Zusammenfassung der letzten Tage

  • Wenn man spontan Besuch bekommt, weil der einem unbedingt noch ein Buch vorbei bringen möchte und man dann sofort in Jacke und Schuhe steigen muss, weil man zu einem Arzttermin muss, dann ist das sehr schade. Wenn Tanja dann aber anbietet, einen auch noch zum Arzt zu fahren, dann ist das nicht nur sehr komfortabel, sondern auch total lieb! Schön, so konnten wir uns zumindest kurz noch ein wenig unterhalten. 🙂 Beim nächsten Mal habe ich dann hoffentlich Zeit für einen Kaffee!
  • Am Wochenende wie die Ölsardinen zuerst im Zug zu den Großeltern gefahren und dabei meinen schönen extralangen und extrawarmen WInterschal verloren. Na danke, dass die Bahn momentan oft nur die Hälfte des eigentlichen Zuges einsetzen kann… Herrlich so mit kleinem Kind hin und her gerüttelt zu werden, gerade bei den schnelleren Geschwindigkeiten. Nett auch andere Fahrgäste mit großen Reiserucksäcken, die den kleinen Mann übersehen. Zusammen mit der Enge, der Wärme durch die Winterkleidung, die man auch auf Grund der eben erwähnten Enge nur schwer loswerden kann, führt das zu feinsten Hassattacken.
  • Bei den Großeltern mit den Cousins vom kleinen Mann zum ersten Mal einen Schneemann gebaut. Der kleine Mann war bei dem Wetter und den Möglichkeiten im Garten von Oma und Opa kaum wieder hinein zu bekommen. Nach zweieinhalb Stunden am Stück habe ich ihn dann sanft hinein gezwungen zum wieder warm werden und trocknen.
  • Vom Wochenbeginn gibt es eigentlich nicht wirklich was zu erzählen. Oh doch! Am Montag haben wir morgens auf unserem Weg zum Kindergarten endlich wieder mal ein Eichhörnchen dabei beobachtet, wie es seine Vorratsverstecke ausbuddelt. Sollte das ein erster Frühlingshinweis gewesen sein?!
  • Heute habe ich dann die ersten Schneeglöckchen gesehen (nur leider keinen Fotoapparat dabei gehabt um einen Beweis einstellen zu können) und daraufhin im Supermarkt ein paar Samen für Tomaten und Co für unseren Balkon mitgenommen. Der Frühling kommt anscheinend wirklich! Der für diese Region vorhergesagte Regen lässt zum Glück noch auf sich warten und somit fühlt es sich draußen bei 10 Grad in der Sonne nun wirklich so an.
  • Momentan drücke ich mich davor weiter Kramecken zu beseitigen. Bleibt das Wetter die nächsten Tage so, sehe ich mich im feinsten Frühjahrsputz. Vielleicht wäre das aber auch ein wenig übertrieben… 😉 Wir werden wahrscheinlich im Oktober innerhalb der Stadt umziehen, dafür habe ich heute tatsächlich schon die erste Kiste gepackt, dessen Inhalt Karnevalskram und Weihnachtssachen sind. Lässt sich gut an. Mal sehen, wann ich dann ob der noch zu packenden Menge kurz vor dem Umzug hier stöhne oder ob wir bei dem Tempo dann schon im Mai ohne alles in den Regalen und Schränken leben. 😉 Wenn ich es so bedenke, könnte man wahrscheinlich auch bald schon die Wintersachen einmotten, Kleidung sollte aber nur obenauf in Kisten damit sie nicht zu schwer werden – also auf welche Bücher könnten wir schon verzichten?!

Outing – Vorsicht Wettercontent

Ich mag ja den Blick auf Schnee viel lieber als den auf durchweichten Rasen und nasse Äste. Alles so Grau-in-Grau… Bäh.
Außerdem laufe ich lieber mit dem kleinen Mann durch Schneetreiben zum Kindergarten als durch Regen.
Wenn´s da nur nicht oben drauf die Minustemperaturen gäbe.
Vorgestern dieser sonnige Tag, der tat mal wieder ganz schön gut! Ich habe die sonnigen Tage nicht wirklich seit unserer Rückkehr aus dem Brasilien-Urlaub gezählt, aber ich denke, ich käme nicht mal auf eine ganze Woche (von vieren, die wir wieder hier sind).
So, und ich hoffe, ich komme mit diesem einen Frustbeitrag zum Winterwetter jetzt durch den Rest von diesem.
Ist ja langweilig.

