Sonntagsblicke

Blick Sonntags morgens um 10 Uhr rum von der Skye-Bar aus. Da waren wir heute morgen nur frühstücken. Abgestiegen sind wir da leider nicht. 😉 Wir bleiben bis zum Schluss hier im Haus. Eingepackt ist mittlerweile auch alles außer den Kinderspielsachen und diversen Kleidungsstücken. Im Augenblick mache ich eine Pause vom Wühlen durch die millionen Tarife für Festnetz, Internet und Handy in Deutschland. Himmel! Ich werde davon verrückt. Was gibt es da mittlerweile für einen Dschungel. Und erst einmal diese für vollständige Informationen Suchende unfreundliche Internetseiten!!! Fußangelnote hier und da auch noch und bei Klick dorthin und wieder zurück noch einmal drei weitere. Oder so ähnlich. Und ich beherrsche ja zum Glück die geltende Amtssprache Deutschlands… Nun, mittlerweile haben wir uns erfolgreich durch gekämpft und Handy, Festnetz und Internet bestellt. Die Wartezeit auf das Internet wird allerdings ca. 4 Wochen betragen… 😦

Durch das ungewohnte Tragen von leichten Absätzen auf diversen Abschieds-Events habe ich mir nun immer stärker werdende Rückenprobleme eingefangen… Falls jemand einen guten Tip gegen beginnenden Hexenschuss hat, nur her damit.

Heute Abend haben wir uns dann noch einmal diesen Blick vom Italia-Hochhaus gegönnt:

Abendstimmung an der Stadtautobahn

sao paulo - marginal

sao paulo - marginal

sao paulo - marginal no.2

sao paulo - marginal no.2

lieblingsbild der fahrt - sao paulo - marginal no.3

lieblingsbild der fahrt - sao paulo - marginal no.3

sao paulo - marginal no.3 - neue brücke

sao paulo - marginal no.4 - neue brücke

luxus-shopping cidade jardim

luxus-shopping cidade jardim

Aufgenommen auf der Fahrt am letzten Sonntag. Die Hochhäuser über dem Shopping stehen gerade noch im Bau und zur Zeit kann man dort noch Appartements kaufen. Sie gehören selber also nicht zum Shopping, das ist das kleine Gebäude im Vordergrund, allerdings nur eine Stirnseite davon.

Ein Blick über Sao Paulo

Es gibt einige nette Orte in Sao Paulo, an denen man einen schönen Blick über die Stadt werfen kann.

Wenn man nicht gerade das Glück hat, etwas auf einer Anhöhe (in Sao Paulo ist es generell doch recht hügelig) mit freiem Blick zu wohnen, oder hoch genug und mit freiem Blick in einem Hochhaus, dann steuert man in der Regel, die schon in den normalen Reiseführern empfohlenenÖP? zwei Hochhäuser in der Innenstadt an:

blick vom banespa hochhaus

blick vom banespa hochhaus

Das Banespa-Hochhaus. Vorsicht: Die letzten Etappe muss man einige Treppen steigen. Nicht barrierefrei! Freier Eintritt.

Oder das Edifício Itália (engl.) (Italien-Hochhaus). Es gibt einen Panorama-Restaurantbereich, der barrierefrei erreichbar ist, und eine Piano-Bar, für die man leider zwei Treppen weiter hinauf muss. Möchte man nicht essen, sondern nur gucken, zahlt man 15 Reais.

blick vom edificio itália

blick vom edifício itália

Dann wäre da noch die Dachetage des Hotels Unique (lohnt sich pop-ups zu erlauben), die neben einem bezaubernden Ausblick auch auf die Bäume des Ibirapuera-Parks, noch ein wirklich vorzügliches Restaurant namens Skye Restaurant bietet (gehobene Preisklasse), aber auch einen Skye-Barbereich besitzt. Kein Eintritt (außer einer entsprechenden Parkgebühr für das Auto), ein wenig Luxus, eine Außenterasse, die zum Barbereich gehört, diese ist tagsüber mit Pool nur für die Hotelgäste geöffnet, aber abends für alle offen und bietet wirklich ein ganz besonderes Flair mit Blick auf bunt bestrahlte Hochhauskonstrukte in der Nacht (bisher leider leider nie den Fotoaparat dabei gehabt…) und chilliger Musik (ab 21h mit DJ). Relativ barrierefrei (sprich nach oben gibt es einen Aufzug, aber dann „runter“ in den Restaurant- und Barbereich noch einmal drei oder vier Treppen zu überwinden.

Seit Ende Mai gibt es jetzt in Sao Paulo noch eine vierte sehr empfehlenswerte Alternative, in der man ebenfalls keinen Eintritt zu zahlen hat (außer den Kosten zum Parken des Autos), der barrierefrei zugänglich ist und eine sehr sehenswerte Aussicht auf Sao Paulo bietet:

Das neue Luxus-Shopping Cidade Jardim. Von dort hat man einen guten Blick über die Marginal (eine zentrale Stadtautobahn), den städtischen DreckFluss rüber nach Brooklin und rechts runter bis zur neuen Brücke Sao Paulos. (Welcher Ausblick sich da potenziell bietet, sieht man auf der Linkseite, wenn man „acesso“ anklickt.)

neue brücke

neue brücke

Am letzten Wochenende haben wir uns dieses neue Shopping einmal angesehen. Es ist wirklich sehenswert, da es sehr großzügig und natürlich edel angelegt wurde. Die allermeisten Geschäfte sind dementsprechend auch jenseits von Gut und Böse, was ich für Dinge jemals ausgeben würde, aber es gibt doch das ein oder andere normale Geschäft wie Z.ar.a oder ein Sportfachgeschäft und eine wunder-, wunderschöne Buchhandlung mit angeschlossenem Café mit Sicht auf die Marginal.

