Mein zweiter Kolibri

Auf der Ilhabela, da in der gemütlichen Sitzecke (weiter links gab es noch einen großen Esstisch und eine Kaminecke), wo die Orchideen von der Pergola hingen, da ist mir das zweite Foto von einem Kolibri geglückt. (Leider mit blödem, dunklen Hintergrund, aber immerhin. Den ersten Kolibri findet man auf meiner MySpace-Seite neben anderen Tierchen aus Brasilien.)

kolibri

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Wieder zurück

Wie sind zum urlauben für meine Mutter und meine Schwester und bessere Luft vor allem für mich und den kleinen Mann über ein paar Tage ans Meer gefahren. Um genauer zu sein sogar auf eine wunderschöne Insel namens Ilhabela.

Vor lauter Ko-Sein und noch Packen und sowas bin ich einfach nicht mehr dazu gekommen, noch ein paar Zeilen zu hinterlassen und habe jetzt nach Rückkehr wirklich ein schlechtes Gewissen zumal ich schon unterwegs ab und an ein ungutes Bauchgefühl hatte, bei Abfahrt dachte ich aber auch, dass ich mich mal von unterwegs melden könnte…

Blöd aber auch, dass in unserer Pousada (Pension) kein öffentlicher Internetzugang war. Das hatten wir natürlich auch nicht bei der Buchung abgefragt… 😉 Sehr zum Leidwesen übrigens auch meiner kleinen Schwester, die so ebenfalls gar nicht mit ihrem in Deutschland zurück gebliebenen Freund kommunizieren konnte. Sie – und ich denke auch er – haben das aber überlebt. 😉

Noch bin ich zwar nicht ganz genesen (obwohl das Antibiotika morgen zuende geht), aber es geht mir schon unvergleichlich besser gegenüber noch letzten Donnerstag. Und wir hatten wirklich ein paar herrliche, sonnige und warme Tage am Meer, auf einem wunderschönen Flecken Erde (und zu dieser Zeit auch ohne die berüchtigten Borrachudos, was sowas wie Kriebelmücken sind) und in einer sehr hübschen Pousada.

Leider läuft jetzt so langsam der Countdown, denn meine Mutter und Schwester fliegen Freitag abends schon wieder zurück nach Deutschland.

Fotos folgen übrigens sobald ich weiß, wie man diese in dem neuen Programm (für Webseiten) verkleinern kann…

Urlaub auf dem Archipel Fernando de Noronha

Das Archipel Fernando de Noronha ist eine Perle der Natur, ein brasilianischer Garten Eden wie hier gesagt wird.
Bekannt ist die Inselgruppe vulkanischen Ursprungs für ihre reichen Meeresschildkröten-Vorkommen und die weltweit größte Delfinpopulation, die dort auch in einer von weltweit zwei Buchten ihre Jungen aufziehen.

blick auf den morro do picopraia do sancho

Im Landeanflug betörte uns schon das Meer/Blick über die Praia dos Porcos auf den Morro do Pico/Blick über den Praia do Sancho, der nur über eine steile Eisenleiter den Felsen hinab erreichbar ist

Nicht nur, dass es auf Fernando de Noronha wunderschön ist – auf der Hauptinsel als auch im Wasser drum rum – es ist auch einfach ruhig und nicht überlaufen dort.
Die Brasilianer schützen nämlich ihr Juwel und so steht die ganze Insel unter der Verwaltung des brasilianischen Umweltministeriums. Außerdem ist ein Teil der Hauptinsel, die nur ca. 17km² groß ist, und ein Gebiet des Meeres in das UNESCO Weltnaturerbe aufgenommen.

praia do sancho vom boot auseine liegende Mumiepraia da cacimba do padrepraia do sancho

Ansicht vom Boot auf den Praia do Sancho und den Felsen, den man hinab muss/die Felsenformation sieht wie eine liegende Mumie aus/am Praia da Cacimba do Padre/ Praia do Sancho von unten (bin allein hinab)

