3x Kindermund

  • Der kleine Mann weiß um das Baby in meinem Bauch schon Bescheid. Schließlich soll er doch wissen warum ich „plötzlich“ seine 17 Kilo nicht mehr einfach so hochnehme um sie z.B.  in den Fahrradsitz zu hieven. Als letztens Besuch kam dann folgendes: „Mama, nimm bitte mal kurz das Baby aus dem Bauch. Zeig es mal!“ Ein guter Geheimniswahrer ist er noch nicht. ;-)(Natürlich hatte ich ihm das auch nicht auferlegt. Ich war davon ausgegangen, dass er es kaum beachtet.)
  • Die Oma kommt zu Besuch und hat für den kleinen Mann eine Kleinigkeit aus dem Garten mitgebracht, Physalis-Lampions zum Basteln. Für mich hatte sie auch ein kleines Geschenk mitgebracht, sogar eingepackt. Ich legte es erstmal beiseite. Der kleine Mann kam um die Ecke, sah das schön verpackte Geschenk, nahm es und sagte zur Oma: „Ach Oma, schau mal, ich habe hier auch noch was Schönes für Dich!“
  • Wir sitzen im Auto der Oma. Aus dem Radio dudelt ein Special Robby Williams (1Live) nach dem Anderen. Der kleine Mann: „Oma, in Deinem Auto hast Du aber coole Musik.“

Umgang mit Schimpfwörtern

Nun ist der kleine Mann ja schon ein kleines Weilchen im Kindergarten und bringt nun so langsam die ersten Schimpfwörter mit ins Haus. Bisher hat er sie uns gegenüber noch nicht direkt angebracht, er brabbelt die manchmal so vor sich hin, gestern noch hat er mit drei Freunden zusammen gesessen und sie haben sie lachend und giggelnd „Blödkopp“ gegenseitig genannt. Wir dazugehörigen Mütter haben das einfach mal überhört, weil sie es ja nicht wirklich abwertend gemeint haben, sondern sich köstlich amüsiert haben. Außerdem waren sie ein wenig von uns entfernt, so dass das Überhören auch ganz gut geklappt hat. Eine der Mütter erzählte dann aber, dass ihr Sohn auch deutlich schlimmere Wörter aus dem Kindergarten mit nach Hause brächte, z.B. das Wort mit dem A vorne und dem F in der Mitte. Ihre Strategie ist es, diese Worte zu überhören, denn die Kleenen kennen ja in dem Alter (3 Jahre und ein paar Zerquetschte) die eigentliche Bedeutung noch nicht und sie wolle nicht in Erklärungsnöte kommen.
Ehrlich gesagt, habe ich mir bis dato noch keine Gedanken zu diesem Thema gemacht, doch bei dem beschriebenen Umgang mit den bösen Wörtern bleibt bei mir ein Bauchziehen zurück.
Wie gehen denn Sie da draußen mit den Schimpfwörtern um? Was wird überhört und was wird sanktioniert und wie?

Kindergarten-Einfluss

Gestern bei dem schönen Wetter nachmittags waren der kleine Mann und ich erst Eis essen – vielleicht ja zum letzten Mal in diesem Jahr – und danach auf dem Wochenmarkt unser Obst für die nächsten Tage kaufen.

Dort hat der kleine Mann Erdbeer-Kistchen entdeckt und wollte unbedingt eine haben, denn es ist sein Lieblingsobst. Das Einzige, was er in rauen Mengen essen mag. Wenn ich Glück habe, isst er sonst mal einen Apfel oder eine Banane. War er in Brasilien noch ein Obstesser, so ist er es seit unserer Rückkehr nicht mehr. Dafür isst er aber außer Sauerkraut alles Gemüse und auch gern und viel roh. Aber ich schweife ab: Auf Grund dieser Umstände war ich aber geneigt, dem kleinen Mann ein Kistchen zu kaufen und der Obstverkäufer gab dem kleinen Mann eine zum Vorabprobieren. Der kleine Mann steckt sie sich ganz in den Mund, der Obstverkäufer fragt: „Und wie schmeckt sie Dir?“ Der kleine Mann antwortet mit vollen Backen nicht ganz verständlich: „Mit vollem Mund darf ich nicht sprechen.“ Obstverkäufer und ich amüsieren uns köstlich, ersterer meint augenzwinkend: „Na, das wird ja mal ein wohlerzogener junger Mann.“

Vom Hasen und dem Igel oder so

Am Montag waren der kleine Mann und ich das erste Mal beim Kinderturnen, was ihm furchtbar viel Spaß gemacht hat. Fast die ganzen anderthalb Stunden (es gibt eine kleine Frühstückspause) hat er volle Pulle gegeben.

