Kleine Wichtel-Hilfe

So, nun sind die Würfel gefallen und wir wissen wen wir bewichteln können. Das wird keine so leichte Aufgabe für uns, aber gut: So ein bißchen muss man sich das ja auch verdienen. 😉

Wer auch immer den kleinen Mann bewichteln wird, dem verrate ich ein paar Lieblings-Beschäftigungen von ihm:

Mit typischem „Jungs“-Kram für sein Alter (siehe rechts oben in der Sidebar) kann man eigentlich nichts verkehrt machen. Er ist generell sehr begeisterungsfähig und interessiert an nahezu allem. Von daher gestaltet sich die Suche für ihn als gar nicht so schwierig. 😉

Hier wird sehr gerne gelesen, gebacken und gebastelt, geknetet und mit Playmais gespielt, ausgeschnitten, geklebt (auch Sticker), gefriemelt und geschmiert ;-), CDs mit Musik und Hörbüchern gehört sowie Gesellschaftsspiele gespielt (jenseits der typischen wie Memory o.ä.). Es darf gerne etwas Weihnachtliches werden, denn er liebt diese Zeit sehr. Selbstgemacht oder -Gebastelt kommt bei uns auch immer gut an. Für alle Fälle dann mal seine Größenangaben: Aktuell ca. 102cm und 17kg, also Kleidungsgröße 110 obenrum und unten 104. Er liebt Geheimnisse und Geheimverstecke, gern dann auch mit Glitzer. Er interessiert sich besonders für Baustellen (aber ich glaube, es gibt kaum noch ein Buch zu dem Thema, was wir nicht schon kennen…) und das schwere Gefährt (sticker oder applikationen oder oder oder), Fahrzeuge generell, auch Flugzeuge und neuerdings den Weltall und Raumfähren, die Eisenbahn (aber auch auf dem Gebiet kennen wir wohl schon jedes Buch…). Besonders kommentiert werden gerade auch alle Verdauungsprozesse, wo was landet und was daraus wird. 😉 Eine besondere Verbindung hat er zu Musik, am Liebsten sehr rythmisch und gut tanzbar ;-), sowie zu Musikinstrumenten.

Vormittags ein Engelchen…

… nachmittags ein Bengelchen. Könnte heute vielleicht das Tagesmotto werden.

Der kleine Mann ist heute den zweiten Tag Daheim. Er klagt zwar nicht über Kopfweh, hat auch kein Fieber, aber diesen grün-gelben Schnodder aus der Nase mittlerweile gepaart mit Husten konnte ich dann mit besserer eigener Verfassung nicht mehr übersehen. Ich bin auch noch nicht ganz wieder auf dem Dampfer, aber gut, was anderes kann man wohl nicht erwarten, wenn man schwangerschaftsbedingt nichts einnehmen kann oder sollte.

Der gestrige Tag ging verdammt schnell und unkompliziert rum. Er darf zwar deutlich mehr fernsehen als sonst – schließlich möchte ich ja, dass er vernünftig inhaliert – , aber auch ansonsten hat er phasenweise allein im Zimmer mit Lego gespielt, Bücher angesehen oder CD gehört und ausgeruht. Zusammen haben wir Fußball gespielt, jede Menge Gesellschaftsspiele gespielt, Bücher gelesen, ein bißchen geputzt, ein bißchen draußen gewesen (sonst fällt einem dann ja doch die Decke auf den Kopf), aber vor allem Schoko-Cookies von der Frau Barcomi gebacken, die backt er am Liebsten.

Stichwort Plätzchen: Was für grob gehackte Schokolade kann man eigentlich kaufen? Beim letzten Mal Plätzchen backen habe ich aus sehr guter Blockschokolade mühsam selber kleine Stücke mit dem Messer gehackt (und mir dabei eine kleine Blase geholt…). Dieses Mal hatte ich dann kleine Schokoladen-Tröpfchen gekauft. Doch das Ergebnis überzeugt mich nicht, denn diese sind nicht verflossen. Das Tolle an den vorigen Plätzchen waren denn auch die größeren Schokolade-Inseln, besonders noch ganz frisch nach dem Backen, so ein wenig flüssig. *hmmmm*

