In der Zwischenzeit muckte der Router wieder und so konnte ich nicht schreiben.
Jetzt, wo ich feststelle, dass es wieder funktioniert, bin ich aber zu müde, um noch wirklich sinnvolles zu schreiben.
Vielleicht habe ich ja morgen so viel Glück, dass nicht nur der Router immer noch tut, sondern ich auch noch genügend Zeit im Tagesablauf finde mal wieder etwas zu schreiben.
Gute Nacht!
Ob noch irgendwelche LeserInnen hier sind?
Stichworte zur Blogpause:
- Kaum Zeit für “mich” gehabt aus vielen unterschiedlichen Gründen:
- Abendliche Einschlafproblemtik beim kleinen Mann.
- Zu gutes Wetter im April.
- Zu viel krank gewesen (Sommergrippe im Frühling – *pft!*).
- Zwischenzeitlich keinen Zugriff auf die WP-Blogs, Grund lag in unserem Router.
Ab und an hatte ich schon gedacht, ich würde nie wieder bloggen. Jetzt doch wieder. Mal sehen.
Dieses Wetter macht mich feinfühliger, ausgeglichener, aber auch geschäftiger und manchmal auch anders gestresster, weil man ja die maximale Stundenanzahl draußen erreichen möchte, aber drinnen auch noch irgendwie den Haushalt erledigen muss samt Einkäufen.
Somit halten wir uns zur Zeit so gut wie nur noch zur Nahrungsaufnahme und zum Schlafen in der Wohnung auf.
Und in mir steigen Ahnungen vom zukünftigen Leben und -sgefühl im Sommer sowie in der weiten Zukunft auf. Ich beginne zu ahnen, wie es sein könnte, wenn ich einmal alt bin.
Ich erfahre unsere Stadt und Region zusammen mit dem kleinen Mann auf eine ganz neue Art und Weise. Als Studentin habe ich mich früher quasi nur von Café zu Café, Kneipe zu Kneipe, Bar zu Bar und Event zu Event bewegt, dazwischen einige wenige Aufenthalte im Grünen. Wenig zumindest im Vergleich zu heutzutage. Und dabei bin ich der Typ, der sagen könnte: “Und so schick mich nur in die Natur, Herr, und ich werde gesunden.” Um mal einen Einblick in meine kindliche Erziehung zu gewähren, dem ich heute außer dem Bestandteil der Natur nichts mehr abgewinnen kann.
Entfernungen, die ich früher nicht so ohne weiteres gelaufen wäre, laufe ich heute locker.
Die Kreise innerhalb der Stadt verlagern sich weg von der Uni und dem Zentrum hin zu den grünen Lungen und Randgebieten und wir unternehmen wirklich sehr regelmäßig auch Ausflüge ins weiter entfernt gelegene Grüne. Dabei beginne ich nochmal eine andere regionale Verwurzelung zu entwickeln und meine ahnen zu können, woher das Sprichwort “einen alten Baum verpflanzt man nicht” her kommt und sich auch den Weg in mein Herz bahnt. Immer tiefer. Und somit wird aus der Nomadin (immerhin schon 18 Umzüge davon vier interkontinentale) so langsam eine Sesshafte, die sich aber in ihrem Herzen davor fürchtet. Denn wer weiß, wo es einen noch in diesem Leben einmal hin verschlagen könnte Globalisierung sei dank…
Ich fürchte, es wird schmerzhaft.
Als wir auf dem Weg dorthin waren, äußerte der kleine Mann seinen ersten Berufswunsch: Feuerwehrmann. Ganz unvermittelt als wir im Zug saßen. Ich glaube, wir sind noch nicht einmal an einem Feuerwhrwagen vorbei in dem Moment.
Heute hieß es dann, er würde einmal Papierflieger. *lol*
Auf meine Nachfrage, ob der Feuerwehr-Wunsch nun beendet sei, meinte er, er würde mal Feuerwehrmann und dann Papierflieger und dann ganz vieles werden “weißt Du Mama”. Zum kringelig schmunzeln. Vor allem, weil ich gar nicht genau weiß, was er mit Papierflieger meinen könnte, denn wir saßen grad im Kinderzimmer und spielten mit diversen Autos, als er das kundtat. Und auf meine Nachfrage bekam ich nur zur Antwort: “Ein Papierflieger ist ein Papierflieger, ist ein Papierflieger.” Genauso mit der Dopplung.
Während andernorts gerade in Familien mit Kleinkindern angesichts der Zeitumstellung über neue Zubettgehzeiten gestöhnt wird, bin ich einfach nur entzückt: Es ist 20h durch und es ist noch hell!!!!!!!!!!
Für mich ist es das erste Mal “lange” Hell nach ca. einem ganzen Jahr, denn in Brasilien, wo wir ja nun noch bis Oktober letzten Jahres gelebt haben, wird es in der Winterhälfte des Jahres (in unserem europäischen Sommer) immer schon ab 18h dunkel. – So wie in Deutschland im Laufe des Oktobers ja auch.
