Augen … komisch … aus.
  • Aber zum Abholen trudelten dann doch einige Eltern noch ein. (In der Regel arbeiten auch beide Eltern ganztags.)
  • Es feierte übrigens eine Deutsche, deren Sohn aber in einen brasilianischen Kindergarten geht. Da ist es so üblich, dass man alle Kinder der Gruppe zum Geburtstag einlädt. Macht man das nicht, ist man unten durch.
  • Die bisherigen Geburtstage dieses Kindergartens waren immer in Buffets gefeiert worden und somit war der vorgestrige in der Halle des Erholungsbereichs des Condomíniums der „häuslichste“.
  • Auf einem der Buffet-Geburtstage soll es eine Pudel-Show gegeben haben, so mit durch Reifen springenden und tanzenden kleinen Hunden.
  • Schön war die Feier und für uns ein weiterer von mindestens 1000 kleinen Abschieden in diesen Tagen.

Nach der Feier – Schnipsel

  • 3000 Bälle im Bällebad sowie eine Rutsche da hinein gegen 16 Kinder und zwei Babys bei 20 Erwachsenen und 3 Kindermädchen
  • Toberei auf den Blocos mágicos
  • Krabbelei durch Tunnel in eine Höhle
  • Burgen- und Häuserbau mit Softklötzen
  • Zaubertafelmalereien
  • Kleinere Schlichtungseingriffe durch die Erwachsenen so nach dem Motto, wer wo ansteht und wann rutschen kann, weil unten wieder Platz ist, ansonsten ist der Plan aufgegangen, dass die Kinder bei den Spielsachen schon alleine genug Beschäftigung finden und haben.
  • Viel zu viel Essen, wirklich! Es ist zu viel übrig geblieben, als dass wir Drei es alleine aufessen könnten. Ach könnte ich doch nur eine Menge Mousse de Maracujá und brasilianische Torte nach Deutschland beamen! *seufz*
  • Brasilianische Torte beim deutschen Bäcker bestellt, der dann aber seine brasilianische Frau den Backlöffel hat schwingen lassen – super lecker, ein Gedicht, ein Traum aus supersoftem, lockeren, hellen Boden, mit leckerster, heller Cocos- und dunkler Schokoladencreme gefüllt und für den deutschen Gaumen extra nicht so süß gemacht! *hmmmschlecksabber* Allerdings mit Garantie auf direkt anwachsendes Hüftgold! 😉
  • Spiegeleierkuchen in leicht abgewandelt von Tanja ist ebenfalls extremst lecker und leicht und schnell zuzubereiten.
  • Der kleine Mann hat es so genossen, im Mittelpunkt zu stehen, und besonders schön war es für ihn wohl auch, als alle für ihn gesungen haben – erst auf portugiesisch „Parabéns“, dann auf deutsch „Heut ist Dein Geburtstag“.
  • Jetzt ist er „geschenkesatt“. Dreie Zweie sind immer noch nicht ausgepackt, weil er sich sooo schön erst immer in Ruhe mit jedem einzelnen beschäftigt, wenn er sie entwickelt hat.
  • Unsere Möbel stehen immer noch nicht wieder an Ort und Stelle, weil wir heute einfach nur ko und faul gewesen sind, viel geschlafen haben und ansonsten mit dem kleinen Mann die Geschenke bestaunt und ausprobiert haben. (Also ich, ich bin noch ganz und gar nicht „geschenkesatt“, ich würde auch die anderen Dreie Zweie am Liebsten noch sofort auspacken, um endlich zu wissen, was da nun noch Schönes zum Vorschein kommt! 😉 )
  • Es war ein wenig schwierig mit Deutschen und Brasilianern zu feiern, weil sich zwischen den „Gruppen“ kaum Vermischung ergeben hat. Deutsche sind da aber auch immer schwierig! Muss ich an dieser Stelle einfach mal schreiben. Selbst wenn sie im Ausland leben und alle mehr oder weniger gut die Landessprache beherrschen. Bei einer Überzahl Deutscher wäre es ja mal vielleicht nett gewesen, die Brasilianer einzubeziehen… Also, als ich als einzige Deutsche letztens auf dem brasilianischen Buffet-Geburtstag gewesen bin, da haben sich die nächst Stehenden Brasilianer immer sofort auch mit mir unterhalten und mich eingebunden.
  • Außerdem war es schwierig, weil die Brasilianer trotz nettem Hinweis, dass sie uns nicht „erschrecken“ würden, wenn sie schon pünktlich kämen, trotzdem ungefähr anderthalb bis zwei Stunden verspätet kamen. Mit dem Singen und dem Anschneiden der brasilianischen Torte haben wir dann nämlich doch bis dahin gewartet. Fehler: Weil dann von dem deftigen Essen zu viel übrig geblieben ist, was es nur eine Stunde später gab. Sollte es ein nächstes Mal geben, werde ich sowas wie einen Ablaufsplan mitsenden und drauf hinweisen, dass es Deutsche als „nicht nett“ empfinden, wenn jemand zu spät kommt. Oder den Brasilianern mindestens eine Stunde früher als den eigentlichen Beginn auf die Einladungskarte schreiben… 😉
  • Alles in Allem war es also wunderschön und hat uns eine Menge Spaß gemacht!!!

