Schnipselei

  • Letzte Woche Donnerstag waren wir mal wieder im Traumberg zu Besuch und hatten einen sehr vergnüglichen, entspannten und sehr leckeren Nachmittag. Die Zeit verging wieder besonders schnell und ich weiß nun _wie_ lecker der Nusszopf nach Antonmann´schem Rezept wirklich ist – ein Gedicht! 🙂 Besonders imponierend fand ich den Gang durch die Tomaten- und Chilizucht. Am Eindrücklichsten waren die Reisetomaten (wachsen einige verschmolzen, die man dann einfach abbrechen kann und daher nicht mehr klein schneiden muss) und die lila Chilis. Überhaupt sind wachsende Chilis sehr hübsch. (Ich habe zwar auch eine auf dem Balkon, aber die hat sich erst jetzt dazu entschlossen mal drei Blüten zu produzieren, mal sehen, ob das noch was wird mit bunten Chilis…)
  • Freitag dann haben wir uns bei dem heißen Wetter im Freibad geahlt und einfach den Sommer genossen.
  • Das Wochenende war geprägt von Einkäufen für den nächste Woche Montag anstehenden Kindergarten-Start, ausnahmsweise mal recht aufgeteilten Mutter-Sohn- und Vater-Sohn-Zeiten und schlechterem Wetter – wer kann bitte mal diese fiesen dunstigen, schwülen komischen Wolken beiseite schieben und unsere herrliche Stadtaussicht wieder frei zaubern?
  • Der gestrige Wochenstart fiel dann sehr enttäuschend aus: Nachdem wir schon um 9.30h mit den wichtigsten Dingen im Haushalt durch waren (also bis dahin ein superdupa Wochenbeginn!) stand ich erst im Nassen beim Spülmaschineöffnen, um dann im Badezimmer beim Holen von Handtüchern festzustellen, dass die Waschmaschine mitten im Programm stehen geblieben war. Resultat: Waschmschine nach 9Jahren tot, weil die Elektronik hin ist (Ba.ukn.echt) und die Spülmaschine hat zum Glück nur wenig Wasser verloren und braucht evtl. mal eine sehr gründliche Türdichtungs-Reinigung oder eine neue Dichtung. Immerhin einmal gesparte Anfahrtskosten für den Techniker, wenn die wichtigsten Geräte in meinem Leben schon an ein und demselben Tag beschließen müssen aus der Reihe zu tanzen… (Im Übrigen hat er dann für die Spüli keine Kosten auf die Rechnung gesetzt. 🙂 ) Den Tag über war ich dann aber sowas von beschäftigt… :-/ Das mit der Waschmaschine verfolgt mich ja irgendwie…
Advertisements

Geballter Ärger

Ja Himmel, ist es denn so schwierig, seinen Laden ordentlich in der Hand zu haben?!

Gut, ich war noch nie selbständig, aber irgendwie bin ich doch immer wieder verwundert mit wie schlechter Arbeit manche Leute ihr Geld verdienen (hier in Brasilien)…

Teil 1

Gestern wurde mein Auto von einer uns empfohlenen Werkstatt (Freund eines Freundes) abgeholt. Morgens um 10h ungefähr war das. Der Chef kam höchstpersönlich mit seinem alten Vater, der zwar nicht mehr gut zu Fuß war, aber so ein Paar Brocken deutsch konnte á la „guten Tag“, „auf Wiedersehen“, „freut mich“, „ich liebe Dich“ und „schönes Wochenende“. Gut, bis dahin hatte ich mir auch vom großen Mann sagen lassen, was schleifende/durchdrehende Kupplung auf portugiesisch wohl heißt.

Ich war auch ganz angetan von dem Abholservce und der netten Geste, den alten Herrn mitzubringen, der auch wirklich sehr charmant war („ich liebe Dich“ *g*). Der Einfachheit halber hatte ich für den weiteren Kommunikations-Ablauf (Analyse und Angebot) meine Mailadresse mitgegeben – lesen ist da deutlich einfacher als am Telefon ohne den anderen sprechen zu sehen, bisher unbekannte Vokabeln im auto-mechanischen Bereich zu hören und evtl. den Preis auch noch falsch zu interpretieren. Erstaunlicher Weise war bis 17h (Arbeitsschluss) keine Mail angekommen und ich rief noch schnell um fünf nach fünf in der Werkstatt an und fragte nach, ob schon eine Mail rausgegangen sei.