Beim Plätzchen-Essen ist der kleine Mann dann so eingeschlafen:

CIMG0924.JPGMittendrin. Zuerst hat er noch ein paar Bissen mit geschlossenen Augen verzehrt und ich bin los geflitzt den Fotoapparat holen, davon wollte ich gern ein kleines Filmchen drehen. Dafür war ich dann leider ein wenig zu spät. Zwischen 12.30h und 13.30h konnte er nicht einschlafen, als wir es zusammen versucht haben (normaler Weise macht er gar keinen Mittagsschlaf mehr). Auf dem Bild war es dann schon 15.30h und ich habe ihn dann nur 15 Minuten so schlafen lassen (damit er abends auch noch einschlafen kann) und drüber gewacht, dass er nicht abstürzte.

Heute morgen dann begrüßte er mich mit den Worten „Mama, ich kann jetzt nicht schlafen, ich habe dafür keine Zeit“, als ich ihn noch zu 5 Minuten kuscheln überreden wollte.

Als er vormittags allein in seinem Zimmer spielte, rief er irgendwann rüber, dass sein Zimmer gesaugt werden müsse, es sei dreckig. Er hatte beim Angeln nach einem Spielzeug unter seinem Bett eine Flusenmaus mitgefischt. *lach* Daraufhin hat er alles in seinem Zimmer aufgeräumt (!), ich ihm dann den Staubsauger geholt, er wollte alleine (!) saugen und ich habe ihm dann noch das Bett weggezogen, alle drunter gestrandeten Spielzeuge gerettet und er hat seelig Flusenmäuse weg gesaugt. Morgen dann unter unserem Bett. Oder hinter dem Sofa! 😉

Zum Mittagessen gab es dann Spinat, Kartoffeln, Ei _und_ Fischstäbchen. Richtiger Luxus hier. 😉 Danach hat er festgestellt oder besser abgezählt, dass wir hier Daheim die „lieben Zwei“ seien. (An wen er dabei dachte.)

Nach unserer Mittagspause, in der wieder nur ich einschlief, zeigt der kleine Mann ein ausgeprägtes Bewegungsdefizit des Vormittags, weigert sich aber noch nach draußen zu gehen. Dafür fliegt hier einiges durch die Gegend, in seinem Zimmer sind die Lego-Kisten ausgekippt und im gesamten Zimmer verteilt, grob unachtsam ist hier ein Milchbecher, seiner, durch die Küche gesegelt und dabei nur knapp am Laptop vorbei, unser Tisch weist ein paar Kritzel Gemaltes auf. Gleich wird er nach Draußen geschleift, ob er nun will oder nicht. 😉

Alles in Allem werde ich ihn arg vermissen, wenn er wieder in den Kindergarten gehen kann. Zum Glück ist das noch nicht morgen. 🙂

3.+4. Kindergartenwoche

Die dritte Kindergarten-Woche war geprägt von einem Wechsel aus guten und absolut schlechten Tagen. Sehr zu unserer Sorge verstand sich der kleine Mann vor allem mit den anderen Kindern nicht und haute einfach oft nur um sich. Es versetzte uns um so mehr in Sorge, weil wir dieses Verhalten vom kleinen Mann so überhaupt gar nicht kennen. Er ist auf dem Spielplatz und im Freundeskreis eigentlich immer derjenige, der einsteckt, aber nicht von sich aus austeilt, sich aber durchaus schon mal wehrte. Sonstige Aggressionen ließ er Daheim an uns aus, was aber in letzter Zeit auch gar kein Thema mehr war. Es hatte sich eine zeitlang vom Hauen auf Schreien verlagert, um in den letzten Wochen auf ein ganz und gar unauffälliges Maß zurückzugehen.