Vor dem Ansturm

Wir liegen gut in der Zeit, so dass ich jetzt um viertel vor zwei unserer Zeit noch schnell ein paar Fotos hochladen kann. 😉

Unser Wohnzimmer ist einer Spiellandschaft gewichen – die Kinder (zwischen 6 Monaten und 6 Jahren) sollen sich ja nicht langweilen und den Erwachsenen auch die Möglichkeit zur Unterhaltung geben. 😉

Ach ja, sonstige furchtbare Möbel und Bilder auf den Fotos, spiegeln nicht unseren Geschmacl wider, sondern den der eigentlichen Eigentümer. Wir haben unsere Möbel aus Deutschland nicht mitgenommen, sondern möbliert gemietet. Nomaden-Alltag.

Im Esszimmer ist für den Beginn ganz brasilanisch süß eingedeckt, allerdings werden wir das zu Beginn verzehren, wenn alle angekommen sind und nicht wie hier sonst üblich, erst ganz zum Schluss. Denn da git es bei uns dann deutschen Kartoffelsalat, Wiener-Würstchen, Kibe, grünen Salat, ein wenig Käse, Kartoffel in einer Marinade, Rote Beete und Brötchen.

Als „Hauptkuchen“ gibt es einen nach brasilianischer Machart. Links und rechts daneben noch Brigadeiros, die typischen kleinen selbstzumachenden Pralinen für Geburtstage und zwischendurch. 😉

Und ich habe noch einen Spiegeleierkuchen nach dem Rezept von Tanja gemacht.

Allerdings musste ich die Rezeptur abwandeln, da es in Brasilien kein Creme Fraiche gibt. Mit Tanjas Hilfe habe ich mich für eine Mischung aus Ricotta und Philadelphia in light entschieden (eigentlich wollte ich mit Mascarpone anstelle von Philadelphia mischen, aber den hab ich Freitag nicht gefunden…). Wie er schmeckt, verrate ich im nächsten Eintrag. 🙂 Vielen Dank für die Hilfe, Tanja!!! 🙂

(Leider hat er schon ein wenig Schaden genommen.)

Vielen herzlichen und lieben Dank auch an Schlapunzel für diese super schöne und tolle Gratulation!!! 🙂

Brasilianischer Kindergeburtstag im Buffet

Ich bin peinlich berührt, dass wir mal wieder die ersten Gäste gewesen sind.

Immerhin fuhr genau vor uns die Großmutter des Geburtstagskindes vor. Die Eltern samt Ehrenperson sowie dem Kindermädchen waren natürlich schon dort.

Ach ja, wir waren so um 19.20h da und der Beginn war für 19h angesetzt.

Machte mir aber nichts, denn dort gab es genügend Sachen zum Bespielen für den kleinen Mann und ich konnte ein paar Fotos schießen, die ich Euch und Ihnen jetzt zeigen kann, ohne allzu viele Personen drauf, die ich sonst nach ihrem Einverständnis hätte fragen müssen. (Für schönere Fotos von dem Buffet bitte hier hin klicken.) Ich schätze mal, dass so gegen 21h dann alle Gäste angekommen waren, es war sehr voll zu dem Zeitpunkt.