Es dürfen sich immer nur maximal 480 Urlauber gleichzeitig auf der Insel aufhalten, es muss eine tägliche Umweltgebühr entrichtet werden und man bekommt bei der „Einreise“ extra Müllbeutel in die Hand gedrückt, es wird ein (nicht zwingend vorgeschriebener kurzer Film über die Insel gezeigt, in dem auch das Umweltbewusstsein angesprochen wird, dass man eben die Müllbeutel nutzen soll, man seine Kippen ebenfalls nicht zurück lassen soll (Vermüllung und Brandgefahr), man nur kurz Wasser und Strom nutzen soll, bestimmte Schnorchelgebiete darf man nur ohne Sonnenschutz beschnorcheln. Die Insel hat nicht genügend eigenes Süßwasser und so wird Meerwasser aufbereitet. Strom wird mittels eines kleinen Windrades und Öls erzeugt. Trotzdem gibt es in allen Pensionen Klimaanlagen (was ein Glück – was ein Glück, wir haben vermutlich noch nie so geschwitzt!) und auf der Insel ist das hauptsächliche Fortbewegungsmittel der Strandbuggy – also ein wenig Umweltschutz light, zumindest in unseren Augen. Dabei pendeln auf der Insel auch zwei Buslinien, alle halbe Stunde.

palacio im hauptdorf vila dos remedios Palacio im Hauptdorf Vila dos Remedios

Den ersten Tag haben wir direkt eine den ganzen Tag andauernde Inseltour zusammen mit dem kleinen Mann unternommen. Das konnten wir zusammen erleben, weil wir mit einer kleinen Gruppe von Urlaubern von Strand zu Strand gefahren wurden und dabei noch jede Menge Informationen bekamen. Der Vormittag verging am Praia Suoeste mit Schnorcheln über Korallen und einer sehr bunten Unterwasserwelt.
Der große Mann ging direkt als erstes mit und zwang mich daraufhin fast sehr euphorisch in der zweiten Gruppe mit zu gehen, war ich doch ein wenig ängstlich. Im Nachhinein bin ich ihm sehr dankbar dafür, denn es war unbeschreiblich schön! Gut fast unbeschreiblich, ich versuche mich mal. Zuerst begegnete ich einem gelben dreieckigen recht großen Fisch, der sehr exotisch aussah, mich aber auf Grund seiner Größe dazu veranlasste, noch einmal nachzufragen, ob es in dem Gewässer auch wirklich ungefährlich sei, dessen ich versichert wurde. Nachdem ich mich dann doch an den Ring des Guides hängte, konnte ich der Unterwasserwelt auch viel entspannter zusehen, musste ich mich doch jetzt nicht mehr darauf konzentrieren, die anderen nicht zu verlieren und schnell genug mitzukommen, außerdem befand ich mich immer an erster Informationsquelle. Ich sah jede Menge bunte Fische, mehrere Mantelrochen in unterschiedlichen Größen, einen kleinen ängstlichen Hai (angeblich Vegetarier) und Meeresschildkröten *bitteGlänzeninmeinenAugenunderfürchtigeStimmevorstellen*. Es ist ein „unbeschreibliches“ Gefühl, wenn unter einem eine riesige Meeresschildkröte „schwebt“ oder neben einem zum Luftschnappen auftaucht.
An dem Tag folgten noch so viele tolle Ausblicke und Situationen, so viele schöne Strände, dass ich abends schon gar nicht mehr alle der Reihe nach aufzählen konnte, dabei fühlte sich der Tag niemals gehetzt an, bot immer wieder auch die Gelegenheit eine Runde im Meer abzukühlen und eine schöne Mittagspause. Der kleine Mann fand den Ausflug ebenfalls klasse und war ganz entspannt und einfach nur toll. Zwar etwas später als gewöhnlich und dafür auch noch kürzer als sonst, aber er schlief sogar bei uns im Arm auf einer Autostrecke ein und knackte dann eine Weile auf dem Rücksitz im Schatten weiter.

