Über

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Wie aus jedem einzelnen meiner Beiträge nicht immer hervorgeht, steht hinter „Chrizzo“ eine 30 31 35 jährige Frau, die über sich und ihre mittlerweile drei Lieben in unregelmäßigen Abständen schreibt. Mal geht es hier im Blog heiter, mal traurig und manchmal auch bitter ernst zu. Ganz wie im richtigen Leben.

Warum schreibe ich eigentlich? Wissen Sie was? Das frage ich mich auch ganz oft. Zwischendurch konnte ich darauf sogar mal mehr als zweieinhalb Jahre keine richtige Antwort mehr für mich finden und habe hier daher auch gar nichts mehr geschrieben. Auch anderswo im Netz nicht.

Ich schreibe vor allem für mich. Weil es mit Reflektion und manchmal auch mit Rechtfertigung vor der eigenen Nase zu tun hat. Oft auch, weil ich mich freue oder stolz bin auf mich, meine Kinder, unser Essen oder was auch immer. Nicht immer möchte ich mich über das von mir Geschriebene auch wirklich mit den hiesigen Lesern austauschen, es mir aber gerne „von der Seele“ schreiben. In diesen Fällen stelle ich dann gezielt die Kommentarfunktion aus und möchte dies auch bitte respektiert wissen. Generell bitte ich um einen freundlichen und respektvollen Ton in den Kommentaren. Tun Sie so, als stünden Sie mir und den anderen Kommentierenden im realen Leben gegenüber. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Wer jetzt noch wissen möchte, wann und warum ich aber mal mit dem Blogschreiben begonnen habe und warum zwischendurch mal nicht mehr, der lese doch gerne noch auf dieser Seite ein wenig weiter.

Dreh- und Angelpunkt meines Schreibens waren unsere Auslandsaufenthalte fern von Familie und Freunden. Ich wollte speziell diese besser und gleichzeitig diskreter als mit Sammel-E-Mails an unserem Leben im fernen Ausland teillassen. Die meisten Kommentare allerdings bekam und bekomme ich zu meinem Schreiben von anderen Bloggern aus der Klein-Bloggersdorfer Elternszene. Zu Beginn meines Schreibens war mir das nicht klar.

In Brasilien lebten wir ab November 2005, unser kleiner Mann der heutige „Sportjung“ ist in Sao Paulo 2006 zur Welt gekommen.

Uns hat es nach Brasilien gezogen, weil es sich beruflich für den großen Mann eben so ergab, aber nach einem dreiviertel Jahr des Pendelns zwischen Europa und Südamerika und einem ersten gemeinsamen Urlaub in diesem wundervollen Land fiel uns dieser Schritt nicht schwer.

Von Anfang an war für uns klar, dass wir in Brasilien nur eine Zeitlang leben wollen. Zuerst war der Aufenthalt für 2 Jahre festgesetzt, was wir allerdings von uns aus nach anderthalb Jahren um ein weiteres verlängert haben. Der große Mann ist von seinem Arbeitgeber in Deutschland als sogenannter „Expat“ entsandt worden.

„Blogistisch“ festgehalten wird unser Leben allerdings erst seit Oktober 2007.

Damals lebten wir schon seit zwei Monaten in Spanien; wieder weil es den großen Mann auf ein längeres Projekt dorthin verschlagen hatte und wir uns als Familie nicht so lange trennen wollten bzw. der große Mann nicht alle zwei Wochen zwischen 10000 Kilometern und 3-5 Stunden Zeitverschiebung (je nach Jahreszeit) pendeln sollte. Unseren Wohnort in Brasilien hatten wir allerdings nicht aufgegeben, war doch klar, dass wir dorthin zurück gehen würden, was dann auch noch Ende 2007 erfolgte.

Die Zeit in Spanien war zugleich sehr schön, kulturell super interessant, wir wohnten in Ponferrada, einem Ort direkt auf dem Jakobsweg. Allerdings war es für mich auch oft sehr einsam. Dort begann ich selber einen Blog zu schreiben. Nachdem ich schon ca. 2 Jahre andere Blogs las und dort zunehmend kommentierte, fiel mehr der Schritt zum eigenen Blog irgendwann nicht mehr schwer. Damals schrieb ich mein Blog noch woanders.

Als Anfang 2008 ein weiteres Projekt für den großen Mann in Spanien anstand, beschloss ich allerdings mit dem kleinen Mann in Brasilien zu bleiben. Die Hauptgründe waren die dieses Mal kürzere Projektlänge, unsere sozialen Kontakte in Sao Paulo und die Sprache, spricht man in Brasilien doch portugiesisch und kein spanisch.

Mitte 2008 planten wir dann auch schon unsere Rückkehr nach Deutschland und im Oktober 2008 war es dann soweit: Wir kamen wieder zurück. Dorthin, von wo wir gestartet waren.