Dazu kam, dass wir uns auch als Eltern an die Erzieherinnen gewöhnen mussten. Immerhin muss auch ich zu ihnen und ihrer Einschätzung Vertrauen entwickeln können, denn zum ersten Mal im Leben des kleinen Mannes sind ich oder der große Mann nicht mehr an seiner Seite und erfahren Dinge über ihn aus zweiter Hand. Klar habe ich den Erzieherinnen schon geglaubt, was sie über das Verhalten vom kleinen Mann erzählten. Es kamen schon andere Kinder aus seiner Gruppe beim Abholen auf mich zu und erzählten mir auch vom unnetten Betragen. Es schien, als wenn sich der kleine Mann gerade in eine Aussenseiterrolle manövrierte. Das hinterlässt natürlich gerade bei uns Eltern einen Stachel im Herzen. Unsere Möglichkeiten ihm dort herauszuhelfen sind so … schwach. Auf der anderen Seite hatte ich zu den Erzieherinnen erst nicht genug Vertrauen, dass sie ihm da heraus helfen können und dazu die richtigen Maßnahmen ergreifen. Der kleine Mann musste jeden Tag zum Gang in den Kindergarten überredet werden, es mussten Tränen Daheim getrocknet werden. Vor Ort erlaubte er sich keine Tränen mehr.

In dieser dritten Woche hatten wir als Eltern sehr sorgenvolle Gedanken und stellten das pädagogische Konzept (Reggio), was von den Kindern direkt sehr viel Verantwortung verlangt und jede Menge neue Regeln mit sich bringt, die Erzieherinnen und damit diesen Kindergarten an sich in Frage und machten uns erste Gedanken über andere Möglichkeiten. Doch zum Ende der dritten Woche konnte ich ein gutes und herzliches Gespräch mit der Leiterin der Gruppe führen und fasste wieder neues Vertrauen.

Alles in Allem war die vierte Woche für uns als Eltern ein Meilenstein hin zum Positiven: Der kleine Mann hat wieder zurück zu einem normalen, netten und sehr fürsorglichen und helfenden Umgang mit den anderen Kindern gefunden. So wie wir es von ihm kennen. Das erleichtert uns sehr. Außer dem letzten Freitag gab es keinen Tag, an dem er gerne in den Kindergarten gegangen wäre, aber gut, das wäre wohl noch zu viel verlangt.

Die Erzieherinnen haben es nach wie vor noch nicht leicht mit ihm. Sie sind noch nicht zu ihm durch gedrungen. Ich sehe nicht, dass er dort in einer der Erzieherinnen eine Bezugsperson gefunden hat. In der ersten Woche war ich mir sicher, dass er sich die Berufspraktikantin ausgesucht hatte, verließ er mich am dritten Tag im Morgenkreis doch, um sich lieber neben sie zu stellen. Allerdings kann sie anscheinend auf Grund ihrer Stellung und vielleicht auch wegen noch fehlender Erfahrung diese Rolle nicht für ihn ausfüllen. Ich sehe da nicht viel zurück kommen. Und das tut mir natürlich sehr für den kleinen Mann leid. Ich denke, es ist mit ein Hauptproblem. Er hat es schwer, sich dort anzupassen. Sucht er doch eine besondere Stellung, besondere Aufmerksamkeit in der Gruppe der Kinder. Die Erzieherinnen müssen immer ganz nah an ihm dran sein, sonst sucht er sich „Scheißelkram“ aus. Draußen allerdings fällt er gar nicht auf, sucht sich selbständig seine Sachen zum Spielen, spielt mit den anderen Kindern und ist einfach nur glücklich. Drinnen sprengt er viele gemeinsame Aktivitäten und meistens das Mittagessen. Er kippt dann zum Schluss sein Wasser erst in seinen Teller und bei Verwarnung noch eben das der Nachbarn in deren Essen, ob nun fertig oder nicht. Dieses Verhalten veranlasste die Leiterin der Gruppe schon letzten Dienstag dazu, mit mir für diese Woche ein Erziehungs-Gespräch zu vereinbaren. Ich bin schon gespannt.

Unglaubliches geschah am letzten Freitag

Eine sehr liebe Freundin noch aus der Zeit in Brasilien (sie war mit ihrer Familie auch als Expats in Sao Paulo) war mit ihrem kleinen Sohn bei uns zu Besuch. Das letzte Mal haben wir uns im Dezember gesehen. Sie wohnen ja glücklicher Weise wieder nicht allzu weit entfernt. 🙂

Der kleine Mann kennt sie und ihren Sohn seit seinem 4. Lebensmonat ungefähr und ich mag sie so sehr, dass ich den kleinen Mann auch schon einmal ohne zu zögern zu ihr in Obhut gegeben habe.