War nicht der Fall. Auch bis jetzt ist noch keine Mail angekommen. (Auto ist seit 28 Stunden weg…)

Jetzt ruft der große Mann dort einmal an. Der ist diplomatischer (ich würde denen jetzt schon gerne durch den Hörer kommen…) und kennt sich besser mit Preisen für Reparaturen aus.

Teil 2

Dreht sich um die Waschmaschine.

damit kann man immer mal wieder waschen

damit kann man immer mal wieder waschen

Seit wir aus Deutschland wieder zurück sind (4 Wochen) sind die Elektriker unübertrieben bestimmt schon 8 Mal wieder hier gewesen. Immer basteln und schrauben sie ein wenig an der Maschine herum, dann tut es noch so lange sie anwesend sind um dann wieder nach zwei Ladungen zu streiken. Heute wollten sie noch ein letztes Teil tauschen, hatten gestern ihr Kommen für 11h angegkündigt und waren auch „schon“ um 12.30h da. Für fünf Minuten, bis sie festgestellt hatten, dass ihnen der Großhändler ein falsches Teil eingepackt hat. Sie versprachen in ca. 40 Minuten wieder zu kommen und ich wies noch darauf hin, dass ich ungefähr um 15h das Haus verlassen würde. Angeblich kein Problem. Bisher sind sie allerdings auch noch nicht wieder aufgetaucht (14.20h).

Ich vermute jetzt mal stark, dass wir uns heute entweder knapp verpassen, so á la ich fahre aus der Einfahrt und deren Auto biegt um die Ecke oder sie kommen jetzt binnen der nächsten 20 Minuten und werden dann bis 15h nicht fertig, sagen aber, dass sie angeblich nur noch 5 Minütchen brauchen werden und sind dann um 15.30h immer noch nicht fertig und wir kommen dann zu spät zu unserer Musikstunde und ich rege mich fürchterlich auf – ist ja nicht das erste Mal (plus einige Male, in denen ich nicht drüber schrieb)… Und meine Geduld hier wird immer weniger für sowas.

Hier so oder von brasilianischen Waschmaschinen

  • Deutlich besseres Wetter mit Graden weit in den 20igern.
  • In drei Tagen mit kaputter Waschmaschine wächst bei uns ein ganz schöner Wäscheberg an.
  • Einen halben Tag die Handwerker wegen der uralt Waschmaschine im Haus gehabt. Schlussendlich haben sie sie noch einmal flott gekriegt.

  • Und dafür waren sie nur vier Mal hier: Gestern einmal zum „Gucken“, benötigte Teile aufnehmen und den Preis bestimmen, heute dann drei Mal, weil sie noch zwei Mal andere Teile holen mussten.
  • Das habe ich aber nicht so genau mitbekommen, weil ich erkältet bin. So mit starken Halsschmerzen und Kopfweh, einfach müde und malad sein.
  • Den kleinen Mann hat´s wohl auch erwischt. Zumindest hat er sagenhafte vier Stunden Mittagsschlaf gehalten und jetzt eine Fließnase samt komischer Stimme.
  • Ärgerlich, denn ansonsten hätten wir heute schon die erst gestern geborene zweite Tochter von Freunden willkommen heißen können.

Die gemeine Waschmaschine in Brasilien wäscht die Wäsche übrigens kalt. Es gibt zwar auch Modelle mit bis zu 60° Funlktion, aber die sind nicht sonderlich verbreitet. Dafür wird die Wäsche ewig und drei Tage eingeweicht und besonders hartnäckige Flecken mit Cocos-Seife und Bürste händisch bearbeitet. Das Waschmittel muss schärfer sein, denn die Farben leiden deutlich stärker als ich das in Deutschland gewohnt war.