Die Jahre 2009 und 2010 gestalteten sich für mich schwierig. Ich nahm immer mehr die eigene auferlegte Distanz zum Blog und den Lesern als Belastung wahr. Ich möchte aus ganz egoistischen Datenschutz-Gründen nicht, dass man uns im realen Leben direkt erkennen kann. Für meine Kinder. Für uns. Es gehört dazu, dass man dann nicht immer das schreiben kann, was einen gerade sehr bewegt, zu dem Zeitpunkt ausschließlich bewegte. Deshalb hörte ich eine lange Zeit und auch ganz abrupt mit dem Schreiben auf. Von Februar 2010 bis November 2013. Es ist kein Zufall, dass ich wieder begann zu schreiben, als der große Mann einige Zeit im Ausland weilte. Ich brauchte eine Art Spiegel. Mal sehen wie lange.

Was geschah denn nun in der bloglosen Zwischenzeit?

Ich wurde an der Nase operiert. In Brasilien war ich mal gegen eine Balkonscheibe gerannt und dabei muss mir die Nasenscheidewand verrutscht sein. Zurück in Deutschland war ich dann irgendwann quasi dauererkrankt an fiebrigen Nebenhöhlenentzündungen, die wahrscheinlich auch unseren weiteren Kinderwunsch zumindest nicht positiv beeinflusst haben. Als nach einiger Zeit genauer hingesehen wurde, fand sich eben die schiefe Seitenwand und ich kam unters Messer. Ich sag Ihnen, das ist kein Spaß und rein aus kosmetischen Gründen würde ich das nicht auf mich nehmen. Ich kann ja mal auf meinem alten Handy nach Fotos von damals suchen…

Ich suchte ein Jahr lang ohne Erfolg einen Teilzeitjob meinem Gelernten entsprechend und fand nichts.

Ich suche dann schließlich frustriert nach einer Vollzeitstelle und die erste wurde es dann auch direkt. Ein Jahr lang arbeitete ich auf einer Projektstelle zu einem internationalen Großevent der letzten Jahre. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Irgendwie klar, dass ich nach noch nicht mal einem ganzen halben Jahr dann schwanger wurde und es auch blieb.

Looki kam 2012 zur Welt und der Sportjung wurde eingeschult.

Ich brach mir zwei Wochen nach ihrer Geburt zwei Finger und musste vier Wochen nach ihrer Geburt an einem davon operiert werden.

Außerdem riss mir 7 Monate nach ihrer Geburt die Bauchdecke. Sie als auch der Sportjung kamen übrigens völlig normal auf die Welt. Sie wog allerdings mit 7 Monaten schon 9 Kilos und war sehr anhänglich und ich dachte, ich mach mal eben mit ihr in der Manduca unsere Wohnung sauber. Da war es passiert und ein halbes Jahr später nach einer Ärzte-Odyssee wurde ich dann auch an der Bauchdecke wieder zusammen genäht.

Wir hatten alle zusammen einen wunderschönen Sommer und ereignisreichen Herbst. Looki begann in ihrer Maxigruppe und wir zwei verbrachten dort eine lange gemeinsame Zeit bis sie sich dort wohl fühlte. Sie geht jetzt sehr gerne hin und liebt ihre Erzieherin.

Im November 2013 fing ich wieder mit dem Bloggen an.

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8 Gedanken zu „Über

  1. Hallo liebe Chrizzo!
    Entschuldige, dass ich mich so hinten herum hereingeschlichen habe, nach dem Lesen bitte löschen, ist auch nur für Dich bestimmt!! Habe gerade Deinen letzten Eintrag gelesen: es tut mir SO LEID! Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit. Gleichzeitig (auch wenn es klingt wie Hohn): Du hast Dich wahnsinnig souverän (!!!) verhalten und sicher nicht unwesentlich dazu beigetragen, dass alles so glimplfich abgelaufen ist! Ganz, ganz liebe Grüße, auch an den kleinen Mann….. von einer, die auch weiß, wie Sao Paulo ist!!!!!

  2. Pingback: Thaimo’s Weblog

  3. Ich wuerde gerne mal mehr mit Dir kommunizieren… wir sind naemlich auf dem Sprung. Und… ehrlich gesagt… habe ich ein bisschen Muffen. Hier ist alles so schoen und ‚cosy‘. Ich lese oft bei Dir, auch wenn ich nicht immer was commente… wuerde mich gerne mal ueber Email mit Dir austauschen 🙂 lg
    Thaimo

  4. Klar gerne! Heute Abend gehen wir mal wieder (endllich!) gemeinsam aus, aber spätestens am Wochenende werde ich mal ein wenig Zeit haben. Meld Dich, gern. Ehrlich. 🙂

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