Ein hallo aus unserem Brasilien-Urlaub sende ich Euch!

Wir fühlen uns pudelwohl, genießen das Land und die Leute, aber vor allem Freunde und das Essen und die Früchte und erst die Säfte daraus. Mittlerweile befinden wir uns auf unserer zweiten und letzten Station am Strand. Von dem kann ich noch mit keinem Foto aufwarten, aber dafür mit einem vom 09.01. als wir in einem der Sportclubs (in dem wir noch bis Oktober 2008 selber Mitglied waren, über die Sportclubs muss ich noch einmal detaillierter schreiben) von Sao Paulo gewesen sind.

Edit: Wow, hier hüpft grad gemächlich ein braun-grauer Frosch, handgroß, durch den Raum, in dem wir morgen auch frühstücken werden… Und die Kamera ist natürlich weit weg im Zimmer. *jammer*

Prosit 2010!

Nach einer feinen lustigen Feier, auf der der kleine Mann bis halb zwei des Nachts durchgehalten hat (mit Nachmittagsschläfchen und durch die vorherigen Feiertage eh nach hinten raus geschobener Bettgehzeit), und einem gemütlichen, aber kalten und schneeigen erstem Januar bin auch ich sehr positiv auf dieses junge unschuldige Neue Jahr eingestimmt. Nach den kranken letzten Monaten des vergangenen Jahres fühlt es sich jetzt umso energievoller an, alles ist schaffbar, machbar, man muss nur die richtige Perspektive finden. Also los geht´s!

Ich wünsche Ihnen allen da draußen ein wundervolles Neues Jahr voller Glück und Zufriedenheit!

P.S.: Ab dem 04.Januar befinden wir uns auf dem Weg nach Brasilien. In die Sonne. Zu lieben Freunden. Hui, was freue ich mich, alle (hoffentlich!) nach 15 Monaten wieder zu sehen! Unter einen dieser „tu-nur-so-als-ob-ich-ein-Sonnenschirm-wäre“ legen wir uns dann mit reichlich Sonnenschutz eingeklatscht. Wollte ich nur noch kurz los geworden sein. Zurück dann ungefähr in der letzten Januar-Woche. (So, nachdem ich mich jetzt schon so entspannt „abgemeldet“ habe, werde ich die nächsten Tage bestimmt noch mehrmals Zeit finden, doch noch zu bloggen, vielleicht Winterbilder von hier. Oder so.)

Sommerzeit – Jippieh!!!

Während andernorts gerade in Familien mit Kleinkindern angesichts der Zeitumstellung über neue Zubettgehzeiten gestöhnt wird, bin ich einfach nur entzückt: Es ist 20h durch und es ist noch hell!!!!!!!!!!

Für mich ist es das erste Mal „lange“ Hell nach ca. einem ganzen Jahr, denn in Brasilien, wo wir ja nun noch bis Oktober letzten Jahres gelebt haben, wird es in der Winterhälfte des Jahres (in unserem europäischen Sommer) immer schon ab 18h dunkel. – So wie in Deutschland im Laufe des Oktobers ja auch.

Ich kann kaum in Worte fassen wie schön sich das anfühlt und wie sehr ich mich auf den deutschen Sommer mit den langen hellen Abenden freue! Daher versuche ich es jetzt auch gar nicht erst weiter, denn gleich fängt der T*tort an, den ich gern sehen möchte, und vorher wollte ich noch erwähnen, dass der kleine Mann schon seit 19h schläft!

(Das er die Nacht nur 9einhalb Stunden geschlafen hatte, erwähne ich jetzt nur schnell nebenbei. Es wird.)

Vom Vermissen

Hallo Sonne?!

Es ist gleich zwanzig vor neun und wir müssen in einer dritten Etage wohnend immer noch die Lichter an lassen. Ich finde das abendliche frühe Dunkelwerden gar nicht so schlimm, immerhin wurde es in Brasilien, Sao Paulo, die Winterhälfte über auch immer schon um 18h duster, konstanter zwar wegen dem Breitengrad auf dem es liegt (und im Sommer übrigens immer schon um spätestens 20h…), aber irgendwie immer noch früh. Aber morgens war es dann doch auch im Winter immer um 7h hell. Und klar, es gab auch einmal dustere und graue Phasen im Winter, und den letzten September haben wir verzweifelt und umsonst auf ein schönes sonniges Wochenende vor unserer Rückwanderung gewartet, damit wir noch einmal an den Strand fahren konnten, aber zwischendurch in der Woche gab es durchaus sonnige Tage. Nun gut, der letzte sonnige Tag liegt jetzt hier wo wir aktuell wohnen noch nicht sooo lange zurück. Es war Sonntag. Aber dieses schmuddelige Einheitsgrau ohne jegliche Abstufungen und Konturen in der Wolkendecke, das ist jetzt auf die Dauer doch ein wenig nervend. Jawoll! Ich liebe auch einmal graue Tage dazwischen und im November vor allem die stürmischen, wenn der Himmel alle möglichen Grauschattierungen zeigt (in Sao Paulo war es kaum mal windig), als wenn man das umgekippte Meer der Nordsee am Himmel sähe, also Wellen von unten. Aber dieser einheitliche Grauton des Dezembers, den mag ich nicht. Der ist nur zu ertragen, wenn es auch mal schneit…