Schätzungsweise waren deutlich mehr Erwachsene da als Kinder, auch wirklich einige erwachsene Paare ohne Kinder, natürlich die komplette Familie samt Onkel, Tanten, Nichten und Neffen.

Die größten Attraktionen waren ein Kletterdingens und jede Menge Fahrgeräte wie auf einer Kirmes (die es hier übrigens sonst nicht gibt), also Karussels ein Hochzieh- und Runterfalldingens, was aber natürlich nicht im Geringsten so hoch war, wie die in Deutschland auf den Märkten. Am Meisten Ausdauer hatte der kleine Mann mit einem Autozug zu fahren. Dann gab es eine kleine Schwebebahn und für die größeren Kinder einen Kicker, ein Snowboard an einer Maschine, sowie ein paar Computerspiele, die wie diese Spielautomaten in Kneipen aussahen. Ein kleines Fußballfeld und einen Basketball ebenfalls in einer Maschine gab es auch noch. Und nicht zu vergessen ein tiefes Bällebad. Und eine Kinderschminkecke, in der man aber nur „professionell“ geschminkt werden konnte, nicht nett mit Tieren oder so. Der kleine Mann bekam dann aber eine „Frisur“ gemacht mit Gel und darüber würde grüner Glitter gestäubt. Er war der einzige Junge, mit dem so etwas gemacht wurde, oder bei dem das zugelassen wurde. Brasilianer sind mit ihren Jungens was das anbelangt sehr vorsichtig. Es könnte ja sein, dass sie dadurch schwul werden… *seufzundaugenroll*

Das Geburtstagskind wurde übrigens die allermeiste Zeit von zwei Personen verfolgt: Einer Kamerafrau und einem Fotografen. (s. das Bild mit dem Klettergerät)

Das mit unserem Abendessen zu Hause hat nicht so richtig geklappt. Wir hatten einfach noch nicht wieder genug Hunger um halb sechs abends, unsere Zeit ist nämlich sonst sieben Uhr dafür. Aber vor Ort gab es leckeren Salat, also der sah sehr lecker aus (ich war ja alleine mit dem kleinen Mann da und da konnte ich das leider nicht in Ruhe probieren), und Nudeln mit Sahnesoße, wovon der kleine Mann so gegen 22h eine große Portion verdrückt hat, ich kam leider ein wenig zu kurz, denn es wurde schon um 22.20h Parabéns gesungen, das brasilianische Geburtstagslied.

Dann durfte man auch endlich an diese netten Pralinen, die die ganze Zeit schon so verführerisch aufgebaut waren (Ich musste sie einige Male vor dem kleinen Mann schützen, kein brasilianisches Kind kam natürlich auf die Idee da dran zu gehen, die sind das ja seit Babysein so gewöhnt). Lecker waren die! (Und es gab noch mindestens drei weitere Sorten, die ich leider nicht mehr vor die Linse bekam.)

Ja und dann haben wir uns auch schon verabschiedet und darüber ganz den Geburtstagskuchen verpasst. Schade, na ja, es gab dann am Ausgang noch Süß zum Mitnehmen und einen großen Ball, in dessen „Topf“ noch weitere Mitgebsel auftauchten: Ein Springseil, Seifenblasen-Lösung, Leuchtsterne, ein Kartenspiel, „Knallerbsen“ und sowas wie ein kleiner Kreisel aus Holz mit einer Schnur dran.

Daheim waren wir so gegen 22.50h und der kleine Mann so um 23h im Bett. Da unser Telefon und Internet noch immer nicht funktionierte, folgte ich ihm nur knapp später und freute mich schon auf ein „einsames“ Frühstück und erwartete den kleinen Mann so gegen 9h dazu, da er normaler Weise ungefähr zehn Stunden schläft. Daraus wurde ja nichts. Der frühe Mittagsschlaf zumindest bewahrheitete sich und der kleine Mann schlief schon gegen 11h ein, um dann allerdings eine Stunde später schon wieder zu erwachen. Bis 19.45h hat er dann heute ausgehalten, auch wenn ihm während der Guten-Nacht-Geschichte des großen Mannes mehrmals schon der Kopf zur Seite wegkippte, er musste unbedingt noch das Ende der Geschichte abwarten. 🙂