Ich kann kaum in Worte fassen wie schön sich das anfühlt und wie sehr ich mich auf den deutschen Sommer mit den langen hellen Abenden freue! Daher versuche ich es jetzt auch gar nicht erst weiter, denn gleich fängt der T*tort an, den ich gern sehen möchte, und vorher wollte ich noch erwähnen, dass der kleine Mann schon seit 19h schläft!
(Das er die Nacht nur 9einhalb Stunden geschlafen hatte, erwähne ich jetzt nur schnell nebenbei. Es wird.)
Was mich manchmal schier an den Rand der Mütter-Verzweiflung treibt, ist der Umstand, dass es mit Kind oft unmöglich ist, Pläne einzuhalten.
Eigentlich hatte ich mich auf diesen Tag gefreut. Nach einem gestern abend zwei Stunden andauernden Einschlafversuch des Kindeleins, währenddessen ich ebenfalls erst furchtbar müde wurde, um dann wieder hellwach zu werden, erwachte der kleine Mann heut in der Früh um 6.30h. Ha! Wird manch mitlesende Mutter schreien (ich hätte am Liebsten geschrien, das war wohl ein Freudscher) denken, so lang da keine 5 auf dem Wecker ist, soll die sich mal nicht so anstellen. Es waren allerdings nur 8einhalb Schlafstunden des kleinen Mannes und 5einhalbe von mir bis zu dem Zeitpunkt. Wie gesagt, ich war dann ja gestern wieder hellwach um 22h…
Mal sehen, wie wir uns durch den Tag kämpfen. So gegen 11h, wenn zu erwarten ist, dass der kleine Mann spätestens wieder hundemüde ist, erwarte ich eine Freundin samt zwei Kindern zu Besuch, mit denen wir schön in Ruhe (wie letzte Woche) zusammen Mittag essen wollten.
Am Sonntag waren wir kurzentschlossen in Gelsenkirchen in der Zoom Erlebniswelt – an diesem Tag war es zwar außergewöhnlich voll (weil Ende des Monats diese Attraktion der Ruhrtopcard ausläuft) und zum Teil sehr windig und kalt, aber das alles hat uns nicht in der Begeisterung dämpfen können.
Das Konzept dieses Zoos sieht eine möglichst artgerechte Haltung in großen Arealen vor, wo möglich mit gemischter Herdenhaltung. Es gibt bisher zwei “Erlebniswelten”, “Afrika” und “Alaska” (2010 soll “Asien” dazu gekommen), und so laufen zum Beispiel auf einem großen Areal Zebras mit Straußen, Elenantilopen, Marabus und einigen anderen zusammen. Durch diese Haltung ist auch eigentlich immer was los und zu beobachten, wenn (wie auch an den folgenden Fotos zu sehen) auch einige Tiere die paar Sonnenstrahlen des Tages sehr ruhig genossen haben. Mensch und Tier sind nur durch sehr unauffällige Begrenzungen voneinander getrennt und können mittels Anhöhen oder auch hinter Glasfenstern unter Felsvorsprüngen oft aus nächster Nähe beobachtet werden. Für die Kinder aufgelockert wird das Ganze durch regelmäßig auftauchende thematische Bewegungsmöglichkeiten wie Klettern auf Baumhäuser zur Tierbeobachtung, angelegten Lebenswelten der Menschen, die in Afrika, bzw. Alaska mit den Tieren leben und thematischen Spielplätzen. Ebenfalls regelmäßig tauchen sehr hübsch angelegte Rastgelegenheiten auf, die zum Verweilen gänzlich ohne Plastikbestuhlung (!)
einladen. Viele scheints nicht so Kurzentschlossene wie wir verzehrten denn auch an diesen Plätzen ihre mitgebrachten Picknick-Mahle.
Vor allem die “Afrika”-Welt ist sehr weitläufig angelegt und bei der liebevollen und sinnvoll aufgebauten Umgebung, die wirklich dazu einlud, die Tiere auch einmal länger in Ruhe zu beobachten, rann uns die Zeit nur so davon und schlussendlich waren wir von ungefähr 11.30h bis 17h in dem Zoo. Wir haben uns fest vorgenommen, im kommenden Sommer erneut mit noch mehr Zeit und besser vorbereitet (Selbstverpfleger) wieder zu kommen – auch trotz der saftigen Eintritts-Preise. (Die wir aber angesichts der Anlage dann doch “gern” ausgegeben haben.)










Und wer errät wo wir am Wochenende waren?









Der kleine Mann schläft die erste Nacht ohne Schnuller.
Das Einschlafen hat “nur” zwei Stunden gedauert…
Aber ohne Weinen…
Nur Wortsalat und aufgedreht…
Was sich dann nur mit einem Versprechen für ein morgiges Geschenk stoppen ließ… (Das Kindelein wünscht sich schon lang einen Bagger und Lastwagen für den Sandkasten.)
Jetzt bin ich auf die Nacht gespannt…
Normaler Weise hat er sich da nämlich immer noch mal gemeldet, wenn er den Schnuller nicht finden konnte…
Und dafür gehe ich jetzt auch ziemlich spät ins Bett…