Im Zeitflug

Wie lang ist es jetzt bitte schön genau her, dass ich den letzten Beitrag geschrieben habe? Ach, egal. Zeitverschwendung nachzusehen. 😉

In der Zwischenzeit ist der große Mann aus Guatemala zurück gekehrt mit jeder Menge neuer Eindrücke, aber auch sehr müde. Die möglichen Zeitfenster um hier im Blog zu schreiben, sind dadurch auch nicht gerade größer geworden. Wobei, die Abwägung fällt da doch noch klar pro großem Mann aus. *grins*

Dann habe ich doch tatsächlich bei der Aktion Lichtblicke von den Shootingqueens gewonnen! Ich freu mich schon auf die Gestaltung eines Fotobuchs. Allerdings bin ich mal gespannt, ob ich vor Weihnachten dafür noch genügend Zeit finde…

Außerdem wäre es meine erste Woche in diesem Jahr gewesen, in der ich das größtmögliche freie Zeitfenster für mich/den Haushalt ohne Kinder am Bein gehabt hätte. Wenn, ja wenn nicht zuerst der große Mann und dann dicht gefolgt vom Sportjung und wieder einen Tag später von der Lookie hier alle eine hoch fiebrige hustende Grippe bekommen hätten. Passend dazu bekam ich es ohne Fieber. Jetzt habe ich in diesem Jahr nur noch einmal die Chance auf drei Werktags-Vormittage mit jeweils 2 einviertel Stunden ganz für mich allein. Das wird die letzte Woche vor Weihnachten sein.

Dann wären da Pläne zu schmieden und in die Tat umzusetzen für die nähere und etwas fernere Zukunft. Das sind keine umwerfenden Pläne, sondern mehr so praktische Eventplanungen. Das nächste davon steht schon diesen Sonntag an und das letzte davon wird unsere Silvesterparty sein… Dazwischen müssen noch letzte Dinge für den Familien-Adventskalender besorgt werden – letzte Möglichkeit dafür morgen früh! – sowie die Weihnachtsgeschenke geordert werden. Für die Nachbarschaft habe ich heute auf einmal fünf (5!) Pakete angenommen und komme mir nun so vor, als wäre ich die letzte, die mit ihren Bestellungen gerade erst beginnt… Immerhin weiß ich schon, was ich bestellen werde. Für Sonntag muss noch gebacken und gebastelt werden und natürlich auch erst noch morgen für eingekauft werden. Aber ich weiß auch zum Glück schon genau was. Wir starten unser diesjähriges Adventsfensterln in der Nachbarschaft. Dabei treffen wir uns an fast allen Tagen bis Weihnachten abends um 18h bei jemand anderem. Es gibt meist Glühwein und Kinderpunsch oder warmen Kakao, vielleicht auch noch eine Kleinigkeit zu essen und es wird feierlich ein hübsch geschmücktes Fenster „geöffnet“. Die Kinder werden sich dann zwar bis Weihnachten jeden Abend von Süßem ernähren, aber es macht wirklich Spaß und stimmt wunderbar auf Weihnachten ein.

Für nächste Woche Dienstag ist dann das nächste zu backen. Für Donnerstag noch eine gemeinsame Eltern-Kind-Bastelsache für die Weihnachtsfeier in der Klasse des Sportjungs zu entwickeln und in meiner Eigenschaft als stellvertretende Elternsprecherin umzusetzen. Wobei ich pendele mich da mittlerweile auf Weihnachtspostkarten ein. Oder doch Weihnachtsbaumanhänger aus Stroh? Ach… Ideen, leichte, sind noch gern gesehen. Es sollte für eine zweite Klasse machbar sein.

Mein Plan ist dann, dass es nach diesem Donnerstag ruhig und besinnlich wird und ich außer meiner Backleidenschaft für Weihnachten nichts mehr nachgehen muss ^^, sondern nur kann, wenn ich es möchte. Wobei… Ich vergaß noch den vormittäglichen Termin am Freitag beim Standesamt zur Hochzeit einer Nachbarsfreundin, der eigentlich auch noch genauer geplant und vorbereitet werden will… Und nachmittags möchte ich mit den Kindern dann – ups, das kann ich jetzt nicht schreiben. Vielleicht liest sie mit. Dafür sollte auch noch gebacken werden.