Leider hatte ich unseren Fotoapparat nicht dabei, weswegen wir unbedingt noch einmal hinfahren werden müssen. 😉

Das Shopping ist erstaunlich schön grün bepflanzt und insgesamt sehr hell gestaltet – etwas was ich ansonsten an den ShoppingMalls immer sehr vermisse, zu sehr vermisse, als dass ich dort gerne shoppen würde. Und da viele der Shoppings in dieser Stadt schon vor langer Zeit entstanden sind, ist es hier oft wirklich nicht besonders einladend zum längeren Verweilen, selbst in „guten“ Shoppings, wie z.B. dem Ibirapuera-Shopping und auch in Bereichen des Iguatemi-Shoppings, was übrigens das Älteste Sao Paulos ist (und eines der sehr guten, was die Geschäfte anbelangt).

Sao Paulos neues Shopping hat sogar eine eigene „Garten“-Etage, d.h. es handelt sich nicht um eine Etage, auf der man Gartenzubehör erwerben kann, sondern die dritte Etage _ist_ ein Garten (unüberdacht), in dem man wandeln und es sich auf Bänken gemütlich machen kann, mit einem wundervollen Blick hinüber über Marginal und Fluss auf die Hochhäuser von Brooklin.

Lächle nicht, deutsche/r LeserIn, dieser Blick hat etwas. Zum einen sind ein paar nette Hochhäuser zu sehen, aber selbst die älteren erstrahlen morgens und abends in der rötlichen Sonne in einem wirklich schönen Licht. Meine Mutter und meine Schwester kamen in diesem Licht morgens in die Stadt und haben sich direkt verliebt. Vor allem meine Mutter saß vorne im Auto neben dem großen Mann, der uns abholte, und sagte immer wieder, nein wie schön es doch hier sei. Irgendwann bestätigte das dann der große Mann ebenfalls plötzlich offen für diese ganz bestimmte Stimmung. (Ich fand´s amüsant, weil er das so mit dem staunenden Blick des etwas das erste Mal Sehenden von sich gab. Typisch Mann. 😉 )

Scheiden tut weh – Sao Paulo bei Nacht

avenida paulista

avenida paulista

  • nicht ganz 90km heute nachmittag gefahren (zwischen 15 und 19Uhr)
  • für die Hinfahrt 1h12m (kleiner Mann schlief da zum Glück seinen verspäteten Mittagsschlaf)
  • Aufenthalt im Flughafen ca. 40m
  • keinerlei Schlangen beim CheckIn, was weder daran lag, dass wir besonders früh noch besonders spät dran gewesen waren, irgendwie komisch
  • Abschiedswasser und Käsebrot (Pao de Queijo)
  • nochmal zur Toilette, man weiß ja nie, wie lang man fährt…
  • beim Verabschieden drei Erwachsene mit feuchten Augen und ein weinender wütender kleiner Mann
  • für die Rückfahrt 1h40m
  • Bespaßung mit Käsebrot (Pao de Queijo), Gummibärchen, Wasser, einem Schnulli und einem Kinderrucksack voller Bücher
  • sehr aufmerksamer kleiner Mann, der mir direkt beim letzten Bissen des ersten Käseknubbels einen zweiten anbietet und nach vorne
    ebenfalls avenida paulista

    ebenfalls avenida paulista

    durch reicht (ich hatte ihm die Tüte mit vieren gegeben)

  • jetzt ko und irgendwie leer
  • zwei (fast einhalb) Wochen sind zu wenig um alles zeigen zu können, was man gerne möchte
  • (normaler Weise benötigt man zum Flughafen von uns aus ohne Stau nur eine dreiviertel Stunde)

    igreja - kirche, av. paulista am ende/anfang

    igreja - kirche, av. paulista am ende/anfang

Krakeleien

In Sao Paulo sieht man gar nicht sooo viele Graffitis, die als Schmierereien gedacht sind, sondern mehr welche, die an Autowerkstätten oder anderen Ladengeschäften angebracht wurden, um für dieses eben auch als eyecatcher zu fungieren. Jetzt muss ich gestehen, dass ich davon noch nie ein Bild geschossen habe, was ich aber unbedingt mal nachholen muss, denn meist sehen die wirklich recht nett aus.

Worüber ich schreiben möchte sind diese Krakeleien.

Man sieht sie in ganz Sao Paulo an den verschiedensten Hochhäusern und den unmöglichst zu erreichenden Stellen, aber auch an Brücken auf der Marginal oder an kleineren Häusern. Deutlich mehr davon bekommt in der Nähe von nicht so guten Ecken in Sao Paulo oder eben direkt in nicht so guten Vierteln zu sehen.

Es gibt Gruppen in der Stadt, die liefern sich ein „Wettrennen“ mit diesen Schmierereien. Wer hat die meisten und die an den höchsten und am unmöglichsten erscheinenden Stellen.

Schönheit steht dabei leider im Hintergrund…