Wer übrigens gerne einmal Unterwasserfotos von Meeresschildkröten und Haien sehen möchte, die auf den Galapagos geschossen wurden, der klicke doch einmal hierher zur „Reise ins Ungewisse“ und noch hierhin auf „AnuschkasAdventures“.

bei berührung verbrennungen 1.-3. Gradesborboleta

Bei Berührung dieser Blätter eines Baumes darf man Verbrennungen des 1.-3. Grades erwarten/ ein schöner Schmetterling unbekannten Namens/ Geckos ohne Ende leben auf der Insel, evtl. ein Rübenschwanzexemplar

Während des Urlaubs unternahm der große Mann noch den ersten Tauchgang seines Lebens mit Flasche nach einer kurzen Einführung, dafür aber die gesamte Zeit mit einem Guide pro Taucher. Es war in einem 12 Meter tiefen Gebiet, in dem er es aber wegen erschwertem Druckausgleich „nur“ bis 6 Meter hinab geschafft hat. Eindrücklichstes Erlebnis war plötzlich mitten in einem Fischschwarm zu stecken. Aber ansonsten ist sein Fazit, dass es zwar nett ist, dass er soetwas jetzt einmal gemacht hat, aber den Mehraufwand zum Schnorcheln hat es dann doch nicht gerechtfertigt.
Ich bin dafür an einem Nachmittag nach x Jahren endlich mal wieder geritten und habe mir die Insel noch ein wenig verschlungener erschlossen und den schönsten Blick auf den morro do pico erhalten (aber keine Kamera dabei gehabt). Und komplett nass geworden bin ich dabei. Es hat geschüttet, dass man es sich kaum vorstellen kann. Oder doch: Man stelle sich einen riesigen, einen wirklich riesigen Eimer vor, der da oben von wem auch immer einfach umgeschüttet wird – so für ungefähr eine Stunde. Ich war patschnass und froh, dass ich unten drunter einen Bikini an hatte.

delfin Delfin

Für den kleinen Mann war mit Abstand sicherlich der Bootsausflug mit Delfinbeobachtung am Eindrücklichsten. Leider leider bin ich vor lauter Aufregung nicht auf die Idee gekommen, die Serienbildfunktion zu aktivieren und so war ich natürlich immer viel zu langsam für die schnellen Wasserartisten, die neben bzw. vor unserem Boot langsprangen und ihre Kapriolen schlugen – ich erwischte immer nur das Spritzwasser. Toll war es anzusehen und außerdem konnte man sie hören! Noch die gesamte Fahrt über (wir sahen das Rudel direkt zu Beginn) zeigte der kleine Mann immer mal wieder hinab ins Wasser und artikulierte die aufgeregtesten Lautfolgen. Ich bin mir sicher, dass er uns von den Delfinen erzählte und wollte, dass sie noch einmal kamen.

Ich kann Fernando de Noronha nur wärmstens als Urlaubsziel in Brasilien empfehlen! Es eignet sich sowohl für ganz kleine Kinder im Alter des kleinen Mannes als auch für den Familienurlaub mit Jugendlichen, da es einige Strände gibt, die richtig fette Wellen zum Surfen produzieren.
Durch ihre abgeschiedene Lage und die Umweltauflagen ist die Insel zudem wirklich ruhig und man kann sich entspannen, profitieren doch alle Inselbewohner vom Tourismus, so dass es nicht gefährlicher als egal wo auf dem Land in Europa ist.

Ein super Video von der Landschaft um Fortaleza und einer Buggytour dort im Nordosten Brasiliens findet man bei Belinda. Die Landschaft um Fortaleza ähnelt der um Natal, wo wir waren, sehr und wer noch einen besseren Einblick davon bekommen möchte oder auch mal eine Cashew-Frucht (verflixt wie schreibt sich das denn noch, hier schreibt man cajú!) sehen möchte, dem sei das Video ans Herz gelegt.

P.S.: Ich bin mir sehr unsicher, ob das Einbinden der Fotos geklappt hat, außerdem kann ich gerade keine Verlinkungen herstellen, weil ich auf die blog.de-Blogs soeben nicht zugreifen kann, ziehen sie doch auf ein anderes Datencenter um. Ich werde den Eintrag jetzt probehalber online setzen und dann sehen und evtl. noch editieren – dafür bitte ich um Verständnis.

Geschafft.