Zu meiner Ehrenrettung muss ich jetzt mal schreiben, dass ich viele dieser für die nächsten sieben Tage anstehenden Vorhaben ganz geplant und umgesetzt hätte, wenn ich die letzten drei Tage gesunde Kinder hätte in Schule und Maxigruppe bringen können. Aber so ist es wieder wie so oft im Familienalltag: Es kommt irgendwie doch anders, als geplant!

Mit mir um diese Zeit ist noch der Sportjung wach. Er darf die Kinderradio-Nacht hören, die ihm wirklich gut gefällt. Vielleicht wird er gerade ein klitzeklein wenig müde. Ich denke, er wird trotzdem bis zum Ende durchhalten. Heute hatte er seit Dienstag wieder seinen ersten fieberfreien Tag und da scheint sich doch einiges an Energie aufgestaut zu haben, was noch abgebaut sein möchte. Nicht nur die vielen Lieder zwischendurch animieren ihn zum mittanzen, sondern er tigert auch so oft um das Sofa, in die Küche und die Diele. Ich bekomme überhin gefühlt alle zwei Minuten Fragen gestellt, etwas nacherzählt (ich kann es selber hören, zwischen Wohnzimmer und Küche, in der ich sitze, ist ein großer, offener Durchgang) oder vorgetanzt oder nachgesehen, wie viel Zeit noch verbleibt… Irgendwie hatte ich mir das entspannter vorgestellt und wollte doch mehr geschafft haben. Aber seine Tanzeinheiten sind echt nicht schlecht. Ihr verpasst was. 😉

Am Besten ich mache jetzt gleich „richtig“ Feierabend und setz mich dazu bzw. begebe mich wie er richtig in die Sendung. Also, bis bald. Wundert Euch nicht, wenn es wieder etwas dauert mit dem Schreiben. Ich stecke dann in den oben angesprochenen Plänen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine schöne und besinnliche Adventszeit!

Kurz-Schnipselei

  • Nach nur 5 Tagen zurück in Deutschland waren wir, der kleine Mann und ich, schon wieder verschnupft und hatten Husten. Bei mir sind wieder die Nebenhöhlen dicht, ich höre schlecht und habe einen unglaublichen Druck, so dass ich sogar Zahnschmerzen davon habe. Der kleine Mann hat feinsten Husten, eine dauerlaufende Nase und seit gestern auch Ohrenschmerzen, wohl eine Mittelohrentzündung. Seit heute schließt sich uns der große Mann mit Schnupfen und Husten an. Ansonsten gibt es über die letzten bloglosen Tage nichts weiter zu schreiben. Das Kranksein hat uns gereicht…
  • Trotzdem oder gerade deswegen machen wir es uns heute gemütlich mit der Torte da links (und einem Maiskuchen aus Brasilien, habe eine Backmischung mitgebracht aus dem Urlaub, Foto davon später) und es kommen meine Mutter, meine Schwester, meine Cousine samt Kindern und meine Großtante zu Besuch. Immerhin haben wir uns alle seit Weihnachten nicht mehr gesehen und wer weiß, wann wir das nächste Mal wieder gesund sind… Wir sind auch alle fieberfrei.

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Seit gestern nachmittag bin ich wieder Daheim.

Allein.

Bauch leer.

Schock. Trauer. Dicke Augen.

(Krankenhaus von Samstag auf Sonntag, wegen Blutungen. Halben Tag Daheim, dann wieder Krankenhaus von Sonntag bis Dienstag.)

Als ich nach Hause kam, war der kleine Mann müde, aber gesund. Seit heute Nacht hat er über 38° Fieber, etwas Husten, Halsschmerzen und viel Niesen.

Nach Telefonodyssee heute morgen einen Abstrich auf Schweinegrippe bei der Kinderärztin gemacht. Morgen um 15h wissen wir mehr.

(Die Uni-Kinderklinik testet nur noch chronisch kranke Kinder, das Evangelische Krankenhaus wusste es nicht recht und die Kinderärztin war erst um 10h telefonisch erreichbar.)

Ach ja, meine Neben- und Stirnhöhlen sind seit 5 Wochen noch nicht wieder frei, auch deswegen geht es mir … mies. Jetzt evtl. noch das.

Ich kann nicht mehr.

ES REICHT!!!

Das Leben ist ein ARSCHLOCH! (Es gibt einen Grund. Mindestens!)

(Manchmal. Ich weiß das eigentlich.)