Mit frischen Akkus wieder zurück

Der Großteil unserer Mitbringsel. Wer erkennt was?

  • Ohne Wasser, dafür im feinsten Freitags-Stau innerhalb Sao Paulos ganz gut zum Flughafen gekommen. 100m vor demselbigen festgestellt, dass die Tanke dort dicht gemacht hat, und somit mit dem Mietwagen noch einmal eine 10km weite Schleife zum Tanken genommen.
  • Dann gerade rechtzeitig zurück gekommen. Schnell in den Toiletten wärmere Kleidung übergezogen und eingescheckt.
  • Aufgeatmet, dass ich in weiser Voraussicht die brasilianische Original-Geburtsurkunde in der Handtasche hatte, da bei der Passkontrolle der gerade erneuerte Pass des kleinen Mannes irgendwie nicht ausreichend war…
  • Der Rückflug war dann mehr oder weniger schlaflos für den großen Mann und ich, mögen maximal 3 Stündchen gewesen sein, der kleine Mann mochte so auf 6 gekommen sein.
  • Seither schon mehrere Bewerbungen geschrieben und mit frischen Akkus, aber stark frierend wieder „angekommen“.
  • Was ist das eigentlich für ein Wetter?! Abends und nachts noch schönstes Schneetreiben. Beim Zubettgehen freue ich mich schon auf die Schlittenfahrt zum Kindergarten (also für das Kind, bergab geht es da nicht hin), aber beim Aufstehen zeigt sich ein trübes Tauwetter und draußen auf den Straßen befindet sich tauender Schneematsch auf Eis.  Seit gestern habe ich schon wieder den Anflug von Halsschmerzen. Dabei bin ich doch diesen Winter mit diesem Erkältungskram nicht mehr dran?! (Sep. z.T., Okt., Nov. u. Dez. z.T. sollten doch irgendwie gereicht haben!!!)
  • Gleich dann die Kür im Einkaufsschlittern. Zu Fuß, ohne Schlittschuhe, aber mit Einkaufstrolley.

Prosit 2010!

Nach einer feinen lustigen Feier, auf der der kleine Mann bis halb zwei des Nachts durchgehalten hat (mit Nachmittagsschläfchen und durch die vorherigen Feiertage eh nach hinten raus geschobener Bettgehzeit), und einem gemütlichen, aber kalten und schneeigen erstem Januar bin auch ich sehr positiv auf dieses junge unschuldige Neue Jahr eingestimmt. Nach den kranken letzten Monaten des vergangenen Jahres fühlt es sich jetzt umso energievoller an, alles ist schaffbar, machbar, man muss nur die richtige Perspektive finden. Also los geht´s!

Ich wünsche Ihnen allen da draußen ein wundervolles Neues Jahr voller Glück und Zufriedenheit!

P.S.: Ab dem 04.Januar befinden wir uns auf dem Weg nach Brasilien. In die Sonne. Zu lieben Freunden. Hui, was freue ich mich, alle (hoffentlich!) nach 15 Monaten wieder zu sehen! Unter einen dieser „tu-nur-so-als-ob-ich-ein-Sonnenschirm-wäre“ legen wir uns dann mit reichlich Sonnenschutz eingeklatscht. Wollte ich nur noch kurz los geworden sein. Zurück dann ungefähr in der letzten Januar-Woche. (So, nachdem ich mich jetzt schon so entspannt „abgemeldet“ habe, werde ich die nächsten Tage bestimmt noch mehrmals Zeit finden, doch noch zu bloggen, vielleicht Winterbilder von hier. Oder so.)

Vom Vermissen

Hallo Sonne?!

Es ist gleich zwanzig vor neun und wir müssen in einer dritten Etage wohnend immer noch die Lichter an lassen. Ich finde das abendliche frühe Dunkelwerden gar nicht so schlimm, immerhin wurde es in Brasilien, Sao Paulo, die Winterhälfte über auch immer schon um 18h duster, konstanter zwar wegen dem Breitengrad auf dem es liegt (und im Sommer übrigens immer schon um spätestens 20h…), aber irgendwie immer noch früh. Aber morgens war es dann doch auch im Winter immer um 7h hell. Und klar, es gab auch einmal dustere und graue Phasen im Winter, und den letzten September haben wir verzweifelt und umsonst auf ein schönes sonniges Wochenende vor unserer Rückwanderung gewartet, damit wir noch einmal an den Strand fahren konnten, aber zwischendurch in der Woche gab es durchaus sonnige Tage. Nun gut, der letzte sonnige Tag liegt jetzt hier wo wir aktuell wohnen noch nicht sooo lange zurück. Es war Sonntag. Aber dieses schmuddelige Einheitsgrau ohne jegliche Abstufungen und Konturen in der Wolkendecke, das ist jetzt auf die Dauer doch ein wenig nervend. Jawoll! Ich liebe auch einmal graue Tage dazwischen und im November vor allem die stürmischen, wenn der Himmel alle möglichen Grauschattierungen zeigt (in Sao Paulo war es kaum mal windig), als wenn man das umgekippte Meer der Nordsee am Himmel sähe, also Wellen von unten. Aber dieser einheitliche Grauton des Dezembers, den mag ich nicht. Der ist nur zu ertragen, wenn es auch mal schneit…