Am Freitag nun saßen wir Frauen sage und schreibe etwas mehr als 4 Stunden in der Küche zusammen und haben uns über Gott und die Welt und unsere Familien im Besonderen unterhalten und quatschten und quatschten und konnten Satz um Satz ohne Unterbrechung austauschen. Und das lag nun nicht etwa daran, dass der große Mann noch da gewesen wäre und die beiden Jungens bespaßt hätte, sondern einfach daran, dass diese Zwei sich ganz wunderbarst verstanden haben! Wir haben die Zwei nicht einmal streiten gehört, es wurde nicht einmal handgreiflich zwischen den Beiden und wir mussten genau einmal moderieren, wer wann wie auf das Bo.bbycar könne. Ansonsten wurde gespielt und zwar *kurzeunterbrechungfürtrommelwirbelundtuschimhintergrundalsankündigung-kanndasjetztnocheinerlesen?!* 😉 z u s a m m e n.

Die Zwei sind beide noch keine 3 Jahre alt!!!

Für uns beide als Mütter mit diesen Jungen war das die Premiere und Attraktion schlechthin! Gegenseitig klopften wir uns auf die erzieherischen Schultern und saßen ganz entspannt und vollkommen seelig lächelnd auf den Küchenstühlen und sahen und hörten unseren Kindern aus der Ferne zu, bzw. schauten total verzückt, wenn sie mit Spielzeug zur Demonstration auch einmal in der Küche vorbei kamen. Zwischendurch diskutierten wir über brasilianische und deutsche Erziehungsstile und klopften uns wiederholt Sie wissen schon wohin. 😉

Am Wunderbarsten war es zum Ende hin, als die Zwei zum wiederholten Mal an diesem Nachmittag sich eine Eisenbahn-Schlängelstrecke gelegt hatten – dies Mal für uns gut einsehbar im Flur vor der Küche – und nun eine Lok mit jeder Menge Männchen drauf zwischen sich hin und her fahren ließen. Also der Eine saß am einen Ende der Strecke, der Andere am anderen, sie setzten die Lok immer wieder um nachdem sie die Männchen neu drapiert hatten. Der kleine Mann brauchte einmal wegen einiger „Unfälle“ ein wenig länger und vom anderen Ende tönte es wiederholt total nett „wo bleibt denn nur der Zug?“ oder noch netter „wann kommt denn eeeeeendlich der Zug?“, aber der kleine Mann ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen, versuchte weiter mit einer erstaunlichen Ruhe die Figürchen so zu drapieren, wie er sich das vorgestellt hatte, und vollendete dann irgendwann sogar den Satz von drüben. 🙂

Meine Güte, das war ein entspannter Nachmittag und spontan auch noch früher Abend zusammen! Wir mochten die Kinder gar nicht aus ihrem Spiel trennen, so schön war das anzusehen. Ein wenig davon hat dann sogar noch der große Mann mitbekommen, der jetzt wahrscheinlich wieder der Ansicht ist, dass es sich Hausfrauen doch ganz schön gut gehen lassen. Bin mal gespannt, wie lang ich da jetzt gegen reden muss, bis das Bild wieder korrigiert ist. *g* 😉

Ich hoffe, Sie nehmen das Letztgeschriebene jetzt nicht ernst. Ich versuche nur mal ein wenig witzig zu sein, was ich aber eigentlich gar nicht bin. Ich kann mir zum Beispiel nicht mal einen Witz merken, noch nicht einmal in meinem Leben ist mir das gelungen. Und da bin ich das Witzigsein auch einfach nicht gewöhnt. Eher das Albernsein.

Zweiter Fiebertag

Dem kleinen Mann fehlt außer Fieber und ein wenig Schnupfen (den er aber schon eine Weile hat) nichts sichtlich, er scheint auch keine Schmerzen zu haben. Wenn er nicht das Dreitage-Fieber schon mit 10 Monaten gehabt hätte…

Na ja, auf jeden Fall sieht man auf dem Foto ein Ergebnis unseres heutigen Tages. (Vorlage und Idee von Ki.ka)

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