Pieps

Mir geht es wieder besser. Der Montag war … etwas speziell. *ähem* Keine Ahnung, vielleicht Hormone, ätzende Übelkeit plus Krankheit.

Der kleine Mann darf seit heute wieder in den Kindergarten, bei ihm hat das erste Antibiotikum angeschlagen, aber mein erstes wurde durch ein zweites ausgetauscht. Nimmt man ja gerne so Zeugs in der Schwangerschaft. Noch lieber im Doppel mit Übelkeits-Tabletten, damit´s auch wenigstens drinnen bleibt und wirken kann… *seufz*

Gestern Abend sind wir eine kleine Runde mit Nachbarskindern und den Laternen gegangen. Der kleine Mann war ganz hin und weg und hat nachher immer wieder gesagt, was das doch für ein schöner Tag gewesen sei. 🙂 Heute morgen wollte er dann im Dunkeln direkt wieder los.

Zwei mal zwei

… Nasenstropfen und Antibiotikum gab es heute beim HNO-Arzt für mich und den kleinen Mann, der damit das erste Mal in seinem Leben mit dieser Sorte Medikament in Berührung kommt. Nebenhöhlenentzündung, Unterdruck im Ohr.

Wir haben beide kein Fieber, dafür seit Wochen fies aussehenden Schnupfen in rauen Mengen (ich letzte Woche mit den Kopfschmerzen und dem Allgemeinzustand wahrscheinlich schon eine Stirnhöhlenentzündung), bißchen Husten. Ich höre wattig seit bestimmt drei Wochen, bin furchtbar schläfrig und habe einen miesen Kreislauf (was aber auch von der frühen Schwangerschaft kommen kann), während der kleine Mann quasi auf Normallevel läuft. Nachdem es bei mir heute wieder schlimmer wurde und sich auch wieder Kopfschmerzen ankündigten, habe ich uns kurzerhand nach Rücksprache mit dem Hausarzt beim HNO-Arzt angemeldet. Blöd nur, dass ich gegen Penicilline allergisch bin. So hat der Arzt ein wenig gebraucht bis er ein anderes Antibiotikum gefunden hatte, was auch in der Schwangerschaft unbedenklich ist. Hoffentlich vertrage ich dieses. Bisher ist mir nämlich noch keines besonders gut in Erinnerung geblieben… Und deswegen hatte ich mich so lange mit Hausmittelchen durch geschlagen. *seufz*

Unser HNO-Arzt war übrigens mal eine zeitlang in Belo Horizonte, Brasilien. Irgendwie erkennt man sich dann doch als „Ehemalige“. *schmunzel* Schön.

 

Vormittags ein Engelchen…

… nachmittags ein Bengelchen. Könnte heute vielleicht das Tagesmotto werden.

Der kleine Mann ist heute den zweiten Tag Daheim. Er klagt zwar nicht über Kopfweh, hat auch kein Fieber, aber diesen grün-gelben Schnodder aus der Nase mittlerweile gepaart mit Husten konnte ich dann mit besserer eigener Verfassung nicht mehr übersehen. Ich bin auch noch nicht ganz wieder auf dem Dampfer, aber gut, was anderes kann man wohl nicht erwarten, wenn man schwangerschaftsbedingt nichts einnehmen kann oder sollte.

Der gestrige Tag ging verdammt schnell und unkompliziert rum. Er darf zwar deutlich mehr fernsehen als sonst – schließlich möchte ich ja, dass er vernünftig inhaliert – , aber auch ansonsten hat er phasenweise allein im Zimmer mit Lego gespielt, Bücher angesehen oder CD gehört und ausgeruht. Zusammen haben wir Fußball gespielt, jede Menge Gesellschaftsspiele gespielt, Bücher gelesen, ein bißchen geputzt, ein bißchen draußen gewesen (sonst fällt einem dann ja doch die Decke auf den Kopf), aber vor allem Schoko-Cookies von der Frau Barcomi gebacken, die backt er am Liebsten.