Was ich in geraumer Zukunft mal sehr vermissen werde, wird die Baustelle sein. *seufz* Das Gebäude ist mittlerweile ganz abgerissen bis auf Reste an einem anderen Gebäude, die jetzt quasi von Hand abgetragen werden müssen. Außerdem wird das Geröll nun abtzransportiert und auf Container gebaggert und bestimmt wird noch irgendwas Neues auf dem dann freien Gelände erbaut werden. Also noch ist nicht recht abzusehen, wann es hier nichts mehr zu sehen geben wird, aber der Tag wird für den kleinen Mann traurig werden, ganz bestimmt. Für mich dann auch. So kann ich nämlich noch einmal mit dem Laptop auf dem Bauch zurück ins Bett. Der kleine Mann sitzt auf einem kleinen Kindersessel in der Küche am Baustellen-Panorama-Fenster und verfolgt jede Veränderung. Das macht er mehrmals täglich, ganz ruhig dort sitzen und nur zuguckend. Pause machend. Auch wenn wir Zwei uns mal gestritten haben nach einem Trotzanfall oder so, verzieht er sich dorthin und macht einen Moment Pause. Diese Ruhe zwischendurch wird mir fehlen, irgendwann. Da nehme ich die dezente Lärmbelästigung der Baustelle doch gern in Kauf. *g*

Sonntagsschnipsel

  • Fiebernder, viel schlafender kleiner Mann mit Schnupfen und Husten. Schläft so tief, dass er denn schrill klingelnden Wecker soeben neben dem Kopfende überhört.
  • Zwei Stunden extremst schrubben in der neuen Wohnung einer der lieben Freundinnen, die uns auch in Brasilien besucht haben. Blöder Nikotin! Festgestellt, dass Ränder bleiben, so dass jetzt doch neu gestrichen werden muss (Einbauschränke) bzw. eine neue Arbeitsplatte in der Küche her muss.
  • Wahrscheinlich darf ich dass jetzt eigentlich nicht schreiben (Neidgefahr), aber wir heizen heute gerade erst zum dritten Mal in unserer Wohnung. Aber unter 18 Grad war mir dann doch so langsam zu frisch. (Von wegen also „tropikalisiert„! *pah*) Meine neue Wohlfühltemperatur in der Wohnung liegt zwischen 18,3 und 20,02 Grad. Dadrüber eindeutig zu warm, darunter ein wenig frisch. Außerdem weiß ich jetzt, dass wir es in Brasilien im Winter bei Kaltfront-Wetter noch deutlich kälter im Haus gehabt haben müssen, was ich in mehreren Lagen ja auch gut überstanden habe.
  • „Schneeflöckchen Weißröckchen“ kann ich fast komplett singen, wenn es denn auch schneit – das schien der dringend benötigte Reiz für mein Gedächtnis gewesen zu sein (vor ein paar Tagen nämlich schon einmal versucht anzustimmen, aber nur mit Bruchstücken vom Text geschafft). Hier rieselt´s gerade im Moment übrigens auch ganz leicht und sacht, dabei ist´s schon sehr sehr dämmrig für halb fünf.
  • Ich habe noch immer nicht meine Weihnachtsplätzchen-Rezepte gefunden! *jammer* Derweil halte ich mich ans Basteln.

Regen

Pünktlich nachdem meine Mutter und meine Schwester wieder in Deutschland angekommen waren, begann es letzte Woche Samstag hier zu regnen. Nachdem es zuvor nur 47 Tage lang nicht geregnet hatte und es den Mittwoch davor nur 19% Luftfeuchtigkeit gegeben hatte.

Seither regnet es nun immer mal wieder und ich kann noch nicht sagen, dass es uns stören würde. Im Gegenteil.

regenspaß

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