Es lag an einer Seite des Raumes eine große dicke Matte, vor der rechts mit Kästen eine Treppe aufgebaut wurde (die bis zum Schluss immer höher wurde), so dass die Kinder dann runter auf die Matte hüpfen/springen konnten. Links gab es dann einen kleinen Parcour mit Softteilen und Tunnel zum Krabbeln und rechts ging es dann über eine Balancierbrücke hoch zu der Kastentreppe. Vor dem Absprung bildete sich trotzdem immer eine kleine Warteschlange und die Eltern einschließlich meiner Eine hatten damit zu tun, die Kinder zum Warten zu animieren und davon abzuhalten, dem Vordermann mal einen „hilfreichen“ Schupser zu verpassen oder sich gar vorbei zu drängeln. Nachdem ich schon mehrmals den kleinen Mann an besagter Stelle zum Warten ermahnt hatte, hatte er es auch tatsächlich verinnerlicht. Kaum hatte er das letzte Kind in der Reihe erreicht, so rief er (jedes Mal übrigens bis zum Schluss!) laut durch den ganzen Raum: „Mama, ich warte schon!“ Sehr zum Amüsemang der anderen Eltern. 🙂

Nicht schlecht Warten als erstes Lernziel dieses Kurses, oder? 😉 Hätte ich jetzt nicht unbedingt vom Kinderturnen erwartet, zumal ich mit dem kleinen Mann sowieso diese Kurse wegen dem Spaßfaktor besuche und nicht weil ich denke, dass er da schon optimal auf das spätere Leben vorbereitet würde, wenn jetzt die Hirnhälfte x mehr angeregt wird als die andere oder so Scherze. 😉

Verflixt noch mal!

Abends sitzen wir im Wohnzimmer mit diversen Aufziehautos (und einem Löwen) um uns herum, die wir um die Wette flitzen lassen.

Auf dem Stäbchenparkett werden die Wagen in einer Reihe vom kleinen Mann aufgestellt. Dabei flitzt ihm ein Wagen immer wieder vor sein Bein und will partout nicht wie die anderen in der Reihe stehen bleiben. Ich gluckse so langsam vor mich hin, kenne ich doch den Grund, warum der Wagen immer schon flitzt. Als der kleine Mann beim bestimmt 6.Versuch dann auch noch laut „verflixt noch mal!“ sagt und ein „hm“ hinterher schickt, kann ich mich vor lautem Lachen nicht mehr halten. Sehr zur Irritation des kleinen Mannes, aber es dauert nicht lang und er stimmt dann doch mit ein.

Wenn man den Flitze-Aufziehwagen rückwärts einparken möchte, muss man sich nicht wundern, wenn der schon direkt los düst. 😉

Heute ist er nicht nur 2 Jahre, 8 Monate und 1 Woche und 4 Tage alt, sondern auch genau 96 cm groß.

Hättest Du´s gedacht?

Wir sitzen gemütlich angeschlagen (weil erkältet, wir schlittern grad von einer in die nächste) in der Küche, der kleine Mann und ich, und lassen es uns bei Milch, Kaffee, letzten Schokokeksen und Blaubeer-Polenta-Muffins (Resten vom sonntäglichen Familien-Besuch und gestrigen Freunde-Besuch, eine Bekannte aus Sao Paulo mit Kind, Brasilianerin, die auch gerade in unsere Stadt hier gezogen ist) 🙂 gut gehen und schauen dem Regen-Schnee-Sturm draußen zu. Gemütliche Atmosphäre. Mittlerweile sind die Böen dank Schnee gut zu erkennen und rauschen in ungefähr 35 ° Winkeln zwischen unserem Mehrfamilienhaus und den gegenüberliegenden Reihenhäusern hindurch.

Der kleine Mann kommentiert mehrfach total verdutzt: „Ach! Hätte ich gedacht nicht!“

Niedlich. 🙂