Stichwort Plätzchen: Was für grob gehackte Schokolade kann man eigentlich kaufen? Beim letzten Mal Plätzchen backen habe ich aus sehr guter Blockschokolade mühsam selber kleine Stücke mit dem Messer gehackt (und mir dabei eine kleine Blase geholt…). Dieses Mal hatte ich dann kleine Schokoladen-Tröpfchen gekauft. Doch das Ergebnis überzeugt mich nicht, denn diese sind nicht verflossen. Das Tolle an den vorigen Plätzchen waren denn auch die größeren Schokolade-Inseln, besonders noch ganz frisch nach dem Backen, so ein wenig flüssig. *hmmmm*

Beim Plätzchen-Essen ist der kleine Mann dann so eingeschlafen:

CIMG0924.JPGMittendrin. Zuerst hat er noch ein paar Bissen mit geschlossenen Augen verzehrt und ich bin los geflitzt den Fotoapparat holen, davon wollte ich gern ein kleines Filmchen drehen. Dafür war ich dann leider ein wenig zu spät. Zwischen 12.30h und 13.30h konnte er nicht einschlafen, als wir es zusammen versucht haben (normaler Weise macht er gar keinen Mittagsschlaf mehr). Auf dem Bild war es dann schon 15.30h und ich habe ihn dann nur 15 Minuten so schlafen lassen (damit er abends auch noch einschlafen kann) und drüber gewacht, dass er nicht abstürzte.

Heute morgen dann begrüßte er mich mit den Worten „Mama, ich kann jetzt nicht schlafen, ich habe dafür keine Zeit“, als ich ihn noch zu 5 Minuten kuscheln überreden wollte.

Als er vormittags allein in seinem Zimmer spielte, rief er irgendwann rüber, dass sein Zimmer gesaugt werden müsse, es sei dreckig. Er hatte beim Angeln nach einem Spielzeug unter seinem Bett eine Flusenmaus mitgefischt. *lach* Daraufhin hat er alles in seinem Zimmer aufgeräumt (!), ich ihm dann den Staubsauger geholt, er wollte alleine (!) saugen und ich habe ihm dann noch das Bett weggezogen, alle drunter gestrandeten Spielzeuge gerettet und er hat seelig Flusenmäuse weg gesaugt. Morgen dann unter unserem Bett. Oder hinter dem Sofa! 😉

Zum Mittagessen gab es dann Spinat, Kartoffeln, Ei _und_ Fischstäbchen. Richtiger Luxus hier. 😉 Danach hat er festgestellt oder besser abgezählt, dass wir hier Daheim die „lieben Zwei“ seien. (An wen er dabei dachte.)

Nach unserer Mittagspause, in der wieder nur ich einschlief, zeigt der kleine Mann ein ausgeprägtes Bewegungsdefizit des Vormittags, weigert sich aber noch nach draußen zu gehen. Dafür fliegt hier einiges durch die Gegend, in seinem Zimmer sind die Lego-Kisten ausgekippt und im gesamten Zimmer verteilt, grob unachtsam ist hier ein Milchbecher, seiner, durch die Küche gesegelt und dabei nur knapp am Laptop vorbei, unser Tisch weist ein paar Kritzel Gemaltes auf. Gleich wird er nach Draußen geschleift, ob er nun will oder nicht. 😉

Alles in Allem werde ich ihn arg vermissen, wenn er wieder in den Kindergarten gehen kann. Zum Glück ist das noch nicht morgen. 🙂

So ein Morgenanfang

… ganz aus dem Bilderbuch für wie möchte man _nicht_ wach werden.

Der kleine Mann steht um 7h nach einer Stunde des Quengelns und nur 8-9 Stunden fiebrig leichtem Schlaf mit mehrerem Aufwachen auf und vor meinem Bett. In der nächsten Sekunde kotzend. Auf mein Bett. Meiner Eine zieht trotz Müdigkeit relativ schnell das Bettlaken ab, der kleine Mann übergibt sich derweil weiter vor dem Bett u.a. in einen meiner Hausschuhe (gewalkt), das Bettlaken benutze ich weiter zum ersten Aufnehmen und schlupfe doch tatsächlich schlaftrunken in meine Hausschuhe, beide. … (Hier könnte jetzt ein erster Fluch stehen.)

An der Katzentoilette dann die nächste absolut unübliche Überraschung, die aussieht, als wenn eine Katz mit dem Kopf in der Toilette und dann – ach Sie können sich das lieber denken. (Hier sollte dann ein zweiter Fluch stehen.)

Jetzt ist alles gereinigt, dreht seine Runden in der Maschine, das Kindelein umhegt und ich schlürfe jetzt mal den ersten Schluck Kaffee.

Guten Morgen!