Was ich in geraumer Zukunft mal sehr vermissen werde, wird die Baustelle sein. *seufz* Das Gebäude ist mittlerweile ganz abgerissen bis auf Reste an einem anderen Gebäude, die jetzt quasi von Hand abgetragen werden müssen. Außerdem wird das Geröll nun abtzransportiert und auf Container gebaggert und bestimmt wird noch irgendwas Neues auf dem dann freien Gelände erbaut werden. Also noch ist nicht recht abzusehen, wann es hier nichts mehr zu sehen geben wird, aber der Tag wird für den kleinen Mann traurig werden, ganz bestimmt. Für mich dann auch. So kann ich nämlich noch einmal mit dem Laptop auf dem Bauch zurück ins Bett. Der kleine Mann sitzt auf einem kleinen Kindersessel in der Küche am Baustellen-Panorama-Fenster und verfolgt jede Veränderung. Das macht er mehrmals täglich, ganz ruhig dort sitzen und nur zuguckend. Pause machend. Auch wenn wir Zwei uns mal gestritten haben nach einem Trotzanfall oder so, verzieht er sich dorthin und macht einen Moment Pause. Diese Ruhe zwischendurch wird mir fehlen, irgendwann. Da nehme ich die dezente Lärmbelästigung der Baustelle doch gern in Kauf. *g*

Wieder zurück

Wie sind zum urlauben für meine Mutter und meine Schwester und bessere Luft vor allem für mich und den kleinen Mann über ein paar Tage ans Meer gefahren. Um genauer zu sein sogar auf eine wunderschöne Insel namens Ilhabela.

Vor lauter Ko-Sein und noch Packen und sowas bin ich einfach nicht mehr dazu gekommen, noch ein paar Zeilen zu hinterlassen und habe jetzt nach Rückkehr wirklich ein schlechtes Gewissen zumal ich schon unterwegs ab und an ein ungutes Bauchgefühl hatte, bei Abfahrt dachte ich aber auch, dass ich mich mal von unterwegs melden könnte…

Blöd aber auch, dass in unserer Pousada (Pension) kein öffentlicher Internetzugang war. Das hatten wir natürlich auch nicht bei der Buchung abgefragt… 😉 Sehr zum Leidwesen übrigens auch meiner kleinen Schwester, die so ebenfalls gar nicht mit ihrem in Deutschland zurück gebliebenen Freund kommunizieren konnte. Sie – und ich denke auch er – haben das aber überlebt. 😉

Noch bin ich zwar nicht ganz genesen (obwohl das Antibiotika morgen zuende geht), aber es geht mir schon unvergleichlich besser gegenüber noch letzten Donnerstag. Und wir hatten wirklich ein paar herrliche, sonnige und warme Tage am Meer, auf einem wunderschönen Flecken Erde (und zu dieser Zeit auch ohne die berüchtigten Borrachudos, was sowas wie Kriebelmücken sind) und in einer sehr hübschen Pousada.

Leider läuft jetzt so langsam der Countdown, denn meine Mutter und Schwester fliegen Freitag abends schon wieder zurück nach Deutschland.

Fotos folgen übrigens sobald ich weiß, wie man diese in dem neuen Programm (für Webseiten) verkleinern kann…

Weiter

Mittlerweile gesund und munter sind wir jetzt schon vier Stationen weiter auf unserem diesjährigen Deutschland-Aufenthalt. Hier bei meiner Oma schlagen wir jetzt das Lager für die noch anstehenden Freunde-Besuche in der näheren Umgebung auf und damit wird es insgesamt ruhiger und angenehmer und bei dem super Sommer-Wetter kommt jetzt auch Urlaubs-Feeling auf.

Erstaunlicher Weise bin ich auch schon brauner als sonst im Durchschnitt in Brasilien, was aber wohl daran liegt, dass ich nicht direkt eincreme noch bevor ich das Haus verlasse und mich auch mal „traue“ mich in der Sonne niederzulassen (im Biergarten oder so).

Ehrlich gesagt, kann es so weiter gehen. Schade nur, dass uns der große Mann dann am Samstag schon verlässt, aber wir kommen ja doch schon anderthalb Wochen später nach.

Ich habe übrigens nichts geschrieben, weil wir eben so relativ schnell ein paar Stationen auf unserer Reise hinter uns gelassen haben und da die Zeit zu schade war, sie im Internet zu vertun.

Erkenntniss der letzten Tage:

Mittelmeer-Feeling kann sich bei entsprechenden sommerlichen Temperaturen sogar im Sauerland an einer Talsperre ergeben, wenn das DLRG-Strandbad ein wenig Sand aufschüttet, Palmen in großen Töpfen aufstellt und der „Imbiss“ sich in ein nettes Café verwandelt mit schicker Bestuhlung und Sonnenliegen im Beach-Bereich und frischem Salat-Angebot zu traditionellen Pommes und selbst gemachten Suppen sowie Kuchen und Cocktails. Zugegeben liegen die Preise dafür weit entfernt von früheren Freibad-Essenspreisen für fettige Pommes und Currywurst – die Qualität hält aber in diesem Fall mit.

Kleine Portugiesisch-Hilfe:

Glück heißt „sorte“ (ausgesprochen in Brasilien ßortsch).

[Denn wer suchet, der soll fündig werden. Oder so ähnlich. 😉 ]